Vorträge und Veröffentlichungen

+++ Forschungsticker +++ In regelmäßigen Abständen werfen wir Schlaglichter auf FernUni-Forschungsaktivitäten.


Unser Forschungsticker macht FernUni-Forschung sichtbar. Auf welchen Konferenzen sprechen unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler? Welche neuen Bücher haben sie publiziert? Welche Auszeichnungen haben sie erhalten? Und in welchen Lehrgebieten ist Forschungsbesuch zu Gast? Reichen auch Sie uns Neuigkeiten aus Ihrem Lehrgebiet ein – bitte per E-Mail an presse@fernuni-hagen.de.

Vorträge


Vortrag in Wien

Foto: FernUniversität
Prof. Dr. Thomas S. Hoffmann

Prof. Dr. Thomas S. Hoffmann (Lehrgebiet Philosophie II) hält am 4. Mai auf Einladung des Instituts für Philosophie der Universität Wien einen öffentlichen Vortrag zum Thema „Was heißt: Wiedergewinnung des Realismus? Überlegungen zum Universalienproblem im Anschluss an Franz Ungler". Die Veranstaltung findet um 18.30 Uhr im Hörsaal 3B des Instituts für Philosophie der Universität Wien statt. Der Vortrag ist eingebettet in eine Präsentation der von Max Gottschlich und Prof. Hoffmann betreuten Ausgabe der Habilitationsschrift des Wiener Philosophen Franz Ungler (1945-2003) „Individuum und Individuelles in Hegels 'Wissenschaft der Logik'".

Vorträge in Finnland und Italien

Portrait eines Mannes Foto: FernUniversität
Prof. Dr. Helmut Wagner

Prof. Dr. Helmut Wagner (Lehrstuhl für VWL, insb. Makroökonomik) hielt die Keynote Speech auf einer Konferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) in Helsinki (Finnland) Ende März.

Im Mai wird er auf Einladung Seminare und Kooperationsgespräche an Universitäten in Italien (in Perugia und Rom) abhalten.

Veröffentlichungen


Pädagogische Berufsarbeit und soziale Anerkennung

Portrait einer Frau Foto: FernUniversität
Prof. Dr. Julia Schütz

Prof. Dr. Julia Schütz (Lehrgebiet Empirische Bildungsforschung) hat Ergebnisse komparativer Berufsgruppenforschung in ihrem neuen Buch „Pädagogische Berufsarbeit und soziale Anerkennung" veröffentlicht. Welche Anerkennung erfahren pädagogische Berufsgruppen für ihre Arbeit und von wem? An der Schnittstelle zwischen Theorie, Empirie und pädagogischer Praxis liefert die Studie Beschreibungen und Analyse zur sozialen Anerkennung pädagogischer Berufsgruppen.

Das Buch und die dahinter stehende Studie stehen im unmittelbaren Zusammenhang zur Gründung des Zentrums für pädagogische Berufsgruppenforschung, auf das bereits im Vorwort des Buches hingewiesen wird.

Zufriedenheit mit der Demokratie

Foto: FernUniversität
Dr. Markus Tausendpfund

Dr. Markus Tausendpfund (Arbeitsstelle Quantitative Methoden) untersucht auf Grundlage der Daten des Politbarometers erstens die Entwicklung der Zufriedenheit mit der Demokratie in Deutschland von 1977 bis 2016 und analysiert zweitens wichtige (individuelle) Bestimmungsfaktoren der Demokratiezufriedenheit. Dabei deuten die Befunde entgegen der Krisendiagnosen um „Politikverdrossenheit“ und „Vertrauensverlust“ eindeutig eher auf eine zufriedene als auf eine zerrüttete Beziehung der Bürgerinnen und Bürger mit der Demokratie hin.

Tausendpfund, Markus. 2018. Zufriedenheit mit der Demokratie. Ein Blick auf die Einstellungen der wahlberechtigten Bevölkerung von 1977 bis 2016. Informationsdienst Soziale Indikatoren (ISI) 60: 29-35.

Geschlechtsspezifische Unterschiede im politischen Wissen

Dr. Toni Ihme (Dezernat 1.3) und Dr. Markus Tausendpfund (Arbeitsstelle Quantitative Methoden) testen im Beitrag „Gender Differences in Political Knowledge: Bringing Situation Back In“ Markus Tausendpfund einen alternativen Ansatz zur Erklärung geschlechtsspezifischer Unterschiede im politischen Wissen. Auf Basis einer Online-Befragung (N = 603) und eines Online-Experiments (N = 377) mit Studierenden der FernUniversität in Hagen können die Autoren erstens die Existenz eines Stereotyps belegen, welches Frauen ein geringeres politisches Wissen zuschreibt als Männern, und zweitens den Einfluss des Stereotyps auf die Leistungsfähigkeit bei einem politischen Wissenstest nachweisen.

Ihme, Toni Alexander, und Markus Tausendpfund. 2018. Gender Differences in Political Knowledge: Bringing Situation Back In. Journal of Experimental Political Science 5 (1): 39-55.

Sammelband mit Beiträgen von Fichte-Experten

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Prof. Thomas S. Hoffmann

Prof. Dr. Thomas S. Hoffmann (Lehrgebiet Philosophie II) hat einen Sammelband mit Beiträgen von Fichte-Experten aus fünf Ländern herausgegeben, die sich zu einer Fachtagung im Berliner Studienzentrum der FernUniversität getroffen und über einen der kontroversesten Texte der Wirtschaftsphilosophie ausgetauscht hatten. In seinem Werk aus dem Jahre 1800 schlägt der Philosoph politische Maßnahmen gegen das, was er „die Anarchie des Handels" nennt, vor, die bis zum kompletten Verzicht auf den Außenhandel gehen. Fichte will auf diesem Wege nicht nur den Kolonialismus und die Ausbeutung fremder Weltgegenden verhindern, sondern vor allem einer Erosion des Rechtsstaats wehren, die er als unausweichlich ansieht, wenn der Ökonomie freie Hand gelassen wird. Obwohl sein Entwurf meist als „illiberal" eingestuft wird, hält Fichte selbst ihn für freiheitsfördernd. Die Autoren des Bandes arbeiten heraus, was dabei Fichtes Denkvoraussetzungen sind und was sein Ansatz möglicherweise noch immer zu sagen hat.

Thomas Sören Hoffmann (Hrsg.): Fichtes Geschlossener Handelsstaat. Beiträge zur Erschließung eines Anti-Klassikers, Berlin: Duncker&Humblot 2018 (Begriff und Konkretion Bd. 7).

Carolin Annemüller | 04.05.2018