Junges Forum für Medien und Hochschulentwicklung 2021

Diverse Menschengruppe schaut gemeinsam auf Smartphone Foto: VioletaStoimenova/E+/GettyImages

Am 9. und 10. Juni 2021 findet an der FernUniversität in Hagen das Junge Forum für Medien und Hochschulentwicklung statt – dieses Jahr zum Thema: „Digitalisierung als Katalysator für Diversität an Hochschulen et vice versa”. Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Informationen zur Tagung. Die Seite wird fortlaufend aktualisiert.

 

Aktuelles

21. Juli 2021: Tagungsrückblick und die Ergebnisse aus dem Etherpad stehen jetzt online zur Verfügung.

26. Februar 2021: Die Einreichungsfrist für die Abstracts wurde bis zum 07.03.2021 verlängert.

18. Februar 2021: Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage haben die Organisierenden beschlossen, die Tagung im Juni als Online-Veranstaltung durchzuführen. Weitere Informationen hierzu folgen in den nächsten Wochen.

 

Tagungsrückblick

  • Digitalisierung zur Diversifizierung


    „Digitalisierung als Katalysator für Diversität an Hochschulen et vice versa” war das Tagungsthema des Jungen Forums für Medien und Hochschulentwicklung 2021 (JFMH), das im virtuellen Format an der FernUniversität in Hagen ausgerichtet wurde. Organisiert hatten die Tagung Natalia Reich-Stiebert, Jennifer Raimann, Carsten Thorbrügge und Len Ole Schäfer vom Forschungsschwerpunkt D²L² „Digitalisierung, Diversität und Lebenslanges Lernen. Konsequenzen für die Hochschulbildung”.

    „Wir sind sehr froh, dass das virtuelle Tagungsformat so gut geklappt hat. Die Teilnehmenden konnten sich persönlich kennenlernen, haben sich intensiv beteiligt und es herrschte eine positive und wertschätzende Stimmung auf der Tagung“, freute sich Natalia Reich-Stiebert im Rückblick.

    Das Tagungsthema konzentrierte sich darauf, wie sich Digitalisierungs- und Diversifizierungsprozesse im Hochschulkontext gegenseitig begünstigen und verstärken. Die Teilnehmenden kamen aus unterschiedlichen Disziplinen, was dem interdisziplinären Gedanken des JFMH entspricht: Erziehungswissenschaften, Informatik, Didaktik der Informatik, Psychologie, Medienpädagogik, Soziologie. Sie stellten Vorhaben aus unterschiedlichen Bildungsbereichen vor und nahmen zum einen verschiedene Ebenen von Diversität – individuell, interpersonal und institutionell – in den Blick. Zum anderen wurde diskutiert, wie Digitalisierung dazu beitragen kann, diese Diversitätsmerkmale in der Hochschulbildung zu berücksichtigen.

    Herausforderungen für Bildungseinrichtungen


    „Gesellschaftliche Veränderungen wie die Digitalisierung der Bildung, der demografische Wandel, steigende berufliche Anforderungen oder die zunehmende Bedeutung von lebenslangem Lernen stellen neue Herausforderungen an Bildungseinrichtungen“, so Len-Ole Schäfer. „Technologische Entwicklungen bringen nicht nur neue Herausforderungen für den Bildungsbereich mit sich. Sie haben auch das Potenzial, zur Lösung der entstehenden Aufgaben beizutragen.“

    Unter dem Begriff der Diversität lassen sich die meisten dieser Anforderungen fassen, berücksichtigt man – statt der häufig fokussierten demografischen Unterschiede wie etwa das Geschlecht – die wachsende Vielfalt durch etwa: individuelles Vorwissen, Unterschiede aufgrund von Behinderungen und Beeinträchtigungen, unterschiedliche Bildungsbiografien, verschiedene Fähigkeiten der Selbstregulation.

    Erfahrung trifft Nachwuchs


    An der Tagung nahmen auch viele erfahrene Wissenschaftler:innen teil, die häufig selbst an frühen JFMH-Tagungen beteiligt waren. Diese Zusammenkunft verschiedener Stadien in der Wissenschaft und die unterschiedlichen Formen des wissenschaftlichen Austausches ermöglichten auch 2021 eine den Fachdiskurs überschreitende Atmosphäre.

