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CATALPA Lecture Series mit Tobias Ley
[24.07.2026]Intelligente Systeme brauchen intelligente Lehrende in hybriden Systemen: Das ist eine zentrale Botschaft von Prof. Dr. Tobias Ley in seinem geplanten Vortrag. Am 25. November ist er zu Gast bei den CATALPA Lecture Series. Beginn ist um 16 Uhr in Gebäude 5, Raum B103.
Foto: Daniel Novotny
Die CATALPA Lecture Series gehen in die nächste Runde. Zu Gast ist diesmal Prof. Dr Tobias Ley. Er leitet das Zentrum für Digitalisierung im Lebensbegleitenden Lernen an der Universität für Weiterbildung in Krems und hat eine Professur für Learning Analytics und Bildungsinnovation an der Universität Tallin in Estland. Thema seines englischsprachigen Vortrags:
Auf dem Weg zu hybriden intelligenten Systemen im Bildungswesen
Künstliche Intelligenz wird zunehmend nicht mehr nur als nur ein pädagogisches Werkzeug angesehen, sondern erscheint immer mehr als eigenständiger Bildungsakteur. Lehrende nutzen KI, um Lernmaterialien und ansprechende Unterrichtseinheiten zu erstellen, den Fortschritt der Lernenden zu überwachen oder sogar für das Benoten von Aufgaben. Die Art und Weise, wie Lehrende und KI zusammenarbeiten, um Lernende zu unterstützen, wurde unterschiedlich als „teacher-AI collaboration“, „teaming“ oder „complementarity“ bezeichnet. All diese Bezeichnungen betonen eine Komplementarität, die die Stärken von menschlichen und künstlichen Akteuren kombiniert, um eine höhere Leistung zu erzielen. Die Schaffung solcher „hybriden intelligenten Systeme“ hat jedoch weitreichende Konsequenzen für das Bildungswesen. Daher sollte ihre Gestaltung sorgfältig durchdacht und dabei sowohl kurz- als auch langfristige Auswirkungen berücksichtigt werden.
In seinem Vortrag wird sich Tobias Ley auf zwei Forschungsbereiche konzentrieren, die für die Verwirklichung dieser Vision entscheidend sind: die Gestaltung intelligenter Systeme, die auf transparenten pädagogischen Prinzipien und Modellen basieren, sowie die Vorbereitung von Lehrenden, die weit über die Vermittlung von KI-Kompetenz hinausgeht. Beide Elemente sind notwendig, um adaptive hybride Systeme aufzubauen, die die Handlungsfähigkeit der Lehrenden bewahren und den Lernenden zugutekommen. Ich veranschauliche diese Forschungsrichtungen anhand aktueller Forschungsergebnisse zur Komplementarität zwischen Lehrenden und KI, zur modellbasierten Lernanalyse sowie zur beruflichen Weiterbildung von Lehrenden, die den Einsatz von KI als situative Praxis integriert.
Über Tobias Ley
Tobias Ley ist Professor für Learning Analytics und Bildungsinnovation an der Universität Tallinn, Estland, und Leiter des Zentrum für Digitalisierung im Lebensbegleitenden Lernen an der Universität für Weiterbildung Krems, Österreich. Seit mehr als 25 Jahren konzentriert sich seine Forschung auf den Einsatz intelligenter Technologien zur Unterstützung des beruflichen Lernens und des Lernens am Arbeitsplatz sowie auf die berufliche Weiterbildung von Lehrenden.
Seine Arbeit wurde mit mehreren wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Europäische Forschungspreis für berufliche Bildung und der estnische Nationale Wissenschaftspreis in den Sozialwissenschaften. Er hat zahlreiche groß angelegte Forschungsprojekte und interdisziplinäre Teams geleitet, Fördermittel in Höhe von mehreren Millionen Euro eingeworben und Innovationen in der Lerntechnologieforschung an der Schnittstelle von Pädagogik, Psychologie und Informatik vorangetrieben. Tobias Ley promovierte und habilitierte sich in Kognitionswissenschaft an der Universität Graz, Österreich.
Links
- Personenseite von Tobias Ley in Krems | mehr
- Zentrum für Digitalisierung im Lebensbegleitenden Lernen, Krems | mehr