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Beirat bescheinigt CATALPA beeindruckende Entwicklung

[21.06.2026]

Welche wissenschaftlichen Forschritte gibt es bei CATALPA? Welche Forschungsthemen und -methoden stehen aktuell im Vordergrund? Dazu informierte sich jetzt der international besetzte Wissenschaftliche Beirat.


Gruppenbild CATALPA-Beirat sitzend Foto: CATALPA
Der Wissenschaftliche Beirat: Dirk Ifenthaler, Uwe Wilkesmann, Tanja Käser, Tamara van Gog, Detmar Meurers (v.l.). Nicht im Bild: Ulrike Lucke

„Es ist sehr beeindruckend, wie CATALPA sich entwickelt hat", so Prof. Dr. Tamara van Gog, die neue Sprecherin des Beirats. Im Vordergrund des aktuellen Besuchs stand das Thema Learning Engineering.

Learning Engineering im Reallabor

Learning Engineering kombiniert interdisziplinär Erkenntnisse von Learning Sciences mit menschenzentrierten Design-Methoden, um Bildungstechnologie in iterativen Prozessen vom ersten Prototypen bis zum skalierbaren Ergebnis zu entwickeln. „Das ist unsere Methodik im CATALPA-Reallabor", erklärte Prof. Dr. Marcus Specht, seit Anfang 2026 Wissenschaftlicher Direktor von CATALPA.

Ein Rundgang bot dem Beirat einen Einblick durch vier verschiedene Labs mit Projekten, die jeweils an unterschiedlichen Stellen des Entwicklungsprozesses stehen:

Josef Ruppenhofer mit Torsten Zesch, Detmar Meurers und Yuning DingFoto: CATALPA
Dr. Josef Ruppenhofer erläuterte das Projekt ASLAN. Links Projektleiter Prof. Dr. Torsten Zesch und Beiratsmitglied Prof. Dr. Detmar Meurers, rechts Projektmitarbeiterin Yuning Ding (IPN).

ASLAN, kurz für Assisted Scoring of Learner Answers through Normalization

Das DFG-geförderte Projekt hat das Ziel, die Korrektur von Prüfungstexten zu vereinfachen. Dafür werden die Antworten von Lernenden computerliguistisch normalisiert. Das soll die Bewertung beschleunigen und erleichtern.

MoLA, kurz für Moodle Learning Analytics Workbench

MoLA ist ein auf Markdown basierendes Handbuch zum Thema Learning Analytics, das eine Vielzahl von Indikatoren auf der Grundlage von Moodle-Daten und fundierten Learning-Analytics-Forschungsergebnissen vorstellt.

Tutoring Lab für Flexible Lernumgebungen und effektive Tutoring-Strategien

Das Team untersucht, wie sich Aufwand für die Bereitstellung digitaler Lernumgebungen reduzieren lässt und wie sich mit Multi-Agenten-Systemen effektive und effiziente Tutoring-Umgebungen schaffen lassen.

Co-Writing Lab – skalierbare kollaborative Schreibumgebung für große Kohorten

Ziel ist es unter anderem, gemeinsame Schreibprozesse zu unterstützen – sowohl technisch durch die Bereitstellung unterschiedlicher Audio-und Video-Tools, als auch pädagogisch durch einen speziellen Conversational Agent.

Tamara van Gog Foto: Privat

Man sieht ein großes Engagement für CATALPA als Ganzes, auch bei den jüngeren Forschenden.

Beiratsmitglied Prof. Dr. Tamara van Gog

Gelungener Wechsel an der CATALPA-Spitze

Marcus Specht vor einer PräsentationFoto: CATALPA
Marcus Specht ist seit Anfang des Jahres Wissenschaftlicher Direktor des Forschungszentrums.

Der Einblick in den Forschungsalltag kam bei Beirat gut an. „Man sieht ein großes Engagement für CATALPA als Ganzes, auch bei den jüngeren Forschenden", betonte Tamara van Gog. Auch die Transition in der Wissenschaftlichen Direktion vom Gründungsdirektor Prof. Dr. Dr. Friedrich W. Hesse hin zu Marcus Specht sei sehr gut gelungen.

Nun gelte es, die gemeinsame Vision für CATALPA noch stärker zu schärfen, um das Potenzial des Forschungszentrums optimal ausschöpfen zu können.

Christina Lüdeke | 21.06.2026