    Ein zentrales Ziel der Tagung ist, dass junge Wissenschaftler:innen die Möglichkeit haben in einem geschützten Rahmen ihre Forschungsideen oder erste Projektergebnisse zu präsentieren, zu diskutieren und Feedback sowie Input zu fachübergreifenden Themen zu bekommen. Dazu hatte das Organisationsteam Themenworkshops initiiert, etwa zum Thema Impostor-Syndrom. Dahinter verbirgt sich das sogenannte Hochstapler-Syndrom: ein psychologisches Phänomen, bei dem Betroffene ihre Erfolge nicht ihren eigenen Fähigkeiten oder Leistungen zuschreiben, sondern denken ihren Erfolg durch Glück oder Zufall erschlichen zu haben. Ein weiterer Workshop beschäftigte sich damit, wie sich Diversität in der Wissenschaft erkennen lässt, Privilegien hinterfragt und Ungleichbehandlungen vermieden werden können.

    Interdisziplinäre Keynotes


    Auch an den Keynotes der Tagung ließ sich die Interdisziplinarität ablesen: Der Informatiker Prof. Dr. Niels Pinkwart vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz berichtete, wie Digitalisierung in der Hochschulbildung unter besonderer Berücksichtigung von Diversität eingesetzt werden kann und welche Rolle Verfahren der Künstlichen Intelligenz hierbei spielen können.

    Aus dem Bereich der Hochschulentwicklung präsentierten Dr. Nicole Auferkorte-Michaelis von der Universität Duisburg-Essen und Prof. Dr. Frank Linde von der Uni Köln ihr Konzept der potenziell relevanten Diversität und die zentralen Handlungsfelder des Diversity-Managements.

    In ihrer Nachwuchskeynote gab Birte Heidkamp-Kergel von der Hochschule Rhein-Waal aus medienpädagogischer Perspektive einen historischen Überblick über die Entwicklung einer diversitätssensiblen Haltung und die Entwicklung einer frühen Internetkultur. Darauf aufbauend stellte sie ein Kompetenzmodell für einen diversitätssensiblen Einsatz digitaler Medien in Bildungskontexten vor.

    Innovative Konzepte im Einsatz


    Wichtig war es für die Veranstalter:innen vor allem, die Nachwuchsförderung zu betonen. Als Indikator führen sie an, wie mit den Beiträgen für die Publikation im Tagungsband umgegangen wird. „Wir verwenden einen sogenannten Shepherding-Prozess, bei dem die Beitragenden bis zur Veröffentlichung von einer erfahrenen Mentorin oder einem erfahrenen Mentor begleitet werden.“ Auch das Tool Etherpad diente dazu, sich – wie in einer Plenumsdiskussion in Präsenz – auf wissenschaftlicher Augenhöhe auszutauschen.

  • Einen Teil der Diskussionen, die während der Tagung zu den Themen aufgekommen sind, können Sie hier einsehen.

    Etherpad (PDF 221 KB)

  • Im Folgenden finden Sie die Ergebnisse der Evaluation als PDF.

    Evaluation (PDF 136 KB)

 

Call for Abstracts

  • 15.12.2020

    Call for Abstracts/ Partizipation

    01.02.2021 - 07.03.2021

    Einreichung der Beiträge

    16.03.2021 - 30.04.2021

    Auswahl der Abstracts und Entscheidung über Format

    03.05.2021

    Benachrichtigung über Annahmeentscheidung und Feedback zu den Abstracts/ dem Vortragsformat

    26.05.2021

    Letztmögliche Anmeldung zur Teilnahme

    09.06.2021 - 10.06.2021

    JFMH Konferenz

    15.06.2021 - 31.08.2021

    Call zur Einreichung der Volltexte

  • Das Thema für das Junge Forum für Medien und Hochschulentwicklung 2021 lautet: „Digitalisierung als Katalysator für Diversität an Hochschulen et vice versa”.

