Robert Sindermann

Studium parallel zu Zivildienst, Fachhochschule und Arbeit

Portrait von Robert Sindermann
Robert Sindermann

Dass er der FernUniversität in Hagen so lange treu bleiben würde, hätte Robert Sindermann im Jahr 2003 nicht gedacht. Als frischgebackener Abiturient und angehender Zivildienstleistender nutzte er die Möglichkeit, über ein Fernstudium schon einmal in die Wirtschaftswissenschaft „hineinzuschnuppern“. Nach dem Zivildienst wollte er dann eigentlich an eine Präsenzuniversität wechseln. Eigentlich, denn Robert Sindermann ist bis heute an der FernUniversität eingeschrieben und hat sein erstes Studium als Diplomkaufmann bereits erfolgreich abgeschlossen.

Egal, ob während des Zivildienstes, der Fachhochschulzeit oder seiner späteren Tätigkeit bei der Stadt Dortmund: Sein FernUni-Studium war in den nächsten Jahren immer flexibel dabei und zahlte sich schnell aus.

Im Anschluss an den Zivildienst entschied sich der Iserlohner zunächst für den kommunalen Vorbereitungsdienst an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW. „Obwohl die Belastung, zwei Studiengänge parallel zu führen, nicht zu unterschätzen war, haben mir die Kenntnisse, die ich mir in den ersten zwei Semestern an der FernUni angeeignet hatte, dabei direkt geholfen.“ An der Fachhochschule schloss Sindermann im August 2007 sein Studium als Diplom-Verwaltungsbetriebswirt ab. Danach wurde die Stadt Dortmund sein Arbeitgeber, wo er zunächst für nationale und europaweite Vergabeverfahren zuständig war. Anfang 2012 wechselte er dann ins Controlling der Stadtverwaltung. „Ich wollte immer gerne in diese Richtung gehen, durch mein Fernstudium habe ich die Chance dazu bekommen.“

FernUni macht süchtig

Dabei ist dem jungen Mann das Fernstudium in der Anfangsphase alles andere als leicht gefallen. „Nach meiner ersten Klausur war ich ziemlich geknickt. Fünf – durchgefallen. Ich habe mir dann aber gesagt, entweder du machst es jetzt richtig oder du lässt es bleiben.“ Sindermann entschied sich für die erste Variante und das mit großem Erfolg. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten lief es deutlich besser. „Das habe ich auch den Mentoriaten in den Regional- und Studienzentren zu verdanken. Eine Stunde Fachmentoriat waren für mich genauso effektiv wie sechs Stunden alleine lernen.“ Dabei haben ihm sowohl die Kompetenz der Mentorinnen und Mentoren als auch der Austausch mit anderen Studierenden sehr geholfen.

Im März 2011 konnte der 28-Jährige sein Studium mit dem Diplom II abschließen. Der FernUniversität in Hagen bleibt er jedoch auch weiterhin treu. „Die FernUni macht süchtig. Ich bin im Moment noch dabei, mein Diplom in Volkswirtschaftslehre zu machen. Und wer weiß: Vielleicht versuche ich ja auch noch zu promovieren.“

Stand: Februar 2012

Carina Grewe | 03.07.2018