Armin Heydari

Spaß an Paragrafen und Wissenschaft

Ein junger Mann sitzt mit einem Laptop auf dem Schoß auf einem Sofa. Foto: Peter Jäckel
Armin Heydari nutzt die Onlineangebote der FernUni zum Lernen.

Mit 12 war Armin Heydari bereits von juristischen Fragestellungen „fasziniert“. In der damals 7. Klasse musste er sich in der Schule mit einer Fallbearbeitung beschäftigen und fing Feuer. Zum Wintersemester 2013/2014 schrieb sich der Jugendliche aus dem baden-württembergischen Waiblingen als Akademiestudierender an der FernUniversität in Hagen für Rechtswissenschaften ein. „Aus Spaß, aus Interesse“, wie er lachend am Telefon erzählt. Inzwischen lautet sein Status: Jungstudierender im Bachelorstudiengang. Er hat alle Module bestanden und sitzt an seiner Abschlussarbeit.

Begeisterung für Methodik und Theorie

„Jura ist überhaupt nicht trocken. Das ist ein Gerücht“, urteilt Heydari (17) kategorisch. Logisch argumentieren, konstruieren, abstrahieren – „Die besondere Methodik und Theorie waren für mich neu und ganz anders als alles, was ich bis dahin gelernt hatte. Das hat mich begeistert.“ Den besonderen sprachlichen Gutachtenstil in den Rechtswissenschaften fand er gleich eingängig. Wenig verwunderlich, dass Armin Heydari aus dem einstigen Spaß den Ernst seines Lebens gestalten will.

Bei Faszination bleibt es hoffentlich, wenn Heydari nach dem Abitur in diesem Jahr auch seine Bachelorurkunde der FernUniversität in den Händen halten kann. Daran möchte er ein Jurastudium mit Staatsexamensabschluss anschließen, um später wahrscheinlich als Rechtsanwalt zu praktizieren. Welche Fachrichtung? „Spezialisiert bin ich noch nicht, da habe ich mich noch nicht entschieden“, antwortet er.

Seine Bachelorarbeit schreibt Heydari bei Prof. Dr. Andreas Bergmann (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Privatrechtsgeschichte sowie Handels- und Gesellschaftsrecht) über „Die vom Beauftragten geschuldete Sorgfalt und das Utilitätsprinzip“ – an der Schnittstelle zwischen Recht und Philosophie. „Die wirtschaftswissenschaftlichen Module im ReWi-Studium an der FernUni fand ich auch spannend“, unterstricht Heydari den fächerübergreifenden Charakter der Rechtswissenschaften in Hagen.

Ein junger Mann sitzt mit einem Laptop auf dem Schoß auf einem Sofa. Foto: Peter Jäckel
Auch für Hobbys bleibt noch Zeit.

Musik ist eine gute Ergänzung zur Wissenschaft.

Musik und Sport zum Ausgleich

Als sich Armin Heydari für Rechtswissenschaften an der FernUni interessierte, war das zwar außerordentlich, aber nicht gänzlich ungewöhnlich. Heydari besucht die Jahrgangstufe 2 (12. Klasse) am Königin-Katharina-Stift in Stuttgart, das von Klasse 5 bis 10 einen Hochbegabtenzug anbietet. „In anderen Fächern haben auch andere Einführungsvorlesungen oder Ähnliches besucht. Dass daraus dann ein ganzes Studium wurde, war allerdings doch nicht mehr gewöhnlich.“

Zu studieren fällt Heydari leicht. Deshalb hat er neben Schule und Studium noch Zeit für Musik und Sport – Tennis und Tanzen. Heydari spielt Cello. „Musik ist eine gute Ergänzung zur Wissenschaft, da das eine so rationales Streben nach Erkenntnis, das andere mit ausgeprägterer emotionaler Komponente ist.“

Lerntempo selbst reguliert

Ob er feste Lernzeiten fürs Studium zwischen Tonleitern und Schule eingeplant hatte? „Ich habe mich vor allem vor den Klausuren mit den Inhalten befasst“, erzählt Heydari. Die Schule stellte ihn für die Klausurtage frei, an denen er entweder nach Tübingen oder ins Regionalzentrum nach Karlsruhe fuhr. „Das Lerntempo konnte ich damit selbst bestimmen, da es ohnehin für mich war.“ Druck verspürte er dabei nie. „Es ist ja ein Hobby.“

Im Gegenteil: Sein Fernstudium hat ihn offensichtlich auf den Geschmack gebracht. „Auch Philosophie finde ich sehr interessant und könnte es mir auch später gut als Studienfach vorstellen, statt bei nur einem Fach zu bleiben.“ Zu Rechtswissenschaften passt es auf jeden Fall.

Stand: Juni 2018