    Gesellschaftliche Veränderungen wie die Digitalisierung der Bildung, der demografische Wandel, steigende berufliche Anforderungen oder die zunehmende Bedeutung von lebenslangem Lernen machen die Bildungslandschaft kompetitiver und stellen neue Herausforderungen an Bildungseinrichtungen. Technologische Entwicklungen bringen nicht nur neue Herausforderungen für den Bildungsbereich mit sich, sondern bieten auch Potenziale zur Lösung der entstehenden Aufgaben. Unter dem Begriff der Diversität lassen sich die meisten dieser Anforderungen subsummieren, sobald man sich von der gängigen Reduktion auf demografische Unterschiede löst und auf verschiedenen Betrachtungsebenen die wachsende Vielfalt in den Blick nimmt (z.B. individuelles Vorwissen, Unterschiede aufgrund von Behinderungen und Beeinträchtigungen, unterschiedliche Bildungsbiografien, verschiedene Fähigkeiten der Selbstregulation, etc.). Aus diesem Grund steht das Junge Forum für Medien und Hochschulentwicklung 2021 unter dem Motto „Digitalisierung als Katalysator für Diversität an Hochschulen et vice versa” vor. Es sollen Vorhaben aus unterschiedlichen Bildungsbereichen vorgestellt werden, die Diversität auf allen Ebenen (individuell, interpersonal und institutionell) in den Blick nehmen, in jeder Hinsicht grenzüberschreitende Diskurse ermöglichen sowie neue Potenziale von und mit Bildungstechnologien realisieren.

  • Diese Fragestellungen können nur interdisziplinär gelöst werden und bieten viele Möglichkeiten diese aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Sie sollen auf der Tagung zusammenfinden und Herausforderungen, (Miss-)Erfolge und Ideen transportieren. Auch Beiträge von Praktiker*innen sind erwünscht.

    Call for Abstracts (PDF 716 KB)

  • Die Beteiligung am JFMH 2021 kann in unterschiedlichen Formen erfolgen:

    • Klassischer Vortrag: In einem 15-minütigen Vortrag stellst Du die wissenschaftlichen oder praktischen Problem- und Fragestellungen sowie erste erarbeitete Lösungsansätze und Ergebnisse nachvollziehbar dar. Zum Abschluss richtest Du bitte zwei bis drei Fragen an das Plenum, um die Diskussion zu eröffnen.
    • Flipped Conference Beitrag: Im Vorfeld des Forums produzierst Du ein 10-minütiges Video, in dem Du Deine Forschungsfrage, das methodische Design und erste Ergebnisse Deiner Forschung oder Deines Projekts darstellst. Zudem formulierst Du am Ende des Videos Fragen an das Publikum, die als Diskussionsgrundlage dienen. Die eingesendeten Videos werden vor der Tagung – nach Begutachtung und Überarbeitung – auf der Tagungswebsite (öffentlich oder auf Wunsch auch nur für die Teilnehmer*innen sichtbar) bereitgestellt. Auf der Tagung wird Dein Zeitfenster dann genutzt, um die Diskussion zu vertiefen.
    • Poster: Auf einem gedruckten Poster im Format A0 fasst Du die wissenschaftlichen oder praktischen Problem- und Fragestellungen sowie erste erarbeitete Lösungsansätze und Ergebnisse nachvollziehbar zusammen. Im Rahmen einer Poster Session haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, das Poster zu betrachten und sich mit Dir dazu auszutauschen.
  • Einreichung

    Deine Einreichung sollte die Problemstellung, resultierende Forschungsfragen und das Forschungsdesign sowie (erste) Ergebnisse (Young Researchers) nachvollziehbar darstellen. Der Umfang dieser Darstellung sollte maximal 2 DIN A4 Seiten inklusive Literaturangaben umfassen (siehe Hinweise im Template).

    Die Einreichung erfolgt als pdf-Datei in elektronischer Form über die Einreichungsseite der Zeitschrift für Medienpädagogik. Bitte verwende zur Erstellung Deiner Einreichung das hier verfügbare Template (.docx 34 KB). In der Einreichung gibst Du außerdem die von Dir bevorzugte Beteiligungsform an (siehe Hinweise im Template).

    Alle Einreichungen werden von mindestens zwei GutachterInnen in einem Double-Blind Peer Review Verfahren begutachtet. Die GutachterInnenteams setzen sich aus Mitgliedern der Fachgesellschaften und erfahrenen WissenschaftlerInnen zusammen. Auf Basis der Gutachten erfolgt eine Entscheidung über die Annahme bzw. Feedback zu der Einreichung und der Beteiligungsform.

    Tagungsband mit der Zeitschrift für Medienpädagogik

    Weiterhin ist geplant, einen gemeinsamen Konferenzband über die Tagungsbeiträge zu erstellen, der von der Zeitschrift für Medienpädagogik im OpenAccess-Format veröffentlicht wird. Die Autor*innen ausgewählter Beiträge werden vom Veranstaltungsteam zu einer Einreichung für diese Publikation eingeladen.

