Vorträge und Veröffentlichungen

+++ Forschungsticker +++ In regelmäßigen Abständen werfen wir Schlaglichter auf FernUni-Forschungsaktivitäten.


Unser Forschungsticker macht FernUni-Forschung sichtbar. Auf welchen Konferenzen sprechen unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler? Welche neuen Bücher haben sie publiziert? Welche Auszeichnungen haben sie erhalten? Und in welchen Lehrgebieten ist Forschungsbesuch zu Gast?

Vorträge


Als Experte an der Universität von Mauritius zu Gast

Portrait eines Mannes Foto: Hardy Welsch
Prof. Dr. Helmut Wagner

Das Rektorat der Universität von Mauritius organisierte anlässlich des Besuchs von Prof. Dr. Helmut Wagner auf Mauritius Ende November einen Informationsaustausch/Workshop. Dort stellte die Delegation der Universität von Mauritius das Entwicklungskonzept der Universität sowie des Landes vor. Prof. Wagner, Inhaber des Lehrstuhls für VWL, insb. Makroökonomie an der FernUniversität, nahm dazu beratend Stellung. Anschließend stellte er seine Forschungsschwerpunkte in einem Vortrag mit Bezug auf Mauritius vor.

Ziel der Veranstaltung war von mauritischer Seite eine zukünftig angedachte Zusammenarbeit zwischen Prof. Wagner und der Universität von Mauritius. Professor Wagner ist dabei als international renommierter Experte für Fragen der Wachstums- und Entwicklungspolitik in Schwellenländern (die heute 70 bis 80 Prozent der Weltbevölkerung umfassen) gefragt. Seine Erfahrungen aufgrund seiner Beratungs- und Forschungstätigkeiten für den Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie mit ostasiatischen Erfolgsländern, die den Aufstieg zu entwickelten Industrieländern geschafft haben, werden dabei geschätzt.

Angeregt wurde diese Veranstaltung – nach Bekanntwerden des Besuchs einer Konferenz von Prof. Wagner in Port Louis - vom mauritischen Botschafter in Deutschland (Berlin), der selbst Makroökonomie-Professor an der Universität von Mauritius war und in die Regierungspolitik des Landes involviert ist.

Mauritius gilt bis heute als Entwicklungswunder Afrikas („Success of Africa“, Mauritian miracle“) mit über die vergangenen Jahrzehnte höchsten Wirtschaftswachstumsraten und gleichzeitig den besten politischen Governancewerten (Regierungsführung, Pressefreiheit, Transparenz, Korruptionsbekämpfung u.a.). Doch nun steht Mauritius vor ähnlichen strukturellen Herausforderungen wie alle anderen erfolgreichen Schwellenländer (so z.B. auch China), die nun den Aufstieg zur kleinen Gruppe der entwickelten Industrieländer anstreben.

Teaching and Learning Conceptual Modeling

Portrait eines Mannes Foto: Hardy Welsch
Prof. Stefan Strecker
Portrait einer Frau Foto: Hardy Welsch
Dr. Kristina Rosenthal

Der 2. Workshop „Teaching and Learning Conceptual Modeling” in Luxemburg vermittelte interessante Einblicke in das Lehren und Erlernen konzeptuellen Modellierens. Gemeinsam mit Prof. Dr. Monique Snoeck und Prof. Dr. Estefania Serral (KU Leuven, Belgien) organisierten Prof. Dr. Stefan Strecker und Dr. Kristina Rosenthal, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Entwicklung von Informationssystemen an der FernUniversität in Hagen, diese zweite Auflage des Workshops. Der Workshop fand Ende November in Verbindung mit der IFIP WG 8.1 Working Conference on the Practice of Enterprise Modelling (PoEM) in Luxemburg statt. Prof. Strecker diskutierte in seinem Vortrag ein multi-modales Forschungsdesign zur Untersuchung individueller Modellierungsprozesse. Dr. Rosenthal präsentierte im Rahmen des Workshops einen systematisierenden Überblick über die Forschung zum Erlernen der konzeptuellen Modellierung unter besonderer Berücksichtigung von Lernparadigmen und stellte Vorschläge für eine zukünftige Forschungsagenda zur Diskussion.

