Campusfest: Eine Bühne für Wissenschaft und Kultur

Tausende Menschen staunten beim Science Slam, entdeckten die FernUni und tanzten bis zum letzten Song. Für die kleinen Gäste war das Mitmach-Theater das große Highlight.


Ein Avatar erklärte, wie Lernen in virtuellen Welten funktioniert, in der Mensa lockten Kinder ein freundliches Kartonmonster aus seinem Versteck und vor der großen Bühne ließ mitreißende Livemusik kaum jemanden stillstehen. Bei gewohnt ausgelassener Stimmung lockte das Campusfest der FernUniversität in Hagen wieder einmal tausende Besucherinnen und Besucher auf einen Campus, auf dem Wissenschaft, Kultur und Unterhaltung zusammenfanden.

Unter dem Motto „Campus meets Theater“ war das Theater Hagen prominenter Partner und Topact. „Wissenschaft und Kultur haben mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick denkt: Beide wollen neue Perspektiven eröffnen, Fragen stellen, überraschen und Menschen erreichen“, sagte FernUni-Rektor Prof. Dr. Stefan Stürmer. Für ihn steht die Verknüpfung auch für die Verbindung zur Stadt: Die FernUniversität ist „nicht nur Universität in der Stadt, sondern Teil der Stadtgesellschaft“.

Wissenschaft mit Pointe

Wie unterhaltsam neue Perspektiven sein können, zeigte zuvor der Science Slam. Vier Teilnehmende aus unterschiedlichen Bereichen der FernUniversität hatten jeweils zehn Minuten Zeit, um komplexe wissenschaftliche Themen verständlich, pointiert und mit Humor zu präsentieren.

Seinen eigenen Avatar nahm Medienproduktionsleiter Axel Nattland mit auf die Bühne. An dessen Beispiel erklärte er, wie Menschen in 3D-Welten lernen können. Professorin Monika Imschloß machte hörbar, wie Musik unser Einkaufsverhalten beeinflussen kann. Masterstudent Christoph Abels trat im weißen Kittel samt Stethoskop auf. Sein Thema: Menschen suchen bei gesundheitlichen Fragen längst nicht mehr nur bei Google Rat, sondern auch bei ChatGPT – bei Risiken und Nebenwirkungen bleiben Arzt und Apotheke jedoch die bessere Adresse.

Sehr persönlich wurde es bei Jonas Listing. Der FernUni-Student, selbst ehemaliger Förderschüler mit Sprachbehinderung, slamte vor großem Publikum über Inklusion im deutschen Bildungssystem und fand ungewöhnliche Bilder für ein komplexes Thema. Der FernUni-Rektor zeigte sich von der gesamten Runde gleichermaßen beeindruckt: Nervosität sei den Teilnehmenden kaum anzumerken gewesen. Sein Fazit zum Format: „Genau das wollen wir als FernUniversität: Wissenschaft verständlich machen, ins Gespräch bringen und Menschen dafür begeistern.“

Von Hagen für Hagen

Dass der Campus dabei Menschen mit ganz unterschiedlichen Verbindungen zur Universität zusammenbrachte, gehört zum Konzept. Bereits mittags waren gut 50 Alumni zum Homecoming zurückgekehrt; mit Begleitungen kamen rund 60 Personen zusammen. Sie besichtigten unter anderem den Immersive Collaboration Hub (ICH) mit seinen Möglichkeiten rund um Virtual- und Augmented-Reality und warfen bei einer Führung durch das Theater Hagen einen Blick hinter die Kulissen.

Homecoming 2026 Artikel Foto: FernUniversität
Homecoming beim Campusfest

Vor dem öffentlichen Abendprogramm empfing die FernUni zudem Gäste aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Partnerinstitutionen. Rektor Stefan Stürmer sprach dort über die Weiterentwicklung der Universität und die stärkere Vernetzung mit der Region. „Die Entwicklung der FernUniversität gelingt nicht im Alleingang“, so der Rektor.

Das zweite große Thema des Tages gehörte dem Theater. Schon am Nachmittag verwandelte sich dafür die Mensa: Tische und Stühle wichen einer Spielfläche. Beim Überraschungsstück „Das Dingsda“ erlebten die kleinsten Besucherinnen und Besucher des Campusfests, wie man ganz ohne Worte, dafür aber mit viel Fantasie und ein bisschen Mut, auch mit ganz unbekannten Wesen Freundschaft schließen kann. Am Ende ließ sich das freundliche Kartonmonster vom fröhlich auf der Bühne tanzenden jungen Publikum aus seinem Versteck locken.

„Campus meets Theater“ für Groß und Klein

Auch andernorts zeigte sich, wie gut das Familienprogramm angenommen wurde. Vor dem Kinderschminken bildete sich eine lange Schlange. Die Campusführungen waren ebenfalls stark nachgefragt: Kurzweilig führten sie durch die Geschichte des Hagener Campus, in die Universitätsbibliothek, ins Videostudio, in dem unter anderem digitale Lehrangebote produziert werden, sowie den Immersive Collaboration Hub.

Dazu kamen Bücherflohmarkt und FernUni-Shop, der sein sonst digitales Sortiment diesmal vor Ort präsentierte. An zahlreichen Informations- und Aktionsständen stellten sich unter anderem Studienberatung, StudyFit, Deutschlandstipendium, die FernUni-Ausbildung, Weiterbildung und das weiterbildende Studium DYNERGY vor. Den direkten Kontakt suchen, konnten Besucherinnen und Besucher auch mit der Studierendenvertretung, der Kreishandwerkerschaft sowie natürlich dem Theater Hagen.

Als am Abend die Musik übernahm, füllten sich schließlich auch noch die letzten Lücken vor der großen Bühne. Joy Bach & Friends brachten Kinder ebenso wie Erwachsene mit bekannten Coversongs zum Tanzen. Später gehörte die Bühne Vanessa Henning und der Soultrain-Rockshow-Band. Mit viel Energie und Bühnenpräsenz hielt sie die Menge bis zum letzten Song bei bester Laune in Bewegung und verwandelte mit bekannten Titeln von Pink, Melissa Etheridge und Nena den Roten Platz in eine große Tanzfläche. Theaterintendant Søren Schumacher heizte das Publikum noch einmal an, während Bühne und FernUni-Gebäude in stimmungsvollem Licht strahlten. So endete ein Campusfest, das seinem Motto alle Ehre machte: Aus „Campus meets Theater“ wurde damit endgültig eine gemeinsame Party von FernUni und Theater Hagen.

Das könnte Sie noch interessieren

Foto: FernUniversität

Homecoming: In Verbindung bleiben und die FernUni ganz nah erleben

Rund 50 Absolventinnen und Absolventen der FernUniversität reisten aus allen Himmelsrichtungen an, um den Campus zu erleben, das Hagener Theater zu entdecken und sich zu vernetzen.

Foto: Sophie Schueler

Alumnifeiern in Frankfurt: 107 Abschlüsse, viele individuelle Wege

Zwei sehr unterschiedliche Bildungswege zeigen, wie Studium, Beruf und persönliche Lebensentwürfe miteinander verbunden werden können. Gewürdigt werden alle.