    Es ist vorgesehen, den Autor*innen der angenommenen Beiträge eine/n erfahrene/n Wissenschaftler*in als Mentor*in für die Erstellung des endgültigen Beitrags zuzuordnen, Dieser wird in einem Open Peer-Coaching Verfahren bis zur Publikation begleitet.

    Die Volltexte sind bis zum 31.August 2021 einzureichen. Die Beiträge sind nach den Hinweisen zur Manuskripteingabe zu verfassen. Bei den eingereichten Artikeln in Deutsch oder Englisch muss es sich um Originalbeiträge beziehungsweise Erstveröffentlichungen handeln.

 

Programm

Das diesjährige JFMH wird als Online -Tagung stattfinden. Als Hauptmedium wird dafür das Tool Zoom verwendet. Zusätzlich nutzen wir gather.town zum informellen Austausch zwischen den Teilnehmer*innen. Die Links zu den Veranstaltungsräumen werden kurz vor der Tagung per E-Mail an alle angemeldeten Teilnehmer*innen weitergeleitet.

  • Mittwoch, 09.06.2021

    Uhrzeit

    Programmpunkt

    09:00 – 09:15

    Eröffnung der Veranstaltung

    09:15 – 09:30

    Grußwort von Prof. Dr. Kleine

    (Prorektor für Forschung und wissenschaftliche Nachwuchsförderung, FernUniversität in Hagen)

    09:30 – 10:00

    Kennenlernen

    10:00 – 10:15

    Einführung in das Schreibgespräch

    10:15 – 11:45

    Session Ia:

    Chair: Dr. Natalia Reich-Stiebert

    Session Ib:

    Chair: Dr. Len Ole Schäfer

    Axel Wiepke:

    Präsenz und Selbstwirksamkeit im virtuellen Klassenzimmer

    Ronja Büker:

    Selbstwirksamkeitsentwicklung von Studienanfänger*innen während der COVID-19 Pandemie

    Konrad Dornebusch:

    Digitale Kompetenzen umfassend und integrativ vermitteln

    11:45 – 12:30

    Mittagspause

    12:30 – 13:30

    Keynote I: Prof. Dr. Niels Pinkwart

    Diversität und Digitalisierung in der Hochschulbildung

    13:30 – 13:45

    Pause

    13:45 – 15:15

    Session IIa:

    Chair: Dr. Dorothea Ellinger

    Session IIb:

    Chair: Dr. Jan-Bennet Voltmer

    Heike Wehage:

    Erklärvideonutzung von Lehramtsstudierenden

    Dr. Franziska Greiner:
    Digital Casebooks – Fallzentrierte Selbstlernumgebungen zur individualisierten Verknüpfung von Theorie und Praxis

    Anja Rogas & Marko Ott:

    Denken in Bildern:
    Das Potenzial digitaler Sachcomics für einen adäquaten Umgang mit Diversität

    Caroline Götz & Dr. Simone Nadine Löffler:

    Mit Podcasts das Selbststudium erfolgreich gestalten – eine Annäherung an diversitätssensible Lehrveranstaltungen im Bereich der Schlüsselqualifikationslehre

    15:15 – 15:30

    Pause

    15:30 – 17:00

    Session IIIa:

    Chair: Dr. Simone Opel

    Session IIIb:

    Chair: Dr. Lilli Riettiens

    Elisaweta Ossovski:

    Heterogenitätsbewusste digitale Gestaltung eines Einführungsmoduls in der Informatik

    Dr. Clara Schumacher:

    Student perspectives on automatic grouping in higher education

    Dr. Ann-Kathrin Stoltenhoff: Naturalisierung und Verengung von Heterogenität, Diversität und Inklusion im Spezialdiskurs um die Digitalisierung der Hochschullehre. Erste Ergebnisse einer rekonstruktiven Analyse

    Florian Cristóbal Klenk und Jun.-Prof. Dr. Franco Rau:

    Diversitätssensible Medienbildung. Ein Praxisbericht zu den Potenzialen von Erklärvideos und digitalen Spielen

