Gendermonitoring
Daten, Zahlen und Fakten zur Gleichstellungssituation
Gendermonitoring bietet einen umfassenden und anschaulichen Blick auf die Geschlechterverhältnisse an der FernUniversität - von den Studierenden, über die Mitarbeitenden bis hin zur Professor*innenschaft. Gendermonitoring soll über die aktuelle Gleichstellungssituation informieren, für Geschlechter(un)gerechtigkeiten sensibilisieren und Denkanstöße für die Herstellung von Chancengleichheit geben.
Zu diesem Zwecke wurden in den Jahren 2019-2023 Gendermonitor-Broschüren veröffentlicht. Diese sind auf dieser Seite zum Nachlesen zu finden.
Aktuellere Daten sind als Zentrale Ergebnisse als nächstes dargestellt.
Bei Fragen und Anmerkungen, kontaktieren Sie gerne:
Dr. Sarah Oberkrome
E-Mail: sarah.oberkrome
Aktuelle zentrale Daten zur Gleichstellungssituation
Frauenanteile an der FernUniversität und "Leaky Pipeline"
Abbildung: FernUniversität
Mit der Metapher der Leaky Pipeline („undichte Leitung“) wird das Phänomen bezeichnet, dass mit zunehmender Qualifikationsstufe im akademischen Bereich der Anteil von Frauen im Vergleich zu Männern abnimmt.
Es zeigt sich, dass der Einbruch der Frauenanteile auf den Zeitraum zwischen Studienabschluss und Promotion fällt. So schließen zwar viele Frauen mit einem Masterabschluss ihr Studium ab (44 %), Promotionsstudierende weisen jedoch nur einen Frauenanteil von 39 % auf. Dies hat sich seit 2019 nicht geändert. Bei den abgeschlossenen Promotionen ist der Frauenanteil sogar von 33 % (Durchschnitt der Jahre 2021-2023 aufgrund einergeringen Grundgesamtheit). Ebenfalls sind die 25% Frauenanteil an den Habilitationen (von zuvor 33 % in 2019) auf die sehr geringe Grundgesamtheit an Habilitationen an der FernUniversität zurückzuführen. Der Anteil an Professorinnen ist bei 30 Prozent relativ stabil. Auf Ebene der Studierenden sind Frauen wie im Vorjahr fast ausgeglichen mit 49 Prozent vertreten und stellen sogar ganze 65 % der Bachelorabschlüsse. Bei den Promovierenden und abgeschlossenen Promotionen sind Frauen nach wie vor weitaus seltener vertreten, obwohl sie bei den Studienabschlüssen noch eine Mehrheit bildeten.
Das heißt, Frauen gehen auf dem Weg zur höchsten Qualifikationsstufe verloren. Um dem Effekt entgegen zu wirken, hat die FernUniversität Maßnahmen entwickelt, um Frauen bei ihrer Karriere in der Wissenschaft zu fördern. Dazu gehören etwa spezielle Frauennetzwerke, wie das Netzwerk Promovendinnen oder das Netzwerk Habilitandinnen, Mentoring für den wissenschaftlichen Nachwuchs, Möglichkeiten zur finanziellen Förderung in der Postdoc-Phase und gezielte Fortbildungsangebote. Besonderes Augenmerk muss also auf der Promotionsphase liegen. Bereits weniger Frauen als Männer entscheiden sich zu einer Promotion. Und auch danach steigen viele Frauen aus der Wissenschaft aus.
Abbildung: FernUniversität
Gendermonitor 2023
Foto: Gruchot/FernUniversität
Der Gendermonitor 2023 stellt die Gleichstellungssituation des Jahres 2022 dar. Die zentralen Ergebnisse können Sie hier (PDF 4 MB) nachlesen.
Gendermonitor 2021
Foto: Gruchot/FernUniversität
Der Gendermonitor 2021 (PDF 8 MB) stellt die Gleichstellungssituation des Jahres 2020 dar. Die zentralen Ergebnisse können Sie unten nachlesen.
Gendermonitor 2020
Foto: Gruchot/FernUniversität
Der zweite Gendermonitor 2020 (PDF 7 MB) wurde 2021 veröffentlicht und stellt die Gleichstellungssituation des Jahres 2019 dar. Zentrale Ergebnisse können Sie hier (PDF 214 KB) nachlesen.
Gendermonitor 2019
Foto: FernUniversität
Der erste Gendermonitor 2019 (PDF 6 MB) stellt die Gleichstellungssituation des Jahres 2018 dar. Zentrale Ergebnisse können Sie hier (PDF 171 KB) nachlesen.