Gleichstellung

bunte Silhouetten von verschiedenen Personen Foto: Gabriele Gruchot/FrenUniversität
 

Neues Gleichstellungskonzept

Mit dem 1. Januar 2019 tritt das neue Gleichstellungskonzept (PDF 2 MB) in Kraft!

Ziele

Die FernUniversität verpflichtet sich in besonderer Weise der Verwirklichung von Chancengleichheit. Sie berücksichtigt Gleichstellungsaspekte bei allen hochschulpolitischen Planungs- und Entscheidungsprozessen (Gender Mainstreaming). Diese grundlegenden Ziele sind in der Hochschulstrategie und -entwicklungsplanung der FernUniversität verankert und leitend für die Konkretisierung in den verschiedenen Instrumenten der Gleichstellungsarbeit.

Die FernUniversität identifiziert im Rahmen ihrer Hochschulentwicklungsplanung und damit in einem regelmäßig wiederkehrenden Prozess die vorhandenen Handlungsbedarfe und notwendigen Ziele zur Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit an der Hochschule.

Verankerung innerhalb der FernUniversität

Foto: FernUniversität
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Die Abbildung gibt einen Überblick über die zentralen Bausteine, die die Gleichstellungsarbeit an der FernUniversität strategisch und strukturell verankern. Dazu gehören verschiedene gleichstellungsorientierte Instrumente sowie die institutionalisierte Gleichstellungsarbeit unterschiedlicher Gremien und Ämter.

  • Leitend für die Strategieentwicklung im Bereich Gleichstellung sind die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) formulierten Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards [externer Link]. Als Mitgliedshochschule der DFG hat sich die FernUniversität im Jahr 2008 zu deren Umsetzung verpflichtet. Diese Grundsätze struktureller und personeller Gleichstellungsstandards beeinflussen seitdem die Prozesse der hochschulweiten Weiterentwicklung der Gleichstellungsarbeit, insbesondere im wissenschaftlichen Bereich.

    Näheres zur Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards an der FernUniversität finden Sie unter Berichte & Erfolge.

  • Auf der Ebene hochschulstrategischer Dokumente finden sich die grundlegenden Ziele der FernUniversität für die Gleichstellung von Frauen und Männern insbesondere im Hochschulentwicklungsplan.

    Der aktuelle Hochschulentwicklungsplan 2020 (pdf) setzt einen besonderen Fokus auf die systematische Verstetigung der Gleichstellungsarbeit, die Umsetzung des Gleichstellungskonzeptes 2014-2017 sowie dessen Fortschreibung. Auch die Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG ist im HEP 2020 explizit benannt und geht Hand in Hand mit dem Ziel einer intensiven Forschungs- und Nachwuchsförderung.

  • In den Vereinbarungen mit dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF NRW) hat das Thema Gleichstellung seinen festen Platz. Auch hier verpflichtet sich die FernUniversität zu konkreten Zielen – beispielsweise in den Bereichen Frauenanteil auf verschiedenen wissenschaftlichen Karrierestufen, Gender in der Lehre oder Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Handlungsfelder

  • Ziel ist die Erhöhung des Frauen- bzw. Männeranteils bei Studierenden und Absolvent*innen in den Fächern, in denen das jeweilige Geschlecht unterrepräsentiert ist.

    Frauen sollen in besonderer Weise an die Naturwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften herangeführt werden, wohingegen Männer in besonderer Weise für geisteswissenschaftliche Fachrichtungen motiviert werden sollen.

  • Zie ist die Erhöhung der Frauenanteile bei Promotionen, Habilitationen und Professuren.

    Berücksichtigung des Gleichstellungsziels und relevanter Gender-Aspekte in der Personalentwicklung sowie den Fortbildungs- und Beratungsangeboten der FernUniversität.

    Durch den Ausbau zielgruppenspezifischer Personalentwicklungsmaßnahmen sowie deren Weiterentwicklung wird eine an Chancengerechtigkeit orientierte Personalgewinnung und -entwicklung angestrebt. Zukünftig wird ein noch stärkerer Schwerpunkt auf der Unterstützung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses liegen.

  • Ziel ist die Erhöhung des Frauenanteils an Professuren (bei Unterrepräsentanz).

    Es wird angestrebt, den Frauenanteil an Professuren insbesondere an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft und der Fakultät für Mathematik und Informatik zu erhöhen.

  • Ziel ist die Steigerung der Repräsentation von Frauen in der Forscung. Sichtbarmachung und Implementierung der Genderforschung an der FernUniversität.

    Vernetzung von Forscher*innen, um interdisziplinäre Projekte zu fördern.