    17:00 – 17:15

    Pause

    17:15 – 18:00

    Warp Conference

    Ab 18:30

    Smart together


    Donnerstag, 10.06.2021

    Uhrzeit

    Programmpunkt

    08:45 – 09:00

    Begrüßung

    09:00 – 10:00

    Keynote II: Dr. Nicole Auferkorte-Michaelis & Prof. Dr. Frank Linde

    Diversität an Hochschulen: Einblick, Umsicht und Aussicht

    10:00 – 10:15

    Pause

    10:15 – 11:45

    Session IV:

    Chair: Prof. Dr. Sven Strickroth

    Regina Kasakowski: Auswahl und Generierung von passenden Feedbacks auf Basis eines Feedback Rating System (V)

    Marc Burchhart: Paving the road towards supporting scalable collaborative writing in high-diversity distance learning groups (V)

    11:45 – 12:45

    Mittagspause

    12:45 – 14:45

    Workshop I:

    Dr. Schürenberg-Frosch

    Workshop II:

    Dr. Sandra Schwark

    Workshop III:

    Dr. Anne Cornelia Kenneweg & Dr. Angelika Thielsch

    Beat the Impostor
    Das Impostor-Syndrom bei (Nachwuchs) Wissenschaftler*innen

    Wie vielfältig sind wir?

    Diversität in der Wissenschaft erkennen, Privilegien hinterfragen und Ungleichbehandlung vermeiden

    Publizieren im Feld der Fachcommunity:

    So veröffentliche ich einen Beitrag in der Zeitschrift „die hochschullehre“

    14:45 – 15:00

    Pause

    15:00 – 16:00

    Nachwuchs-Keynote: Birte Heidkamp-Kergel

    Auf den Spuren eines diversitätssensiblen E-Learning: Skizzierung eines Kompetenzmodells für den diversitätssensiblen Einsatz digitaler Medien in Bildungskontexten

    16:00 – 16:45

    Reflexions-Café und Abschluss

  • Prof. Dr. Niels Pinkwart

    Vita

    Prof. Dr. Niels Pinkwart ist Wissenschaftlicher Direktor des Forschungsbereichs Educational Technology Lab im DFKI Projektbüro Berlin und Professor für Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zusätzlich ist er als Principal Investigator am Einstein Center Digital Future und am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft (Deutsches Internet Institut) tätig. Innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Informatik ist Prof. Pinkwart derzeit Sprecher der Arbeitsgruppe Learning Analytics und Mitglied des Leitungsgremiums der Fachgruppe Bildungstechnologien.

    Diversität und Digitalisierung in der Hochschulbildung

    Für viele Bildungsorganisationen - auch Hochschulen - ist Diversität gleichsam ein erstrebenswertes Ziel wie auch praktisch oft eine Herausforderung. Im Vortrag wird diskutiert, wie Digitalisierung in der Bildung und speziell der Hochschullehre unter besonderer Berücksichtigung von Diversität eingesetzt werden kann und welche Rolle Verfahren der Künstlichen Intelligenz hierbei spielen können. Neben Fallbeispielen aus der aktuellen Forschung werden im Vortrag auch Chancen, Risiken und Entwicklungspotenziale in Form von Diskussionsthesen vorgestellt.


    Dr. Nicole Auferkorte-Michaelis & Prof. Dr. Frank Linde

    Vita

    Dr. Nicole Auferkorte-Michaelis, Erziehungswissenschaftlerin und Geschäftsführerin des Zentrums für Hochschulqualitätsentwicklung an der Universität Duisburg-Essen, und Prof. Dr. Frank Linde, Wirtschaftswissenschaftler am Institut für Informationswissenschaft an der TH Köln, sind beide Fellows von „Lehren – Impuls zur wissenschaftlichen Lehre“ der Alfred Toepfer Stiftung. Seit 2011 leiten Sie gemeinsam das Zentrum für Kompetenzentwicklung für Diversity Management in Studium und Lehre an Hochschulen www.komdim.de. Seit vielen Jahren befassen Sie sich mit Fragen der Diversität im Lehralltag und haben hierzu gemeinsam publiziert.

