Was bedeutet die neue freiwillige Wehrpflicht?
Beim Politischen Salon am 19. März im Lutz Hagen geht es ums Thema „Wehrpflicht“. Wissenschaftler und Jugendliche aus politischen Verbänden diskutieren gemeinsam mit dem Publikum.
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Seit 2026 gilt eine neue „freiwillige Wehrpflicht“ in Deutschland: An ihrem 18. Geburtstag bekommen alle Jugendlichen von der Bundeswehr einen Fragebogen zugesandt, der die Bereitschaft zum Wehrdienst abfragt – Männer müssen darauf antworten.
Aber wie können Jugendliche und ihre Familien zu einer Entscheidung für oder gegen den Wehrdienst finden? Welchen Sinn macht er und welche Alternativen gibt es? Sollten jungen Männer und Frauen in dieser Angelegenheit gleichgestellt werden? Und wie können und wollen wir unser demokratisches Gesellschaftsmodell verteidigen und bewahren?
Darum geht es beim nächsten Teil des Politischen Salons am Donnerstag, 19. März, von 18 bis 20 Uhr im Kinder- und Jugendtheater Lutz Hagen, Elberfelder Straße 65, 58095 Hagen: „Das neue Wehrpflichtgesetz – was kommt auf Jugendliche zu?“. Die Veranstaltung ist kostenlos und richtet sich an alle Interessierten.
Einführung und historische Einordnung
Nach einem Einstieg mit dem Aufsatz „Die Wehrpflicht gleicher Bürger“ (Dr. Sven Altenburger, 2026) durch Schirmherr Andreas Meyer-Lauber startet die erste Podiumsrunde, die die Wehrpflicht in der Bundesrepublik Deutschland geschichtlich einordnet. Neben Meyer-Lauber diskutieren hier Prof. Dr. Patrick Sensburg, (Präsident des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr) und Prof. Dr. Andreas Haratsch (Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie Völkerrecht, FernUniversität in Hagen).
Was sagen die jungen Menschen?
In einer zweiten Runde kommen Jugendliche aus wichtigen politischen Verbänden in Hagen zu Wort. Über Wehrpflicht und Zivildienst sprechen Lennart Poll (Junge Liberale), Max Schneevoigt (Junge Union), Merle Marie Steinmann (Jusos), Fynn Ole Royla (Grüne Jugend) und Jan-Philipp Krahwinkel (Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands in Hagen). Immer mit dabei: das Publikum mit Fragen und eigenen Standpunkten. Die Moderation liegt diesmal beim freien Journalisten Felix Tusche und Pia Henneken (Leiterin des TalentKolleg Ruhr Hagen).
Der Politische Salon Hagen ist eine Veranstaltung der FernUniversität in Hagen in Kooperation mit dem Theater Hagen, dem Emil Schumacher Museum und dem Osthaus Museum.