Neuigkeiten aus der FernUni
Montag, 7. Mai 2025: Wie KI Prüfungen verändert, warum Emotionen Forschung bewegen und welche Projekte die Nachhaltigkeit stärken – das und mehr kompakt zum Lesen oder Anhören.
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Wie verändert Künstliche Intelligenz unser Verständnis von Prüfungen und wissenschaftlicher Leistung? Beim Symposium „Prüfen trotz und mit KI“ an der FernUniversität drehte sich alles um diese Frage. Dr. Angela Schröder vom Schreibzentrum betont: Statt KI als reines Betrugsinstrument zu verteufeln, gehe es darum, sie in einem wissenschaftlich verantwortlichen Rahmen produktiv einzusetzen. Gerade Universitäten hätten den Auftrag, Studierenden wie auch Forschenden den reflektierten Umgang mit den neuen Werkzeugen zu vermitteln. Andreas Giesbert, Fachmediendidaktiker an der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, verweist zugleich auf notwendige Grenzen: In bestimmten Lehrformaten müsse der Einsatz von KI weiterhin gezielt eingeschränkt werden – etwa durch digitales Proctoring bei Online-Klausuren. Die Diskussion zeigte: Prüfungen der Zukunft könnten verstärkt projektorientiert, multimedial oder sogar mit aktiver KI-Nutzung gestaltet sein – entscheidend sei, dass sie die tatsächliche Erkenntnisleistung sichtbar machen. In diesem Sinne steht die Prüfungskultur an vielen Stellen vor einem Wandel – und dieser Wandel ist keineswegs nur technischer Natur, sondern berührt tiefgreifend das Verständnis von Bildung selbst.
Einen anderen, aber nicht weniger wichtigen Blick auf gesellschaftliche Veränderung wirft die Forschung von Prof. Dr. Helen Landmann. Die Psychologin, die kürzlich an der FernUniversität ihre Habilitation abschloss, erforscht, wie Emotionen unser Zusammenleben und unseren Umgang mit Krisen prägen. Ob Klimakrise, Pandemie oder Migration – Landmann zeigt: Emotionen sind kein Störfaktor, sondern ein Signal für Werte, Bedürfnisse und Möglichkeiten zum Handeln. In ihren Studien untersuchte sie unter anderem, welche Rolle Mitgefühl, Angst oder Solidarität in Protestbewegungen oder im Umgang mit Geflüchteten spielen. Ihre Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig es ist, gesellschaftliche Herausforderungen nicht nur rational, sondern auch emotional zu verstehen – allerdings ohne in reine Gefühlspolitik abzurutschen. Für Landmann bleibt Bildung der zentrale Hebel: Sie sieht in der Aufklärung den wirksamsten Weg, Empathie zu fördern und stereotype Vorstellungen zu hinterfragen – etwa über Nachhaltigkeit oder soziales Verhalten. Ihre Forschung bringt damit wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in den gesellschaftlichen Diskurs ein.
Auch im Forschungsschwerpunkt Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit der FernUniversität stehen gesellschaftliche Fragen im Mittelpunkt. In einem aktuellen Dossier wird deutlich, wie interdisziplinär und zukunftsorientiert hier gearbeitet wird – passend zum bundesweiten Wissenschaftsjahr „Zukunftsenergie“. Die Forschenden beleuchten dabei unter anderem, wie nachhaltige Lebensweisen gefördert, der Wandel der Energienutzung begleitet und umweltpsychologische Aspekte mitgedacht werden können. Das Besondere: Auch Studierende bringen sich aktiv in die Forschung ein – mit eigenen Perspektiven und Projekten. So entsteht ein dynamischer Austausch, der weit über die Universität hinausreicht und wichtige Impulse für den gesellschaftlichen Wandel setzt.
Die Termine der nächsten Tage
Am 7. Mai tagt der Senat der FernUniversität bereits ab 10:00 Uhr im Senatssaal. Die Sitzung beginnt früher als üblich, da sich am Mittag die Hochschulwahlversammlung anschließt. Am 21. Mai lädt die Fakultät für Psychologie ab 17:00 Uhr zum Forschungstag ein. An diesem Abend stehen gleich mehrere Antrittsvorlesungen und ein wissenschaftlicher Austausch auf dem Programm. Am 22. Mai hält Prof. Sebastian Riedel um 16:00 Uhr seine Antrittsvorlesung in der Ellipse. Thema ist die stochastische Analysis und die sogenannte „rough paths“-Theorie.
Wir wünschen Ihnen einen guten Start in die Arbeitswoche!
Carolin Annemüller
im Namen der FernUni-Pressestelle
Fort- und Weiterbildung
6. Mai: Barrierefreies Prüfen
7. Mai: Vorsorgevollmacht - Wer klug ist, sorgt vor
22. Mai: Vereinbarkeit Pflege und Beruf – Wenn Angehörige Hilfe oder Pflege benötigen
11. Juni: Pflegen und Sorgen
Fortbildung auf einen Blick: Angebote der FernUniversität in Hagen
Nicht das passende Seminar gefunden? Schauen Sie gern unter: Programm der HÜF, Veranstaltungsreihe „M365 im Fokus“ oder LinkedIn Learning.
* Die Audioversion dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erzeugt. Wir entwickeln dieses Angebot stetig weiter und freuen uns über Ihr Feedback an presse.