Historischer Salon - Geschichte im Gespräch

Auf dieser Seite möchten wir Sie gerne über unsere neue Veranstaltungsreihe Historischer Salon - Geschichte im Gespräch informieren.
Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, eine interessierte Öffentlichkeit, und natürlich die Fernstudierenden, auf die Bücher aufmerksam zu machen, die im Zentrum aktueller geschichtswissenschaftlicher Debatten stehen. In loser Folge diskutieren Mitarbeitende des Lehrgebiets mit Gästen aus anderen Universitäten über die Stärken und Schwächen von Neuerscheinungen, Übersetzungen und wiederentdeckten Klassikern. Die jeweiligen Veranstaltungen finden via Zoom & einmal im Quartal statt.

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  • Haben Gefühle eine Geschichte?

    Frevert_maechtige GefuehleFoto: S. Fischer Verlage

    Machen sie gar Geschichte? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der in den vergangenen Jahren aufstrebende Ansatz der Emotionsgeschichte.

    In ihrem lexikalisch aufgebauten Buch „Mächtige Gefühle. Von A wie Angst bis Z wie Zuneigung – Deutsche Geschichte seit 1900“ präsentiert Prof. Dr. Ute Frevert anhand von 20 Schlaglichtern eine erste emotionshistorische Perspektive auf die deutsche Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Ihre Betrachtung umfasst unter anderem Gefühle der Geborgenheit in der DDR und die Zuneigung unter Diktatoren.

    Im Mittelpunkt der Buchvorstellung wird eine Diskussion der Potentiale und Herausforderungen der Emotionsgeschichte stehen.

    >Flyer folgt.

  • Wildt_ZerboZeit_CoverAbbildung: C.H.Beck

    Vordergründig lässt sich Prof. Dr. Michael Wildts jüngste Buch „Zerborstene Zeit. Deutsche Geschichte 1918–1945“ dem Genre der nationalgeschichtlichen Überblickswerke zuordnen.

    Doch zugleich bricht er darin mit vielen der bislang üblichen Darstellungskonventionen. Ausdrücklich betont er das Fragmentarische seiner Geschichtsschreibung, arbeitet die transnationalen Verflechtungen mit Europa und der Welt heraus und greift auf alltagsgeschichtliche Quellen wie Tagebücher und Fotografien zurück.

    Die sich hierdurch eröffnenden neuen thematischen Zugänge, von Josephin Baker und anderen People of Colour im Berlin der 1920er bis hin zum deutschen Vernichtungskrieg in Lemberg, stehen im Mittelpunkt der Buchpräsentation.

    Flyer zur Veranstaltung (PDF 236 KB)

  • BuchcoverAbbildung: Campus Verlag

    Dass sich bereits heute die Geschichte der Coronapandemie schreiben lässt, dürfte von nicht wenigen Historiker*innen bestritten werden. Zu groß sei die Nähe zur Gegenwart, zu ungewiss der weitere Verlauf. Dennoch stellt sich Prof. Dr. Malte Thießen – Leiter des LWL-Instituts für westfälische Re­gional­ge­schich­te – dieser Herausforderung. Zum einen strebt er an, durch Rückblicke auf die Seuchengeschichte der Moderne eine Distanz zur Gegenwart herzustellen. Zum anderen nimmt er die vielschichten gesellschaftlichen Auswirkungen in den Blick. Ausgehend von diesen Überlegungen wendet sich das Lehrgebiet Geschichte der Europäischen Moderne der Frage zu, welche neuen Einsichten eine ge­schichts­wis­sen­schaft­liche Perspektive auf die Coronapandemie ermöglicht.
    Ziel der Veranstaltungsreihe „Historischer Salon. Geschichte im Gespräch“ ist es, eine interessierte Öffentlichkeit, und natürlich die Fernstudierenden, auf die Bücher aufmerksam zu machen, die im Zentrum aktueller geschichts­wissen­schaft­licher Debatten stehen. In loser Folge diskutieren Mitarbeitende des Lehrgebiets mit Gästen aus anderen Universitäten über die Stärken und Schwächen von Neuerscheinungen, Übersetzungen und wiederentdeckten Klassikern.

    Flyer zur Veranstaltung (PDF 708 KB)

  • Zu Gast: Dr. Felix Axster

    Moderiert durch: Prof. Dr. Alexandra Przyrembel & Dr. Arndt Neumann.

    Für die geschichtspolitische Debatte, die im Deutschland des frühen 21. Jahrhunderts über das Verhältnis von Holocaust und Kolonialverbrechen geführt wird, stellt die von dem US-amerikanischen Literaturwissenschaftler Michael Rothberg veröffentlichte Aufsatzsammlung „Multidirectional Memory“ einen maßgeblichen Bezugspunkt dar. Doch obwohl dieses Buch bereits 2009 erschien, liegt es erst seit kurzem in einer deutschen Übersetzung vor.

    Foto: Metropol

    Den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus nimmt das Lehrgebiet Geschichte der Europäischen Moderne zum Anlass, um die Frage aufzuwerfen, ob das Konzept der multidirektionalen Erinnerung sich für die Neuausrichtung der deutschen Gedächtniskultur eignet.

    Weitere Informationen (PDF 612 KB)

21.09.2022