Symposium zur Pilgerforschung in den USA

Portrait eines Mannes Foto: FernUniversität
Dr. Christian Kurrat

An der ältesten Universität der Vereinigten Staaten von Amerika, dem „College of William & Mary“ (W&M) in Williamsburg/Virginia, existiert seit acht Jahren das weltweit erste Institute for Pilgrimage Studies. Dieses hat sich zu einem der führenden US-amerikanischen Zentren für interdisziplinäre Forschung und Lehre zum Thema Pilgern als transformatives Reisen entwickelt. Das Institut bringt auf einem jährlichen Symposium internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker zusammen. Dann werden herausragende Forschungsergebnisse über Disziplingrenzen hinweg verbreitet und pädagogische Konzepte zur Integration von Pilgerforschung in die Lehrpläne von Universitäten entwickelt. Beim Austausch über Best-Practice-Beispiele globaler Bildungsprogramme unternehmen Studierende, Dozentinnen und Dozenten gemeinsam transformative Reisen. Auf dem diesjährigen Symposium Anfang November trug der Hagener Wissenschaftler Dr. Christian Kurrat (Lehrgebiet Empirische Bildungsforschung) die Ergebnisse der deutschen Pilgerforschung vor, die sich seit zehn Jahren an der FernUniversität in Hagen konzentriert. Bereits im vergangenen Jahr war Kurrat zu einem einmonatigen Gastaufenthalt am College of William & Mary und wurde dort für seine Pilgerforschungen mit dem „George Greenia Research Fellowship in Pilgrimage Studies“ ausgezeichnet. Seine Kongressreise wurde durch den DAAD gefördert.

AG Marketing der Gesellschaft für Klassifikation

Portrait eines Mannes Foto: Hardy Welsch
Dr. Carsten D. Schultz

Dr. Carsten D. Schultz, Akademischer Rat am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing (Prof. Dr. Rainer Olbrich), hat Mitte November an der ersten Tagung der AG Marketing teilgenommen. Das Thema der Tagung lautete “Advanced data analysis techniques with marketing applications” und fand unter der Schirmherrschaft der Gesellschaft für Klassifikation statt. Neben den wissenschaftlichen Vorträgen wurde in diesem Rahmen auch die Arbeitsgruppe formal gegründet. Ziel der Gruppe ist der Austausch von Forschung und Praxis zu Problemen der Datenanalyse und Klassifikation im Marketing. Kerninhalt bilden unter anderem Ansätze zur Modellbildung, die Entwicklung fortgeschrittener quantitativer Methoden zur Datenanalyse im Marketingkontext sowie die Anwendung solcher Methoden zur Lösung praktischer Fragestellungen.

Veröffentlichungen


Hegel und das Projekt einer philosophischen Enzyklopädie

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Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann

Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann weist auf eine neue Publikation aus seinem Lehrgebiet hin, die zugleich ein Forschungsergebnis aus dem FILORED-Netzwerk darstellt.

Thomas Sören Hoffmann / Hardy Neumann (Hrsg.): Hegel und das Projekt einer philosophischen Enzyklopädie (Begriff und Konkretion, Band 8), Duncker & Humblot, Berlin, 2019, 386 Seiten, ISBN 978-3-428-15740-2

Der Sammelband vereinigt die deutschsprachigen Beiträge des zweiten deutsch-lateinamerikanischen Hegelkongresses, der, von FILORED organisiert, 2017 in Valparaíso (Chile) stattfand.

Die Beiträge des vorliegenden Bandes wollen im Ausgang primär von der Enzyklopädie von 1817 Anspruch und Sinn des Hegelschen Enzyklopädiegedankens klären. Dem folgen Einzeluntersuchungen zu logischen, natur- und geistphilosophischen Themen, wie sie von Hegel enzyklopädisch aufbereitet worden sind. Ein gewisser Schwerpunkt liegt hierbei auf Hegels Praktischer Philosophie. Den Abschluss bildet ein Beitrag aus erster Hand zur Entstehung der kritischen Ausgabe von Hegels Werken.

Symbiotische Beziehung zwischen Terroranschlägen und Medien

Portrait eines Mannes Foto: FernUniversität
Dr. Hendrik Sonnabend

Dr. Hendrik Sonnabend, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik hat im Journal "Empirical Economics" zusammen mit Youssef Akil den Beitrag "The common-interest game between terrorists and the media: replication and extension“ veröffentlicht.

Ausgangspunkt der Replikationsstudie war die von ihm betreute Bachelorarbeit von Youssef Akil. Inhaltlich geht es um die Frage, ob terroristische Anschläge und die Berichterstattung darüber in einem Granger-kausalen Zusammenhang stehen, d.h. ob vergangene Werte der einen Variablen die „heutige“ Intensität der anderen Variablen beeinflussen können. Die Literatur spricht von einer „symbiotischen“ Beziehung, das heißt Terroristen benötigen die Aufmerksamkeit und die Medien Inhalte. Die Autoren konnten zeigen, dass dieser Zusammenhang nicht stabil und daher infrage zu stellen ist.

Presse | 13.12.2019