Lebenslanges Lernen in der zweiten Lebenshälfte

Privatdozentin Dr. Renate Schramek hat die venia legendi für das Fach Bildungswissenschaft erhalten. Sie bleibt der FernUniversität auch nach ihrer Habilitation verbunden.


Foto: FernUniversität
Dekan Prof. Dr. Jürgen G. Nagel (r.) und Prof. Dr. Uwe Elsholz (Lehrgebiet Lebenslanges Lernen) gratulieren PD Dr. Renate Schramek zur Habilitation.

Privatdozentin Dr. Renate Schramek bleibt der FernUniversität in Hagen auch nach ihrer Habilitation an der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaft verbunden. Mit ihrer Forschung zur Geragogik (Altersbildung) bringt sich die Bildungswissenschaftlerin in die interdisziplinäre Gruppe von Forschenden aus Informatik, Psychologie und Bildungswissenschaft ein, die IT-Unterstützung für ältere Menschen im Alltag entwickelt. „Die interdisziplinäre Arbeit an der FernUniversität bereitet mir viel Freude“, sagt Renate Schramek. „Darin liegt die Zukunft der Forschung.“

Ihre eigene Forschung wird zukünftig ohnehin angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft weiter an Bedeutung gewinnen. Lebenslanges Lernen in der zweiten Lebenshälfte in Theorie und Praxis, dazu hat Renate Schramek drei Jahre lang im Zuge ihrer Habilitation geforscht. Vom Fakultätsrat erhielt sie jetzt die venia legendi für das Fach Bildungswissenschaft.

Weiterbildung zur Gestaltung des demografischen Wandels

Wie kann der demografische Wandel durch Lernprozesse gestaltet werden? An diese zentrale Forschungsfrage will Renate Schramek mit dem Aufbau einer wissenschaftlichen Weiterbildung zur Gestaltung des demografischen Wandels anknüpfen. Darüber hinaus hat sie sich in ihrer Habilitation mit Lernformaten für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie für jüngere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren etwa im Bereich der Pflege beschäftigt.

Als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehrgebiet Lebenslanges Lernen von Prof. Dr. Uwe Elsholz erhielt Renate Schramek im Sommer 2015 von der FernUniversität ein Stipendium für Habilitandinnen. Innerhalb von drei Jahren habilitierte sie kumulativ mit zahlreichen Veröffentlichungen. „Das Stipendium hat mir ermöglicht, meiner eigenen Forschung auf höherer Ebene nachzugehen“, blickt sie zurück. „Das Lernen in der zweiten Lebensphase konnte ich aus bildungswissenschaftlicher Sicht in Theorie und Praxis neu betrachten.“

Habilitation in Rekordzeit von nur drei Jahren

Die Habilitation in der Rekordzeit von nur drei Jahren hat ihr nun den Weg geebnet für eine wissenschaftliche Karriere als Professorin. Beschönigen will sie den harten Weg dorthin aber nicht. „Ich habe in jeder freien Zeit gearbeitet und meinen Urlaub geopfert“, blickt sie auf harte Jahre zurück. „Es war ein Spagat zwischen Wissenschaft und Familie.“

Ihr Traum von einer Professur hat sich bereits erfüllt. Zurzeit lehrt und forscht Renate Schramek noch als Vertretungsprofessorin für Gesundheitsdidaktik an der Hochschule für Gesundheit (HSG) in Bochum. Inzwischen hat sie zwei Rufe erhalten, einen an die Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel und einen an die HSG in Bochum. Die Verhandlungen laufen noch.

Carolin Annemüller | 17.10.2018