FernUniversität verabschiedet KI-Strategie
Damit setzt sie einen verbindlichen Rahmen für den Umgang mit einer Technologie, die zunehmend alle Bereiche der Hochschule prägt.
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Das Rektorat der FernUniversität in Hagen hat im Juni die KI-Strategie der Hochschule verabschiedet. Damit setzt die FernUniversität einen verbindlichen Rahmen für den Umgang mit einer Technologie, die zunehmend alle Bereiche der Hochschule prägt – von Lehre und Studium über die Forschung, Verwaltung bis hin zu Governance und Infrastruktur.
Rektor Prof. Dr. Stefan Stürmer unterstreicht die Bedeutung der Verabschiedung: „Unser Anspruch ist es, die führende digitale Hochschule zu sein. Mit der KI-Strategie legen wir eine wichtige Grundlage für unsere Zukunftsfähigkeit. Sie hilft uns, den digitalen Wandel durch KI aktiv zu gestalten und unsere Stärken weiter auszubauen.“
„KI ist keine kurzfristige Modeerscheinung, sondern KI wird an der FernUni sowohl als eine disruptive Basistechnologie als auch als ein Werkzeug verstanden“, betont Prof. Dr. Claudia de Witt, Prorektorin für Lehre, Studium und KI in Bildungsprozessen. „Um die Potenziale von KI zu nutzen, müssen wir sie verantwortungsvoll, transparent und zielgerichtet einsetzen.“
Die Strategie formuliert ein strategisches Zielbild, strategische Grundsätze und jeweils Zielbilder für die Handlungsfelder mit entsprechenden Rahmenbedingungen – und verbindet den Innovationsanspruch der Universität mit einem reflektierten Umgang. „Wir verfolgen einen doppelten Auftrag: Wir entwickeln unsere eigenen Handlungsfelder weiter und begleiten zugleich die gesellschaftliche und wissenschaftliche Entwicklung kritisch“, erklärt die Prorektorin.
Entstanden im partizipativen Prozess
Erarbeitet wurde die Strategie in einem umfassenden partizipativen Prozess. Dabei brachten Vertreter:innen aus Wissenschaft, Technik und Verwaltung ihr Wissen ein. So baut die Strategie unter anderem auf der großen Expertise in der KI-Grundlagenforschung und Forschung zur digitalen Transformation der FernUniversität auf. Gleichzeitig sind aber auch externe Perspektiven eingeflossen, wie beispielsweise die Empfehlungen der Task Force „Künstliche Intelligenz im Bildungswesen“ für Schule, Hochschule und Weiterbildung in NRW.
Die Strategie hat eine Laufzeit von 2026 bis 2028 und ist auf den Hochschulentwicklungsplan abgestimmt. Eine Roadmap strukturiert die Umsetzung in drei Phasen: Zunächst geht es darum, Grundlagen zu schaffen – etwa durch Kompetenzaufbau, Pilotprojekte sowie den Ausbau von Governance- und Unterstützungsstrukturen. In einem zweiten Schritt werden erfolgreiche Ansätze verstetigt und skaliert, bevor KI bis 2028 als strategisches Querschnittsthema dauerhaft in Studium, Forschung und Verwaltung verankert werden soll.
Die Umsetzung der Strategie eröffnet aber auch schon jetzt neue Möglichkeiten und ist an vielen Stellen spürbar. Dazu zählen verpflichtende KI-Schulungen für alle Beschäftigten, der Anfang des Jahres eingerichtete KI-Lenkungskreis sowie der Ausbau der Infrastruktur, etwa im Rahmen von KI:connect.nrw. Auch in Studium und Lehre wird KI bereits stärker verankert. „Und gleichzeitig schaffen wir Strukturen, mit denen wir flexibel auf weitere Entwicklungen reagieren können“, ergänzt de Witt.
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