Präsenzveranstaltung zum Modul 3a
- Thema:
- Experimentelle Psychologie der Zeitwahrnehmung
- Zielgruppe:
- B.Sc. Psychologie: Modul 3a;
- Ort:
- Berlin
- Adresse:
-
Campus Berlin
Campus Berlin (Neues Kranzler Eck, Kurfürstendamm 21, 10719 Berlin) im Seminarraum 1+2 - Termin:
- 28.01.2027
bis
29.01.2027 - Zeitraum:
- jeweils von 10:00 – 18:00 Uhr
- Leitung:
- Dr. Ruben Ellinghaus
- Anmeldung:
- Moodle
Diese Präsenzveranstaltung findet jeweils von 10:00 – 18:00 Uhr am Campus Berlin (Neues Kranzler Eck, Kurfürstendamm 21, 10719 Berlin) im Seminarraum 1+2 statt. Sie benötigen einen Laptop/Tablet.
Inhalt
Zeit ist eine fundamentale Größe, die unsere Wahrnehmung strukturiert. Im Gegensatz zu anderen Sinnesqualitäten ist Zeit jedoch kein Sinnesreiz mit einer physiologischen Rezeptorantwort. Wie gelingt es also dem Gehirn, zeitliche Information - etwa über die Dauer und Reihenfolge von Ereignissen - kognitiv zu repräsentieren? Und wie erklärt sich, dass diese Repräsentation mitunter so wandelbar ist, dass Stunden im Flug vergehen können, während Sekunden sich zu gefühlten Stunden dehnen?
Die kognitive Forschung hat seit dem 19. Jahrhundert eine Reihe methodischer Zugänge entwickelt, um sich diesen Fragen zu widmen. Aus diesen Untersuchungen sind theoretische Modelle einer inneren Uhr hervorgegangen, deren Grundzüge bis heute die Diskussion prägen. Die Forschung zeigt zugleich, dass diese innere Uhr keineswegs starr läuft: Diverse situative Faktoren (z. B. emotionale Verfasstheit, Aufmerksamkeit und psychoaktive Substanzen) wirken sich auf die Verarbeitung zeitlicher Information und das Zeiterleben aus. In diesem Seminar beschäftigen wir uns daher mit zwei Fragen: Erstens, wie funktionieren die kognitiven Mechanismen der Zeitwahrnehmung allgemein? Zweitens, wie flexibel sind sie angesichts der Vielfalt menschlicher Zustände und Situationen?
Am ersten Seminartag beschäftigen wir uns zunächst mit den historischen Wurzeln und methodischen Grundlagen der Zeitwahrnehmungsforschung sowie mit den zentralen theoretischen Modellen. Auf dieser Grundlage wenden wir uns den Faktoren zu, die unsere Zeitwahrnehmung modulieren. Anhand ausgewählter Originalarbeiten erarbeiten wir jeweils, was der jeweilige Modulator über die zugrundeliegenden Mechanismen verrät. Dabei zeigen wir auch auf, wo die klassischen Theorien an ihre Grenzen stoßen.
Vorbereitender Arbeitsauftrag und Seminarablauf
Studierende sind zur Vorbereitung des Seminars dazu aufgefordert, in 3er-4er Gruppen halbstündige Referate (PowerPoint-Präsentationen) vorzubereiten. Weitere Details zum Ablauf und zur Themenvergabe folgen via E-Mail.