Sportrecht öffnet Türen für Arbeit im Profifußball

Isa Zölitz, erste Absolventin Sports Business Management Foto: privat
Sportbegeistert im Job und privat: Isa Zölitz beim Hannover Marathon im Stadion von Hannover 96.

Während auf dem Campus der FernUniversität in Hagen heiße Sommertemperaturen herrschen, weht rund 440 Kilometer weiter nördlich in Kiel eine frische Brise. Dort genießt die Juristin Isa Zölitz (29) in ihrer Heimatstadt die Atmosphäre des Sommer- und Segelevents „Kieler Woche“ – und blickt gleichzeitig auf einen besonderen Meilenstein zurück: Sie ist die erste Absolventin des Zertifikats Sports Business Management am Institut für wissenschaftliche Weiterbildung der FernUniversität in Hagen.

Sportrecht als Türöffner für Arbeit im Profisport

Die Verbindung von Recht und Sport begleitet Isa Zölitz bereits seit ein paar Jahren. Schon während der Corona-Zeit absolvierte sie vor ihrem Rechtsreferendariat die Weiterbildung Sportrecht an der FernUniversität. „Das war sehr flexibel. Ich hatte damals nach meinem 1. Staatsexamen gerade etwas Zeit und konnte direkt loslegen“, blickt sie zurück. Gleichzeitig passten die Inhalte gut zu ihrer Sport-Begeisterung, die sie aus ihrer aktiven Zeit im Handball mitbringt.

Die Qualifikation ebnete ihr den Weg für ihre heutige Nebentätigkeit in der Rechtsabteilung beim Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel. Dort kümmert sich die Juristin im Nachwuchsleistungszentrum um Verträge und rechtliche Angelegenheiten. Je nach Saisonphase fällt unterschiedlich viel Arbeit an. „Es ist ein Saisongeschäft und macht unheimlich Spaß“, berichtet Isa Zölitz. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem verschiedene (arbeits-)vertragliche Angelegenheiten rund um den Nachwuchs wie das Erstellen von Förder- und Vertragsspielerverträgen sowie Transferverträge während der Wechselperioden. Auch die Anstellung von Trainerinnen und Trainern sowie weiterer Mitglieder des Staffs – vom Fahrer für die Nachwuchsspieler bis zur Sportpsychologin – gehören zu ihrem Alltag.

Zwischen Jura, Steuern und Digitalisierung

Für Isa Zölitz ist die Tätigkeit ein idealer Ausgleich. Die Kielerin genießt es, dass sie in zehn Minuten mit dem Fahrrad auf dem Vereinsgelände ist. In ihrem Hauptjob ist es für sie nicht so einfach möglich, ihre Kolleg:innen in Präsenz zu treffen. Denn das Unternehmen für digitale Prüfungsvorbereitung, in dem sie die Fachbereiche Jura und Steuern leitet, hat seinen Sitz hunderte Kilometer entfernt in Siegen. „Ich habe meinen Lebensmittelpunkt in Kiel. Daher arbeite ich zu 100 Prozent im Homeoffice“, erzählt sie.

Wie im Job setzt Isa Zölitz auch bei Weiterbildungen auf maximale Flexibilität. Die FernUniversität in Hagen lag für sie daher nah: Schon ihr Vater und Bruder studierten dort. Auch sie selbst schnupperte nach dem Abitur in einzelne wirtschaftswissenschaftliche Kurse hinein. „Ich habe zwischen BWL und Jura geschwankt, mich dann aber für ein Präsenzstudium in Jura entschieden“, sagt sie. Nach ihrem Jurastudium und dem zweiten Staatsexamen kehrte sie zur FernUni zurück, um ihr Wissen in BWL zu vertiefen – unter anderem in Rechnungswesen und Personalführung. „In der juristischen Ausbildung fehlt oft der wirtschaftliche Hintergrund“, erklärt sie. Vor den Klausuren nahm sie Urlaub zum Lernen. „Man sollte sich gut strukturieren können, gerade wenn man berufstätig ist“, nennt sie den Schlüssel zum Erfolg.

Isa Zölitz Foto: privat

„Das Angebot der FernUni ist sehr empfehlenswert für alle, die sich neben dem Beruf weiterbilden oder studieren möchten.“

Isa Zölitz

Weiterer Weg an der FernUni denkbar

Als 2025 die Weiterbildung Sports Business Management startete, verband Isa Zölitz ihre Kenntnisse aus Recht, Wirtschaft und Sport. Ihr fehlte nur noch das Modul „Sport, Digitalisierung & Digitale Transformation“. „Ich habe viele neue Ansätze kennengelernt, gerade auch im Hinblick auf Digitalisierung, die ich für meinen Hauptjob mitnehmen konnte“, zieht sie Bilanz. Die flexible Gestaltung mit Lernvideos und digitalen Materialien passte gut zu ihrem Berufsalltag.

Nach dem Abschluss des Sportzertifikats konzentriert sich Zölitz zunächst auf ihre aktuellen beruflichen Projekte – unter anderem die Einführung eines juristischen Online-Repetitoriums. Weitere Weiterbildungen schließt sie nicht aus. Ihr Fazit: „Das Angebot der FernUni ist sehr empfehlenswert für alle, die sich neben dem Beruf weiterbilden oder studieren möchten.“

Stand: Juli 2026

Carolin Annemüller | 09.07.2026