    Diversität an Hochschulen: Einblick, Umsicht und Aussicht

    Gegenstand des Vortrags ist ein Einblick in verschiedene Facetten der Diversität an Hochschulen. Nach einer kurzen Einführung in das Konzept der potenziell relevanten Diversität werden vier Handlungsfelder des Diversity-Managements vorgestellt: Strategien und Strukturen, Forschung, Lehre sowie die Kompetenzentwicklung der Akteur*innen. Am Beispiel von NRW wird gezeigt, wie eine strukturelle Verankerung von Diversität in Hochschulen stattfindet. Es werden Beispiele für den Umgang mit Diversität in Forschung und Lehre aufgezeigt sowie Elemente einer Diversity-Kompetenz vorgestellt. Abschließend werden einige Gedanken zur Digitalisierung angeboten, welche Chancen sie eröffnet, aber auch welche neuen Benachteiligungen entstehen können.


    Birte Heidkamp-Kergel

    Vita

    Birte Heidkamp-Kergel ist Koordinatorin des E-Learning Zentrums an der Hochschule Rhein-Waal. Ihre beruflichen Erfahrungen sind an der Schnittstelle zwischen Lehr- und Lernforschung, konzeptioneller Bildungsarbeit und Medienpädagogik sowie e-Education angesiedelt. An der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hat sie u.a. als didaktisch-technische Expertin beim ELAN e.V. (E-Learning Academic Network) und im Rahmen des Qualitätspakt-Lehre-Projekts eCULT (eCompetence and Utilities for Learners and Teachers) sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt „eDidaktik und eScience“ (Qualitätspakt-Lehre-Projekt “FLiF” - Forschungsbasiertes Lernen im Fokus) gearbeitet. Ihre Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind diversitätssensibles E-Learning, forschendes Lernen mit digitalen Medien, Diversität im digitalen Zeitalter, qualitative Bildungs- und Lernforschung. Sie ist u.a. Mitherausgeberin der Buchreihe „Diversität und Bildung im digitalen Zeitalter“ (VS Springer) sowie der Buchreihe „Perspectives on Education in the Digital Age“ (Routledge).

    Auf den Spuren eines diversitätssensiblen E-Learning: Skizzierung eines Kompetenzmodells für den diversitätssensiblen Einsatz digitaler Medien in Bildungskontexten

    Digitales Lehren und Lernen sowie diversitätssensible Lehre werden oftmals unabhängig voneinander beforscht. Das kann schnell dazu führen, dass der gemeinsame Ursprung von Digitalisierung (bzw. der frühen Internetkultur) und einer emanzipatorischen diversitätssensiblen Haltung übersehen wird. Die Freilegung des gemeinsamen Ursprungs in den Emanzipationsbewegungen an (US-)Universitäten in den 1960er bis Beginn der 1980er Jahre ermöglicht handlungspraktische Konsequenzen für einen diversitätssensiblen Einsatz digitaler Medien in Bildungskontexten. Um dies zu leisten ist der Vortrag in drei Schritte gegliedert. In einem ersten Schritt wird die Entwicklung einer diversitätssensiblen Haltung und in einem zweiten Schritt die Entwicklung einer frühen Internetkultur rekonstruiert. Auf Grundlage dieser genealogischen Rekonstruktionsarbeit wird ein Kompetenzmodell für einen diversitätssensiblen Einsatz digitaler Medien in Bildungskontexten vorgestellt und anhand eines Anwendungsbeispiels exemplarisch gezeigt.

  • Workshop 1: Beat the impostor – Das Impostor Syndrome bei (Nachwuchs)Wissenschaftler*innen

    Das Impostor-Syndrome beschreibt die Neigung, gerade erfolgreicher und intelligenter Menschen, den eigenen Erfolg für nicht verdient oder zu leicht erlangt zu halten, gar Aufdeckung als „Hochstapler*in“ zu fürchten. Schätzungen zufolge zeigen bis zu 70% der Masterstudierenden und Promovierenden zuweilen Selbstzweifel, die sich unter das Impostor-Syndrome subsummieren lassen. Im Rahmen dieses Workshops wollen wir erarbeiten, warum gerade die Wissenschaft ein Impostor-Biotop ist und wie jede*r einzelne sich gegen derartige Selbstzweifel schützen und so den inneren Impostor erfolgreich wieder verjagen kann. Neben Fakten und Wissen über das Syndrom selbst, wollen wir in Austausch kommen über Coping-Strategien und uns fragen, ob hochstapeln nicht auch manchmal richtig sein kann.