  • Ziel ist die Berücksichtigung von Gender-Inhalten sowie einer geschlechtergerechten Gestaltung als Element hochwertiger Lehre.

    Es wird angestrebt, die effiziente und nachhaltige Umsetzung von gendergerechten Lehrinhalten durch Beratungsangebote für Lehrende zu vereinfachen.

Konkretisierung von Zielen und Maßnahmen

Die FernUniversität hält darüber hinaus konkrete Zielvorgaben und Zeitpunkte, zu denen diese erreicht werden sollen, für ein wirksames Instrument, um die Gleichstellung von Frauen und Männern zu verwirklichen.

Um die grundlegenden gleichstellungspolitischen Ziele der FernUniversität in verbindlichen (quantifizierten) Ziel- und Zeitvorgaben zu konkretisieren sowie entsprechende Maßnahmen und Anreize zur Erreichung dieser Ziele festzulegen, bedient sich die FernUniversität daher weiterer Instrumente der Gleichstellungsarbeit:

  • Das Gleichstellungskonzept (PDF 2 MB) zielt auf die Gestaltung und Weiterentwicklung der Gleichstellungsarbeit mit Aufgaben in hochschulweiter Verantwortung oder Umsetzung.

Instrumente

Mehrere, aufeinander abgestimmte Instrumente konkretisieren die Ziele und Maßnahmen der Gleichstellungsarbeit an der FernUniversität:
  • Der Frauenförderplan (nach § 5a und § 6 LGG NRW) besteht an der FernUniversität aus dem Rahmenplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern, der einen hochschulweit gültigen Ordnungsrahmen in Bezug auf Ziele und Handlungsfelder der Gleichstellungsarbeit schafft, und den Frauenförderplänen der Fakultäten, der zentralen Einrichtungen und der Zentralen Hochschulverwaltung. Diese konkretisieren auf Bereichsebene verbindliche Zielvorgaben sowie bereichsbezogene Maßnahmen.

    Nach Ablauf der Frauenförderpläne 2013-2016 wurden für die einzelnen Bereiche die Gleichstellungspläne 2017-2019 fortgeschrieben.

  • Das Gleichstellungskonzept der FernUniversität zielt auf die Gestaltung und Weiterentwicklung der Gleichstellungsarbeit mit Aufgaben in hochschulweiter Verantwortung oder Umsetzung. Es legt bereichsübergreifende Zielvorgaben und Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern fest und beinhaltet entsprechende Anreizsysteme und Fördermöglichkeiten.

    Das aktuelle Gleichstellungskonzept hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2022.

  • Der Leitfaden dient der Qualitätssicherung in Berufungsverfahren und zeigt, wie Gleichstellung in Berufungsverfahren gewährleistet werden kann.

Institutionalisierte Gleichstellungsarbeit

  • Die Gleichstellungskommission berät und unterstützt – als ständige Kommission des Senats – die Hochschule in Fragen der Gleichstellung von Frauen und Männern.

  • Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte und ihr Team in der Gleichstellungsstelle sowie die Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten unterstützen die Hochschule bei der Umsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern und beraten die Beschäftigten.

  • Der Frauenbeirat ist das Wahlgremium für die Gleichstellungs­beauftragte und ihre Stellvertreterinnen. Der Frauenbeirat besteht ausschließlich aus Frauen.

  • Der Rektoratsausschuss Forschungsförderung berät die FernUniversität in der Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Er ist zudem Umsetzungsverantwortlicher für verschiedene Maßnahmen aus dem Gleichstellungskonzept 2014-2017, mit denen das Interne Forschungsförderprogramm 2012-2015 um die Säule Gleichstellung ergänzt wurde.

  • Der Personalrat und der Personalrat der wissenschaftlich und künstlerisch Beschäftigten an der FernUniversität hat (nach § 64 und § 72 LPVG NRW) u.a. die Aufgabe, die Verwirklichung des Grundrechts der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fördern, und mitzubestimmen bei Maßnahmen, die der Durchsetzung der tatsächlichen Gleichberechtigung von Frauen und Männern, insbesondere bei der Einstellung, Beschäftigung, Aus-, Fort- und Weiterbildung und dem beruflichen Aufstieg, dienen.

  • Die Koordination der Gleichstellungsarbeit mit ihrer strategischen und institutionellen Verankerung in der Hochschulentwicklung sowie in den verschiedenen gleichstellungsorientierten Instrumenten erfolgt durch die Stabsstelle 1 Hochschulstrategie und strategische Kooperationen.

Gleichstellungsstelle | 30.01.2019