Florian Albrecht

Jungstudent und Pianist

Portrait von Florian Albrecht Foto: privat
Florian Albrecht

Noch ist Florian Albrecht unsicher, was er später einmal beruflich machen möchte. Denn in gleich zwei Bereichen ist er so begabt, dass ihm wahrscheinlich sehr viele Türen offenstehen werden: Mit gerade einmal 17 Jahren steht er kurz davor, sein Bachelorstudium in Mathematik an der FernUniversität in Hagen abzuschließen. Außerdem ist er begabter Nachwuchspianist.

Klavierunterricht mit vier Jahren

An Musik begeistert den jungen Mann, dass er mit ihr seine Emotionen ausdrücken kann. Florian Albrechts Instrument ist das Piano. „Das kann man alleine spielen und es klingt trotzdem schon super voll.“ Er spielt es bereits seit er vier Jahre alt ist. „Mein Vater und meine Schwester haben schon gespielt. Daher habe ich auch angefangen, auf die Tasten zu drücken“, blickt er auf seine Anfänge zurück. In den ersten Jahren fand der Unterricht im heimischen Buchholz bei Hamburg statt. Schnell war aber die besondere Begabung des Jungen klar und er wurde in das Programm zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover aufgenommen. „Dort hatte ich zunächst zweimal wöchentlich Klavierunterricht bei Prof. Elena Levit und dazu noch jeweils eine Stunde Rhythmus- und Theorieunterricht. Später gab es dann auch noch Dirigierunterricht.“ Seit November dieses Jahres ist er in Hannover als Bachelorstudent im Fach Klavier eingeschrieben.

Bachelorstudium Mathematik mit zwölf Jahren

Die Begeisterung für Mathematik war bei Florian Albrecht ebenfalls schon früh zu erkennen. „Laut meiner Mutter habe ich schon Zahlen und Wurzelzeichen geschrieben, bevor ich Buchstaben konnte.“ Sein Mathestudium hat er mit zwölf Jahren begonnen. „In der siebten Klasse gab es eine Klassenfahrt, an der ich aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen konnte. Ich sollte weiter in die Schule gehen und habe daher an Mathekursen aus der Oberstufe teilgenommen.“ Der Stoff der höheren Jahrgänge fiel Florian Albrecht aber immer noch so leicht, dass seine Eltern sich nach einer Alternative für ihn umschauten und ihn auf die Möglichkeit eines Fernstudiums aufmerksam machten: „An der FernUni Hagen konnte ich dann schon neben der Schule anfangen, Mathe zu studieren.“

„An der FernUni Hagen konnte ich dann schon neben der Schule anfangen, Mathe zu studieren.“

Florian Albrecht

Die Umstellung auf das Universitätsniveau war für den Schüler anfänglich eine Herausforderung. „Es war sehr anders als in der Schule. Mein Start war etwas holprig“, blickt er zurück. „In meinem ersten Semester war ich in den Kurs „Mathematische Grundlagen“ eingeschrieben. Ich bin aber am Ende nicht zu Klausur gegangen.“ Ab dem zweiten Semester lief es dann deutlich besser. Mittlerweile steht er kurz vor dem Abschluss seines Bachelorstudiums. Gerade hat er seine Bachelorarbeit bei Prof. Dr. Winfried Hochstättler abgegeben. In ihr hat er alle Graphen mit vier Knoten auf ihre Lokalität untersucht.

Masterstudium mit 17 Jahren

Nach dem Bachelorabschluss möchte Florian Albrecht der FernUniversität weiterhin treu bleiben. Er hat bereits erste Module aus dem Master belegt und wird diesen parallel zu seinem Klavierstudium in Hannover machen. Im Master möchte er sich insbesondere gerne weiter mit Diskreter Mathematik befassen. „Dort gibt es noch so viel zu erforschen und es ist ein wunderbares Gefühl, ein logisches Problem zu lösen.“

Mit Anfang 20 wird Florian Albrecht dann voraussichtlich einen Bachelorabschluss in Klavier und einen Masterabschluss in Mathematik haben. Das Fundament für gleich zwei Karrieren hätte er damit erfolgreich gelegt.

Stand: Dezember 2020

Carina Grewe | 08.12.2020