    Ausgerichtet von: Dr. Hannah Schürenberg-Frosch


    Workshop 2: Wie vielfältig sind wir? – Diversität in der Wissenschaft erkennen, Privilegien hinterfragen und Ungleichbehandlungen vermeiden

    Ziel dieses Workshops ist es, die eigene Wahrnehmung zu schärfen, um Verschiedenheit anzuerkennen und positiv nutzen zu lernen. Dafür wollen wir uns im Workshop mit unseren eigenen Positionierungen in der Gesellschaft (und im Wissenschaftssystem) auseinandersetzen, lernen unsere Perspektive aktiv zu wechseln und so ein Bewusstsein aufzubauen, Ungleichbehandlungen zu erkennen. Im Workshop werden Anregungen zur Reflexion gegeben, z.B. durch Adaptionen des Privilegientests. Der Privilegientest ist ein in den USA entwickelter Selbsttest, der darauf eingeht, welche Erfahrungen und Lebenslagen Diskriminierung ausmachen. Er eröffnet die Möglichkeit, sich mit Privilegien auseinanderzusetzen und sensibler dafür zu werden, wie im Alltag mit Privilegien umgegangen wird, wie über diese gesprochen wird und warum in manchen Situationen Privilegien unsichtbar sind.

    Ausgerichtet von: Dr. Sandra Schwark


    Workshop 3: Publizieren im Feld der Fachcommunity – So veröffentliche ich einen Beitrag in der Zeitschrift „die hochschullehre”

    Es kann herausfordernd sein, die ersten Veröffentlichungen zur eigenen Arbeit zu realisieren… und das ganz unabhängig vom Schreiben. „Was kann und sollte ich beachten, wenn mein Beitrag in einer bestimmten Zeitschrift erscheinen soll? Welche Vorgaben gibt es dort? Wie läuft der Begutachtungsprozess? Und wie gehe ich mit den Anmerkungen zu meinem Text um?“In diesem Kurzworkshop nehmen wir den Prozess des Veröffentlichens für die Zeitschrift ‚die hochschullehre‘ in den Blick und stellen vor, welche Fach-Communities hier zu welchen (thematischen) Bereichen ihre Arbeiten einbringen (können). Mit diesem Blick hinter die Kulissen laden wir die Teilnehmenden des Jungen Forums Medien und Hochschulentwicklung herzlich ein, ihre Fragen zum Publikationsprozess zu stellen und das Verfahren – von der Anfertigung des Manuskriptes bis zum Erscheinen als OpenAccess-Beitrag auf den Seiten des wbv-Verlages – kennenzulernen.

    Ausgerichtet von: Dr. Anne Cornelia Kenneweg und Dr. Angelika Thielsch

 

Über das JFMH

Das Junge Forum für Medien und Hochschulentwicklung (JFMH) versteht sich als Nachwuchstagung unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd), der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW), der Gesellschaft für Informatik (GI; Fachgruppe E-Learning) sowie der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE, Sektion Medienpädagogik).

Als ein Forum des Austausches (auch zu noch unfertigen Vorhaben, Ideen, Projekten) richtet sich das JFMH an Forschende, Lehrende und Praktiker*innen sowie alle weiteren Interessierten aus dem Feld der Hochschulforschung, Hochschuldidaktik, Mediendidaktik, Medienpädagogik und E-Learning aus und an Schulen, Hochschulen, (Aus-/Weiter-) Bildungsanbietern und allen weiteren Lernorten.

  • Ausrichtende des JFMH 2021 sind Natalia Reich-Stiebert, Jennifer Raimann, Carsten Thorbrügge, Len Ole Schäfer, Nachwuchswissenschaftler*innen des Forschungsschwerpunktes D2L2 (Digitalisierung, Diversität und Lebenslanges Lernen) an der FernUniversität in Hagen mit enger Absprache mit den eingangs genannten Fachgesellschaften.

  • Das Junge Forum wird unterstützt vom Forschungsschwerpunkt Digitalisierung, Diversität und Lebenslanges Lernen (D²L²).

 

Kontakt

Für die Organisation des JFMH 2021 an der FernUniversität in Hagen sind die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des Forschungsschwerpunktes D2L2 (Digitalisierung, Diversität und Lebenslanges Lernen) Jennifer Raimann, Natalia Reich-Stiebert, Len Ole Schäfer und Carsten Thorbrügge zuständig. Bitte richten Sie inhaltliche wie organisatorische Fragen bevorzugt per Mail an: jfmh2021

 

Weiterführende Links

Forschungsschwerpunkt

Schirmherrschaft

Literaturempfehlungen