20 Jahre Inforaum Hagen

Mit der Show der Physikanten gibt’s Wissenschaft mit Augenzwinkern zum Jubiläum des Inforaums Hagen. 1998 hatten die Bibliotheken der FernUniversität und Fachhochschule Südwestfalen sowie die Stadtbücherei Hagen alle Bücher und Medien in einem Katalog zusammengefasst. Karin Michalke, Direktorin der Universitätsbibliothek, schaut zurück und nach vorn.


Foto: Mark Wohlrab
Mit Live-Experimenten und einer rasanten Wissenschaftsshow treten die Physikanten aus Witten auf dem Campus der FernUniversität auf.

Mit der Show der Physikanten gibt’s Wissenschaft mit Augenzwinkern zum 20-jährigen Bestehen des Inforaums Hagen. 1998 hatten die Bibliotheken der FernUniversität und Fachhochschule Südwestfalen sowie die Stadtbücherei Hagen alle Bücher und Medien in einem Katalog zusammengefasst – heute sind dies mehr als eine Million Medien. Karin Michalke, Direktorin der Universitätsbibliothek, schaut anlässlich des Jubiläums zurück und nach vorn.

Warum lohnt sich Besuch der Jubiläumsveranstaltung am 24. Oktober?

Karin Michalke: Mit unserer Zusammenarbeit im Inforaum Hagen fördern wir Wissen in der Region. Und vor allem geben wir die Freude am Wissen weiter. Am Tag der Bibliotheken präsentieren wir mit dem Programm der Physikanten Wissenschaft mit Augenzwinkern. Eine tolle Show, die zeigt: Wissen macht Spaß.

Interessierte sollten sich also den Auftritt der Physikanten vormerken. Wie profitieren Studierende und Beschäftigte der FernUniversität im Alltag vom Inforaum Hagen?

Der große Vorteil ist, dass unsere Studierenden und Beschäftigten durch die Kooperation nicht nur auf den Bestand der Universitätsbibliothek zugreifen können. Insgesamt stehen mehr als eine Million Medien bereit. Über die Stadtleihe sind auch Materialien der Fachhochschule und der Stadtbücherei erhältlich, die wir vor Ort nicht haben. Das heißt, für unsere Studierenden und Beschäftigten ist unter anderem ein größerer Bestand an Universalliteratur verfügbar, etwa Belletristik und Reiseliteratur. Und das wird gut genutzt.

Wer mag, kann sich also auch den neuen Bestseller der Lieblingsautorin oder den Reiseführer für den nächsten Urlaub auf den Campus schicken lassen?

Unser Kerngeschäft bleibt die Wissenschaft. Aber grundsätzlich geht das natürlich. Und nach dem Lesen bzw. dem Urlaub ist auch die Rückgabe der Medien bei uns auf dem Campus möglich. Denn mit der Stadtleihe können alle Bücher im Inforaum in die Basisbibliothek der Nutzenden herübergeschickt und ausgeliehen werden. Es gibt daher einen regen Transfer zwischen der UB, der FH und der Stadtbücherei mit einem eigenen Kurierfahrer.

Jubiläum 20 Jahre Inforaum Hagen

Was? Festakt und Wissenschaftsshow „Die Physikanten“. Mit spektakulären Live-Experimenten und ihrer rasanten Wissenschaftsshow haben die Physikanten bereits mehr als 750.000 Zuschauer begeistert. Das Team hat seinen Background in Naturwissenschaft, Schauspiel und Moderation.

Wann und wo? Mittwoch, 24. Oktober, 18 bis 20 Uhr, Seminargebäude, Räume 1 und 2, Universitätsstraße 33, Eintritt frei.

Der Inforaum ist aber noch viel mehr als ein Bibliothekskatalog. Welche Schwerpunkte haben sich in den vergangenen Jahrzehnten bewährt?

Unsere Kooperation ist einzigartig in dieser gelebten Form. Weil wir uns gut ergänzen und gemeinsam Lösungen finden in der Literaturversorgung. Mit Seminaren und Schulungen, mit Lesungen und Infotagen fördern wir Lese- und Informationskompetenz in der Region Hagen. Gemeinsam nehmen wir zum Beispiel Schulen in den Fokus. Fachhochschule und FernUniversität teilen sich die Sekundarstufe II auf. In Infoveranstaltungen führen wir Schülerinnen und Schülern mit Blick auf die Facharbeit an das wissenschaftliche Arbeiten heran. Das wird rege genutzt. Bewährt haben sich auch Fortbildungen für die Beschäftigten der Bibliotheken und der Austausch, wie in den unterschiedlichen Sparten der Bibliotheken gearbeitet wird.

Was bringt die Zukunft für den Inforaum Hagen?

Wir überlegen gemeinsam, wie wir die Digitalisierung beherrschbar machen. Dazu gehört, dass wir unsere Angebote so aufbereiten, dass alle Nutzenden ohne Hindernisse an Inhalte kommen. Diese müssen zudem mit allen Endgeräten abrufbar sein. Ich gehe aber fest davon aus, dass es in 20 Jahren weiterhin Bücher geben wird. In elektronischer und in gedruckter Form. Der Mensch ist ein haptisches Wesen. Daher wird gerade bei langen Texten die gedruckte Form ihren Platz auch im Zuge der Digitalisierung behaupten.

Carolin Annemüller | 05.10.2018