Bürgerbeteiligung: Politische Partizipation zwischen Forschung und Praxis

Prof. Michael Strebel sprach am Campusstandort München über Chancen und Grenzen von Bürgerbeteiligung. Sein Vortrag fand im Rahmen der Reihe „Die FernUniversiät ganz nah“ statt.


Mann hält Vortrag vor Publikum in hellem Saal Foto: FernUniversität
Lebendiger Vortrag mit Diskussion: Prof. Michael Strebel von der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg

„Was will das Volk wirklich? Wählen, abstimmen, entscheiden, forschen“ – darum ging es jetzt in der Veranstaltungsreihe „Die FernUniversität ganz nah“ am Campus München der FernUniversität. Prof. Dr. Michael Strebel von der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg stellte vor, wie Bürgerinnen und Bürger politische Entscheidungen beeinflussen können und welche Formen politischer Partizipation hierfür zur Verfügung stehen.

Dabei stellte er insbesondere das System der Bürgerbeteiligung in der Schweiz vor – und verdeutlichte, wie stark die politische Mitwirkung der stimmberechtigten Schweizer Bürgerinnen und Bürger durch direktdemokratische Instrumente institutionell verankert ist. Neben Wahlen standen Abstimmungen und weitere Beteiligungsformate im Mittelpunkt, deren Wirkungen und Grenzen Strebel thematisierte.

Schweiz als politische Blaupause?

Vor diesem Hintergrund griff er auch die Forderungen aus dem jüngsten bundesdeutschen Wahlkampf auf, bestimmte partizipative Instrumente aus der Schweiz zu übernehmen und Bürgerinnen und Bürger stärker an grundlegenden politischen Entscheidungen zu beteiligen. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen einzubringen und über Chancen und Herausforderungen direkter Demokratie zu diskutieren.

Ergänzend verwies Strebel auf den kürzlich erschienenen Band „Was will das Volk wirklich? Ergebnisse der Deutschen und Schweizer Abstimmungsforschung“ hin, der in der Reihe „Hagener Beiträge zu Politik und Verwaltung“ der FernUniversität veröffentlicht wurde.

Beim anschließenden Get-together in der Immatrikulationshalle nutzten die Gäste noch die Gelegenheit zum fachlichen Austausch, zur Vernetzung und für vertiefende Gespräche mit dem Referenten.

Presse | 31.07.2026