Wissenschaft entdecken, Zukunft gestalten
Von künstlicher Intelligenz über Klimaschutz bis zur Unternehmensgründung: Die Feriencamps der FernUniversität bringen Jugendliche mit Wissenschaft in Kontakt.
Wie lässt sich künstliche Intelligenz nutzen? Was bedeutet Gerechtigkeit im Alltag? Wie funktioniert eine Solaranlage? Was braucht es, um ein eigenes Unternehmen zu gründen? In den Feriencamps der JugendUni gingen Schüler:innen in den Herbstferien solchen Fragen nach. Die vier Angebote verbinden wissenschaftliche Themen mit praktischen Erfahrungen und geben Einblicke in unterschiedliche Fachgebiete.
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„Ich freue mich über die rege Teilnahme der Schülerinnen und Schüler, die ihre Ferien dazu nutzen, die FernUniversität näher kennenzulernen und mit Wissenschaft in Berührung zu kommen“, so Prof. Osman Isfen, Prorektor für Transfer an der FernUniversität. „Wissenschaft beginnt mit Neugier und der Bereitschaft, Dinge zu hinterfragen. In unseren Camps haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren, Zusammenhänge zu verstehen und eigene Ideen zu entwickeln. Wir möchten zeigen, dass Wissenschaft keine ferne Welt ist, sondern ihnen ganz konkrete Möglichkeiten eröffnet, ihre Zukunft mitzugestalten.“
Wie vielfältig diese Zugänge sein können, zeigten die vier vom Transferbüro der FernUni organisierten Camps: Im Hacker Camp erkundeten die Jugendlichen Programmierung, Kryptographie und künstliche Intelligenz. Das Jura Camp vermittelte Einblicke in das Rechtssystem und die konkrete Arbeit am Amtsgericht. Im Klima Camp wurde die Energiewende ganz praktisch: Gemeinsam mit Fachleuten aus dem Handwerk bauten die Teilnehmenden einen Dachstuhl und installierten darauf eine Photovoltaikanlage. Im Vorfeld erläuterte Jun.-Prof. Michael Bucksteeg, Lehrstuhl für Energiewirtschaft, am Beispiel eines Haushalts, wie die Energiewende gelingen kann und was beim Bau einer Solaranlage zu berücksichtigen ist.
Vom Turnschuh zur eigenen Geschäftsidee
Das jüngste Angebot der JugendUni, das Business- und Gründungscamp in Kooperation mit dem Start-up Center der FernUni, richtete den Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge und unternehmerisches Denken. Wie globale Lieferketten funktionieren, erläuterte Prof. Karsten Kieckhäfer, Leiter des Lehrstuhls für Produktion und Logistik, am Beispiel eines Marken-Laufschuhs. Die Jugendlichen verfolgten dabei, welche Stationen und Akteure an der Herstellung eines solchen Produkts beteiligt sind.
Dass Unternehmergeist keine Frage des Alters ist, zeigte Niklas Rahmann aus Arnsberg. Der 16-Jährige hat bereits als Schüler sein eigenes Unternehmen gegründet: Acora Safe Light. Im Camp berichtete er von seinen Erfahrungen und gab den Jugendlichen einen Einblick in die Herausforderungen und Chancen einer Gründung.
Anschließend entwickelten sie selbst Geschäftsideen. In kleinen Gruppen entwarfen sie fiktive Start-ups, untersuchten mögliche Märkte und die Wettbewerbssituation und überlegten, wie sie ihre Angebote bekannt machen könnten. Zum Abschluss präsentierten sie ihre Konzepte beim Hagener UnternehmerRat – ganz wie bei einem echten Unternehmens-Pitch.
Die Ideen griffen konkrete Herausforderungen aus dem Alltag auf. Eine Gruppe entwickelte eine App, die sichere und barrierearme Wege für Rollstuhlfahrende, Menschen mit Kinderwagen und Radfahrende anzeigen soll. Nutzerinnen und Nutzer können selbst Hindernisse oder barrierefreie Strecken melden und so die Informationen aktuell halten. Eine weitere Gruppe wollte die Retourenquote im Online-Schuhhandel senken: Eine Anwendung soll bei Bestellungen gezielter nach Körpermaßen, Stilvorlieben und bevorzugten Marken fragen, um Fehlkäufe zu vermeiden. Die dritte Idee zielte auf mehr Bewegung im Alltag. Eine App sollte Jugendliche durch Benefits für absolvierte Bewegungseinheiten motivieren.
Neugierig auf Wissenschaft
Ob digitale Technologien, Recht, Klimaschutz oder Wirtschaft: Die Feriencamps zeigen, dass aus ersten Begegnungen mit Wissenschaft neue Interessen entstehen. „Einige Schülerinnen und Schüler kommen jede Ferien wieder“, bestätigt Oman Isfen die Idee der JugendUni.
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