Top qualifiziert für den internationalen Arbeitsmarkt

Das Doppelabschlussprogramm der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der FernUniversität hat zwei ungarischen Studierenden Unternehmens-Praktika in Deutschland ermöglicht.


Gruppenfoto: drei Männer und eine Frau, draußen, lächeln in die Kamera Foto: FernUniversität
Zsófia Tóth und Zoltán Csengö (2. u. 3. v.li.) freuen sich mit Prof. Volker Arnold (re.) sowie Dietmar Lutzny über den gelungenen Austausch zwischen Ungarn und Deutschland.

In einer Wirtschaftswelt, die sich zusehends vernetzt und internationalisiert, sind Sprachkenntnisse ein entscheidender Faktor. Zoltán Csengö aus Pècs muss sich darum keine Sorgen machen: Der 22-jährige Student spricht außer Ungarisch auch Deutsch, Englisch und Niederländisch. Die fachliche Kompetenz für das Geschäftsleben gewinnt er aus dem gemeinsamen Doppelabschlussprogramm der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der FernUniversität in Hagen und der Universität Pècs. Im Sommer 2017 stellte er seine Fähigkeiten während eines Praktikums bei der Essener Unternehmensgruppe FAKT AG unter Beweis. Ein Jahr später tat es ihm seine Kommilitonin Zsófia Tóth (23) gleich: Die ehrgeizige Ungarin entschied sich ebenfalls für das Doppelabschlussprogramm und absolvierte im Juli ein Praktikum bei dem Unternehmen. Dabei profitierte auch sie von ihrem fließenden Deutsch. Die beiden Fernstudierenden berichteten bei einem Treffen an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft von ihren Erfahrungen.

Zsófia Tóth ist mit ihrem Praktikum und der zweifachen Studienwahl sehr zufrieden: „Weil ich schon vor dem Studium Deutsch gesprochen habe, wollte ich den Doppelabschluss auf jeden Fall machen! Im Lebenslauf sieht ein deutscher Bachelor natürlich sehr gut aus.“ Ihre Aufgabe im Praktikum bestand darin, Standorte für spezielle Gewächshäuser in Ungarn zu finden.

Freundesgesellschaft unterstützt Doppelabschlüsse

Seit den 1990ern bietet die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft Doppelabschlussprogramme in Kooperation mit osteuropäischen Universitäten an. Zurzeit können sich Studierende an drei ungarischen Hochschulen (Pècs, Szeged und Budapest) und einer russischen (St. Petersburg) parallel zu ihrem Präsenzstudium an der FernUniversität einschreiben. Bereits über 150 Studierende nahmen schon an den Programmen teil. Zusätzlich nutzten mehr als 40 von ihnen die Chance, einmonatige Praktika in der deutschen Wirtschaft zu absolvieren, für die sich die Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e.V. engagiert.

Auch aus Sicht von Zoltán Csengö ist das zusätzliche Fernstudium genau das Richtige, um sich für den internationalen Arbeitsmarkt fit zu machen – nicht zuletzt, was die Sprachkompetenz angeht: „Durch das Doppelabschlussprogramm kann ich meine Deutschkenntnisse auf einem guten Niveau halten und mich auch fachsprachlich weiterentwickeln.“ Für den polyglotten Studenten aus Pècs hat die FAKT AG auch nach seiner Praktikumszeit Verwendung. Sie kommt weiterhin auf ihn als Experten für den Auslandshandel mit Agrarprodukten zurück.

Brücke zwischen Theorie und Praxis

„In den Praktika kamen all die Methoden und Theorien zur Anwendung, die wir an der FernUniversität und in Pècs lehren“, freute sich Dr. Jens Wehrmann, der die Doppelabschlüsse als Leiter des Zentralbereichs Wirtschaftswissenschaft mitbetreut. Auch Emeritus Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Arnold ist glücklich über die gut gedeihende internationale Zusammenarbeit. Der Brückenschlag zwischen Ungarn und der Bundesrepublik ist ihm eine Herzensangelegenheit. Er hatte die Kooperation mit Osteuropa maßgeblich mitangestoßen.

Zum Treffen kam auch Dietmar Lutzny. Seit Jahren greift er auf seine zahlreichen Kontakte in der Region zurück, um den Studierenden von der Stellenauswahl und der Wohnungssuche bis hin zum kulturellen Rahmenprogramm zu helfen.

Benedikt Reuse | 03.08.2018