Globale Perspektiven und lokale Impulse

Bei der Veranstaltung „Pluriversum“ kamen unter dem Leitmotiv „Wie wollen wir in Hagen zusammenleben?“ internationale Perspektiven mit lokalen Erfahrungen und Initiativen zusammen.


„Ich sehe, wir haben einen Nerv getroffen“, freute sich Prof. Dr. Osman Isfen über die zahlreichen Gäste, die zur Veranstaltung „Pluriversum“ an die FernUniversität in Hagen gekommen waren. Unter dem Leitmotiv „Wie wollen wir in Hagen zusammenleben?“ kamen internationale Perspektiven mit lokalen Erfahrungen und Initiativen zusammen. Im Mittelpunkt stand die Idee des Pluriversums – einer Welt, in der unterschiedliche Lebensrealitäten, Perspektiven und Erfahrungen ihren Platz haben und miteinander in Austausch treten.

„An der FernUniversität verstehen wir uns nicht nur als Ort der Forschung und Lehre, sondern auch als Ort des gesellschaftlichen Dialogs und der politischen Bildung“, betonte der Prorektor für Weiterbildung, wissenschaftliche Karrieren und gesellschaftliche Verantwortung, der gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Tijen Ataoğlu die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hatte.

Dank an die Partnerinnen und Partner

In seinem Grußwort dankte Isfen den Partnerinnen und Partnern aus Stadtgesellschaft, Bildung, Kultur, Integration, Vereinssport und Verwaltung, die das Projekt mit großem Engagement ermöglicht hatten. Sein besonderer Dank galt zudem der Zivilgesellschaft, allen voran dem AllerWeltHaus Hagen. Gefördert wurde das Projekt der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland und des Kulturbüros Grupo Sal durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.

Tijen Ataoğlu sendete ein Grußwort per Videobotschaft aus Berlin. Sie schlug die Brücke zur Stadt Hagen: „Wir haben in Hagen ein Pluriversum. Denn 50 Prozent der Menschen haben einen internationalen Hintergrund.“ Vielfalt sei damit längst Teil des alltäglichen Zusammenlebens und zugleich eine wichtige Ressource für die Zukunft der Stadt.

Durch das Programm führten die ehemalige Diplomatin und Journalistin Sandra Weiss sowie Alberto Acosta. Der ehemalige Energie- und Bergbauminister Ecuadors spielte als Präsident der Verfassunggebenden Versammlung eine zentrale Rolle bei der Ausarbeitung der neuen Verfassung seines Landes. Ergänzt wurden die internationalen Perspektiven durch eine Live-Schaltung nach Peru: Diana Carolina Flores Rojas, Aktivistin mit indigenen Wurzeln und Doktorandin der Soziologie an der Pontificia Universidad Católica del Perú, brachte ihre Erfahrungen und Sichtweisen auf gesellschaftliche Teilhabe, Identität und Zusammenleben in die Diskussion ein. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Grupo Sal mit lateinamerikanischer Live-Musik. Bereits zur Eröffnung setzte zudem die Hagener Band Lichter der Großstadt mit zwei Liedern einen lokalen Akzent.

International und lokal

Markt der Möglichkeiten

Beim Markt der Möglichkeiten präsentierten sich: Prisma Bildungsplattform, Planet Future e.V., Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., Jüdische Gemeinde Hagen, Volkshochschule Hagen und Europabüro, Arbeiterwohlfahrt, AllerWeltHaus Hagen, FernUniversität in Hagen, Kommunales Integrationszentrum, StadtSportBund Hagen, TalentKolleg Ruhr Hagen, Tanzräume Int. Tanzfestival gUG, Ungarischer Kulturverein Vadrózsa e.V. Hagen

Denn im Zentrum der Gespräche stand auch die Frage, welche Impulse aus globalen Erfahrungen für das Zusammenleben vor Ort entstehen können. Welche Ideen lassen sich auf kommunaler Ebene aufgreifen? Welche Ansätze können den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken?

Passend dazu präsentierten sich rund um die Veranstaltung zahlreiche lokale Initiativen, Vereine und Einrichtungen auf einem „Markt der Möglichkeiten“. An den Ständen nutzten die Gäste die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Unter den Besucherinnen und Besuchern waren unter anderem Hagens Oberbürgermeister Dennis Rehbein sowie der Vorsitzende des Senats der FernUniversität, Prof. Dr. Thomas Bedorf.

Am folgenden Tag beschäftigten sich zudem Schülerinnen und Schüler des Rahel-Varnhagen-Kollegs Hagen bei einem anknüpfenden Workshop mit den Themen Identität und Werte sowie mit Möglichkeiten, gesellschaftliches Miteinander im eigenen Umfeld aktiv mitzugestalten.

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