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Grußwort des Prorektors Prof. Isfen

[02.04.2026]

„Als Prorektor für gesellschaftliche Verantwortung begrüße ich Sie sehr herzlich zur eLecture Series „Antidemokratische Angriffe gegen das Wissen“. Diese Reihe setzt ein deutliches Zeichen: Sie nimmt nicht nur aktuelle Bedrohungen von Wissenschaft und demokratischer Kultur in den Blick, sondern versteht die Universität selbst als verantwortliche Akteurin in dieser Auseinandersetzung.

Gesellschaftliche Verantwortung heißt für die FernUniversität, die Freiheit von Forschung und Lehre nicht nur zu verteidigen, wenn sie akut angegriffen wird, sondern ihre Voraussetzungen im Alltag mitzugestalten: In der Auswahl von Themen, in der Art und Weise, wie wir Meinungsverschiedenheiten untereinander konstruktiv austragen, und in den Schutzräumen, die wir für verletzliche Positionen bereitstellen. Die Perspektive der „digitalen Kultur“ macht dabei besonders deutlich, wie sehr sich Konflikte um Demokratie und Wissen heute in digitalen Öffentlichkeiten verdichten – und wie wichtig es ist, diese Räume aktiv und reflektiert zu nutzen.

Die eLecture-Series stellt Erfahrungen, Analysen und institutionelle Strategien nebeneinander und lädt dazu ein, aus ihnen gemeinsame Lernprozesse zu entwickeln. Sie fragt nicht nur, wie antidemokratische Angriffe funktionieren, sondern auch, was Hochschulen selbst tun können, um resilienter zu werden: im Umgang mit Hass und Desinformation, in der Unterstützung von Betroffenen, in der Stärkung einer Kultur des Widerspruchs, die klar gegen Menschenfeindlichkeit steht und zugleich wissenschaftliche Kontroversen ermöglicht.

Für die FernUniversität knüpft diese Reihe an bestehende Initiativen zur Stärkung demokratischer Kultur und zur Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Partnern an. In diesem Sinne verstehe ich die eLecture Series auch als ein weiteres wichtiges Angebot, Impulse aus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung in diese Kontexte hineinzutragen – und umgekehrt Erfahrungen aus Praxisfeldern zurück in die Universität zu holen.

Ich danke allen Beteiligten herzlich für die Konzeption und Durchführung der Reihe und Ihnen, dass Sie mit Ihrer Teilnahme zeigen: Antidemokratischen Angriffen wird nicht im Stillen begegnet, sondern in der geteilten Bereitschaft, hinzusehen, Stellung zu beziehen und Universität als Ort demokratischer Aushandlung lebendig zu halten.“

Prof. Dr. Osman Isfen
Prorektor für Weiterbildung, wissenschaftliche Karrieren und gesellschaftliche Verantwortung

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