Von Bautzen nach Hagen: Gemeinsam neue Perspektiven entwickeln
Eine Delegation aus Bautzen hat die FernUniversität in Hagen besucht. Im Mittelpunkt standen der Austausch über gemeinsame Themen und die weitere Ausgestaltung der Partnerschaft.
Foto: FernUniversität
Die im Sommer geschlossene Kooperation zwischen der FernUniversität und der Stadt Bautzen nimmt weiter Gestalt an. Zur Bautzener Delegation gehörten Oberbürgermeister Karsten Vogt, Mike Peter, Leiter der Stabsstelle Stadtentwicklung und Prof. Dr. Katharina Bühn, Direktorin der Dualen Hochschule Sachsen am Standort Bautzen. Im Immersive Collaboration Hub stellte Rektor Prof. Stefan Stürmer die FernUniversität ausführlich vor, gab Einblicke in ihre digitale Lehr- und Lernwelt, ihre strategische Ausrichtung und ihre Rolle als Netzwerkuni.
Bildung, Stadtentwicklung und regionaler Wandel
Daran knüpfte sich ein lebendiger Austausch darüber, welche Gemeinsamkeiten zwischen Regionen bestehen und wo Anknüpfungspunkte für die weitere strategische Zusammenarbeit zwischen den Institutionen liegen. Es ging um den Beitrag digitaler Hochschulbildung zur Fachkräftesicherung, lebenslanges Lernen, den Wissenstransfer und die Strahlkraft von Hochschulen in Strukturwandelregionen. „Wir haben den Anspruch, mit unseren Bildungs- und Beratungsangeboten vor Ort wirksam zu sein“, sagte Stürmer.
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Oberbürgermeister Vogt hob die Bedeutung des Studienmodells für die Region hervor: „Das Modell der FernUniversität ist für die Oberlausitz besonders interessant. Es ermöglicht ein Studium, ohne die Heimatregion verlassen zu müssen. So können wir jungen Menschen neue Perspektiven eröffnen und dazu beitragen, Fachkräfte in der Region zu halten.”
Genau darauf zielt die im Sommer vereinbarte Kooperation zwischen der FernUni und der Stadt Bautzen ab: Die auf vier Jahre angelegte Partnerschaft soll die Studienangebote der FernUniversität stärker in der Lausitz verankern und Menschen in der Strukturwandelregion neue Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen. Gesteuert wird die Zusammenarbeit vom Campus Leipzig.
Die Duale Hochschule Sachsen am Standort Bautzen ist eine wichtige Partnerinnen in der regionalen Wissenschaftslandschaft. Beide verstehen die Präsenz der FernUniversität in Bautzen als Ergänzung der bestehenden Bildungs- und Forschungsangebote.
Einblicke in den digitalen Campus
Wie digitale Lehre, Zusammenarbeit und Begegnung an einer Fernuniversität gestaltet werden können, erfuhren die Gäste bei einem Rundgang mit Hub-Manager Kevin Beck durch den Hub und seine verschiedenen Stationen.
Bei einer anschließenden Führung über den Campus vermittelte Christian Kurrat der Delegation weitere Einblicke in die Geschichte, Architektur und Entwicklung der FernUniversität.
Konkrete Ideen für die weitere Zusammenarbeit
Beim Kaminabend in der Villa Bechem tauschten sich die Gäste mit Ralf Quardt, Erstem Bürgermeister der Stadt Hagen, und Martina Soddemann, Erster Beigeordneter der Stadt Hagen, über gemeinsame Herausforderungen und mögliche Anknüpfungspunkte aus. Dabei kamen auch Ideen für Projekte mit der Community Psychology auf. Beide Städte wollen zudem die Beteiligung junger Menschen stärken: Oberbürgermeister Karsten Vogt möchte nach dem Vorbild der JugendUni ein eigenes Format für Bautzen etablieren.
Wie sich diese und weitere Vorhaben umsetzen lassen, wollen die Beteiligten bei einer Videokonferenz im November oder Dezember besprechen und ihre Jahresplanung für 2027 abstimmen. Für das kommende Jahr ist bereits ein Gegenbesuch in Bautzen vereinbart, an dem auch Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Hagen teilnehmen sollen. Weitere Kontakte zur Stadt knüpfte die Bautzener Delegation in einem Gespräch mit der Hagener Wirtschaftsförderung.
Der Besuch hat gezeigt, dass der persönliche Austausch eine vertrauensvolle Grundlage schafft, um die Partnerschaft mit konkreten Vorhaben weiterzuentwickeln – zwischen den Unis wie zwischen den Städten.
Kooperation mit der Stadt Bautzen
- Kooperationsvereinbarung für vier Jahre im Juli 2026 unterzeichnet; Steuerung durch den Campus Leipzig
- Geplante Angebote: wissenschaftliche Vorträge, Informationsveranstaltungen, persönliche Studienberatung, digitale Informationen über das „Science Window“
- Ziele: flexible akademische Bildung in der Lausitz verankern, neue berufliche Perspektiven eröffnen, Fachkräfte in der Region halten, Wissenschaft, Kommune, Wirtschaft und Gesellschaft vernetzen
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