Alumnifeier in Wien: Beständigkeit und Innovation
Rund 120 Menschen kamen in der historischen Kassenhalle der Postsparkasse in Wien zusammen, um die Abschlüsse von 30 Absolvent:innen der FernUniversität in Hagen zu feiern.
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In einem würdigen Festakt, musikalisch begleitet von einem Ensemble des Kepler Blasorchesters, wurden Alumni aus allen fünf Fakultäten von Vertreter:innen der FernUniversität sowie der Johannes Kepler Universität Linz für ihre Leistungen geehrt.
Die Veranstaltung machte zugleich eine institutionelle Verbindung sichtbar, die seit Jahrzehnten trägt. Die FernUniversität beging im vergangenen Jahr ihr 50-jähriges Bestehen, die Johannes Kepler Universität Linz (JKU) feiert aktuell ihr 60-jähriges Jubiläum. Ihre Zusammenarbeit reicht bis zur Gründung des Zentrums für Fernstudien vor 35 Jahren zurück. Gemeinsam ermöglichen sie staatliche universitäre Fernstudienangebote in Österreich.
Bewährte Strukturen, neue Möglichkeiten
Beide Universitäten verbinden wissenschaftliche Grundlagen mit dem Anspruch, auf gesellschaftliche und technologische Veränderungen zu reagieren. Gerade in Zeiten der digitalen Transformation kommt es darauf an, bewährte akademische Standards mit neuen Möglichkeiten des Lernens zu verbinden.
Kirsten Pinkvoss aus dem Bereich des Kanzlers der FernUniversität überbrachte stellvertretend die Glückwünsche des Rektors der FernUniversität Prof. Stefan Stürmer. Darin wird die Hochschule als offener, flexibler Möglichkeitsraum beschrieben, dessen Wirkung von den Menschen ausgeht, die ihn nutzen und gestalten. „Ein Studium vermittelt nicht nur Fachwissen, sondern fördert auch analytisches Denken, faktenbasierte Argumentation und die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten. Diese Kompetenzen sind gerade in der Gegenwart von großem Wert – auch über nationale Grenzen hinaus“, zitierte Kirsten Pinkvoss.
Prof. Andreas Janko, Vizerektor für Lehre an der JKU, lenkte den Blick auf die Anforderungen eines Fernstudiums. Die Flexibilität eröffnet besondere Chancen, verlangt den Studierenden aber zugleich Eigenständigkeit, Disziplin und Resilienz ab. Wer diese Herausforderungen meistert, kann zu Recht stolz auf den eigenen Abschluss sein.
Erfolg braucht mehr als Disziplin
Wie sich diese Anforderungen im Studienalltag auswirken, schilderte eine Alumna des Bachelorstudiengangs Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft und Soziologie. Mit feinsinnigem Humor berichtete sie von den Besonderheiten eines Studiums auf Distanz: Einerseits gibt es weniger Ablenkung durch ein geselliges Campusleben, andererseits fehlen oft die unmittelbaren Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Kommiliton:innen.
Neben der eigenen Organisation ist deshalb auch das Umfeld entscheidend. Die Unterstützung durch Familie und Freundinnen sowie die Betreuung durch Lehrende und Servicemitarbeiterinnen haben wesentlich zur Motivation und zum Studienerfolg beigetragen. Ihr Dank galt ausdrücklich auch den Menschen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass ein Fernstudium gelingt.
Vielfalt als Erfahrung für die Zukunft
Als Gastgeberin betonte Pia Olisar, Leiterin des Zentrums für Fernstudien Wien, auch den Wert der gelebten Vielfalt, den die Alumni in einer vom Gedanken der Barriere- und Diskriminierungsfreiheit geprägten Institution mitgestaltet hatten: „Die Erfahrung im Zusammenarbeiten von Menschen mit verschiedensten Voraussetzungen und das Wissen um die Leistungsfähigkeit, die durch den Abbau von Hürden entsteht, können Ihnen von unschätzbarem Vorteil sein und Sie zu Expert:innen der Gestaltung neuer Lebens- und Arbeitswelten werden lassen.“
Die 30 geehrten Absolvent:innen aus allen fünf Fakultäten stehen damit auch für eine Stärke des Fernstudiums: Akademische Bildung lässt sich in unterschiedliche Lebenssituationen integrieren, ohne auf wissenschaftliche Ansprüche zu verzichten.
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