„Junge Kunst“ in der Bibliothek der FernUniversität

Junge Künstlerinnen und Künstler aus der Region um Hagen stellen vom 25. Mai bis 8. Juni in der UB aus. Die Werke sind Teil eines künstlerischen Wettbewerbs.


Eindrücke aus einem Workshop in Smolensk in 2017: Junge Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und Russland arbeiten gemeinsam an der Staatlichen Universität. Foto: Hans-Werner Engel
Eindruck aus einem Workshop in Smolensk im Jahr 2017: Junge Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und Russland arbeiten gemeinsam an der Staatlichen Universität.

Kultur verbindet Nationen: Zwischen Hagen und dem russischen Smolensk besteht seit 1985 eine Städtepartnerschaft, die auch durch ehrenamtliches Engagement im Bereich Kunst lebt.

Der Verein Freundeskreis Hagen-Smolensk organisiert regelmäßig den Wettbewerb „Junge Kunst“, der parallel in Hagen und Smolensk für Menschen zwischen 18 und 26 Jahren in den jeweiligen Regionen läuft. Aus den eingereichten Bewerbungen werden in Hagen und Smolensk Ausstellungen bestückt, die an wechselnden Orten gezeigt werden.

Breites künstlerisches Spektrum

In diesem Jahr sind die Werke junger Künstlerinnen und Künstler aus der Umgebung in der Bibliothek der FernUniversität in Hagen vom 25. Mai bis 8. Juni zu sehen. Eine Jury trifft derzeit eine Auswahl aus den Bewerbungen – nur zehn der abgegebenen Bewerbungen gehen in den eigentlichen Wettbewerb ein. „Wir geben bei unserem Wettbewerb kein Thema vor“, erklärt Hans-Werner Engel, Vorsitzender des Freundeskreises, das Konzept. „Wir möchten junge Menschen nicht in ihrer Kreativität einschränken.“

Fest steht so viel: Es werden 40 bis 50 Werke aus einem breiten künstlerischen Spektrum gezeigt. Flankiert wird die Kunstschau der Jungen mit Arbeiten renommierter Künstlerinnen und Künstler aus Hagen.

Vier Preise

Am Ende der Ausstellung werden vier Preise vergeben: ein Preis der Hagener Jury, ein Preis der Smolensker Jury, ein Preis der FernUniversität und ein Publikumspreis. Entscheidend ist dabei allein der persönliche Geschmack eines jeden Jurymitglieds. Auf der Website des Vereins sind alle eingereichten Arbeiten der Ausstellungsteilnehmenden zu sehen. Über ein demnächst geöffnetes Tool kann dort ein Votum zum Publikumspreis abgegeben werden.

Zur Ausstellung

Wann: Eröffnung am 25. Mai um 16 Uhr; sonstige Öffnungszeiten: Mo. bis Do. von 9 bis 19 Uhr, Fr. bis 16 Uhr, Sa. bis 13 Uhr; Preisverleihung am 8. Juni um 16 Uhr

Wo: Universitätsbibliothek (Gebäude 6), Universitätsstraße 23, 58097 Hagen

Wie: Gesang zur Eröffnung durch das Hagener A-capella-Ensemble J.E.S.; Klavier und Gesang zur Preisverleihung durch Martin Brödemann und Dario Wehberg

Spannend bleibt es also bis zum letzten Ausstellungstag. Erst am 8. Juni um 16 Uhr werden die vier Preisträgerinnen und -träger bekannt gegeben. Überreicht werden die Preise – je eine Skulptur des Hagener Künstlers Uwe Will – von jeweils zwei Personen, die mit diesem Wettbewerb verbunden sind. Unter anderem werden auch Smolensker Gäste anreisen.

Aufenthalt in Smolensk

Die vier Ausgezeichneten reisen im nächsten Jahr nach Smolensk und hospitieren an der Kunstfakultät der Staatlichen Universität. Dort haben sie die Möglichkeit, mit renommierten russischen Künstlerinnen und Künstlern zu arbeiten. Außerdem gibt es eine gemeinsame Ausstellung mit den Smolensker Preisträgerinnen und -trägern. Während des Aufenthalts lernen sie die russische Kultur ebenso kennen wie das Leben vor Ort, denn die jungen Leute sind in Gastfamilien untergebracht.

Anja Wetter | 03.05.2018