FAQ zu den Corona-Rahmenbedingungen

Stand: 19. Januar 2022

Homeoffice

  • Die im Infektionsschutzgesetz vorgesehene sogenannte „Homeofficepflicht“ bedeutet, dass Beschäftigte, die Büroarbeit oder vergleichbare Tätigkeiten erledigen, grundsätzlich im Homeoffice bleiben müssen. Ausnahmen darf es nur dann geben, wenn es dafür zwingende, betriebsbedingte Gründe gibt, das heißt wenn die Arbeit nicht „mit nach Hause“ genommen werden kann. Beispiele: Die Bearbeitung von Akten, die nur in Papierform vorhanden sind, oder die Erledigung von Papierpost; Arbeiten an technischen Geräten oder mit technischer Ausstattung, die nur am Arbeitsplatz vorhanden ist; Arbeiten im Versand oder in der Druckerei; Arbeiten im Bücherbestand der Bibliothek. Beschäftigte müssen auch dann nicht im Homeoffice arbeiten, wenn die Arbeitsbedingungen zu Hause nicht ausreichend sind, also bei räumlicher Enge, dauerhafter Störung durch Dritte oder unzureichender technischer Ausstattung.

    Die Gründe müssen jeweils von den Vorgesetzten dokumentiert werden.

  • Auch bei Dienstbesprechungen, Gremiensitzungen etc. muss darauf geachtet werden, ob es zwingende, betriebsbedingte Gründe dafür gibt, sie in Präsenz durchzuführen. Beispiele: Ortstermine und Begehungen von Räumlichkeiten; Besprechungen, für die gemeinsam auf Papierakten zurückgegriffen werden muss; Besprechungen, die die gemeinsame Nutzung von technischem Equipment voraussetzen.

  • Bewerbungsgespräche dienen dazu, potenzielle Mitarbeiter*innen bzw. Kolleg*innen persönlich kennen zu lernen. Gleichzeitig stellen die Gesprächssituationen in Präsenz ein Risiko für alle Beteiligten dar, insbesondere weil auch Geimpfte sich und andere infizieren können. Deshalb gilt es sorgsam abzuwägen, ob die Gespräche in Präsenz durchgeführt werden müssen, und wenn ja, wie das Risiko so weit wie möglich reduziert werden kann:

    • Gespräche in Präsenz sollten nur bei der Vergabe von unbefristeten Stellen oder bei befristeten Stellen mit einer besonderen Bedeutung vorgesehen werden. Auch in der Person der Bewerber*innen liegende Gründe können für ein Präsenzgespräch sprechen, z.B. aufgrund einer Seh- oder Hörbehinderung.
    • Vor allem bei einer größeren Zahl an Bewerber*innen ist dringend zu empfehlen, die Gespräche zweistufig durchzuführen. Die ersten Gespräche können im digitalen Format geführt werden und dienen der Vorauswahl. Mit den am besten geeigneten Kandidat*innen wird dann jeweils ein zweites Gespräch in Präsenz geführt. So lässt sich die Zahl der Kontakte auf ein Mindestmaß reduzieren.
    • Alle Anwesenden müssen während der gesamten Dauer des Gesprächs mindestens eine medizinische Maske tragen.
    • Vor dem Gespräch muss kontrolliert werden, dass die Bewerber*innen die 3G-Regel einhalten.

3G-Regel

  • Die 3G-Regel besagt, dass Beschäftigte, Studierende und Besucher*innen die FernUniversität seit dem 24.11. nur noch dann betreten dürfen, wenn sie entweder gegen das Coronavirus geimpft, von einer Infektion genesen sind oder einen aktuellen, negativen Test nachweisen können. Für die Beschäftigten ergibt sich die Verpflichtung aus dem Infektionsschutzgesetz („3G am Arbeitsplatz“), für alle übrigen Personen leitet sie sich aus der Coronaschutzverordnung NRW ab. In den Regionalzentren/Campusstandorten gelten unter Umständen noch weiterführende Regelungen.

    Die Regelung soll dazu beitragen, die akute vierte Infektionswelle möglichst schnell zu brechen und das allgemeine Infektionsgeschehen in Deutschland effizient einzudämmen. Geimpfte und Genesene werden seltener infiziert und werden somit auch seltener zu Überträger*innen des Coronavirus SARS-CoV-2. Getestete Ungeimpfte sind nicht vor einer Infektion geschützt. Die Testung reduziert jedoch das Infektionsrisiko für andere Anwesende, insbesondere für Personen mit erhöhtem Risiko. Neben dem Schutz der individuellen Gesundheit soll die 3G-Regel auch dafür sorgen, dass der Universitätsbetrieb nicht durch krankheitsbedingte Personalengpässe beeinträchtigt wird.

  • Streng genommen gilt die 3G-Regel auf dem gesamten Campus, da er im Sinne des Gesetzgebers die Arbeitsstätte der FernUni-Beschäftigten ist. Kontrollen der 3G-Regel finden in der Regel aber nicht auf dem Außengelände statt, sondern am Arbeitsplatz bzw. in den Gebäuden.

  • Die 3G-Regeln für Beschäftigte gelten bundesweit. In einzelnen Bundesländern gelten zum Teil andere, meist strengere Regelungen. Wir empfehlen, sich vor einem Besuch beim jeweiligen Regionalzentrum/Campusstandort über die dort aktuell geltenden Regelungen zu informieren.

  • Zurzeit gilt die 2G-Regel an der FernUniversität nur für externe Besucher*innen der Universitätsbibliothek und der Mensa sowie in den Regionalzentren/Campusstandorten, in deren Bundesländern sie z.B. für Lehrveranstaltungen vorgeschrieben ist. Die 2G-Regel besagt, dass nur Genesene oder Geimpfte Zutritt haben.

  • Die Hochschulleitung hat die Überwachung der Einhaltung der 3G-Regel an die einzelnen Vorgesetzten delegiert, die jeweils die ihnen unterstellten Beschäftigen kontrollieren müssen. Die Vorgesetzten können die Kontrollen ihrerseits an geeignete Beschäftigte delegieren. Die Delegation muss schriftlich erfolgen und dokumentiert werden. Außerdem müssen die Beschäftigten darüber informiert werden, wer für die Kontrolle zuständig ist.

    Bei Lehrveranstaltungen und öffentlichen Veranstaltungen sind die jeweiligen Verantwortlichen für die Kontrolle zuständig, sie können diese auf geeignete Personen übertragen. Auch hier muss die Übertragung schriftlich erfolgen und dokumentiert werden. Bei Beratungs- und Servicestellen erfolgt die Kontrolle von Studierenden, Studieninteressierten etc. durch die jeweiligen Beratungs- und Servicekräfte. Fremdfirmen müssen durch die jeweiligen Ansprechpersonen auf Seiten der FernUni kontrolliert werden.

  • Grundsätzlich muss an jedem Arbeitstag der 3G-Status der Beschäftigten bekannt sein. Wenn die/der Vorgesetzte den Genesenen- oderImpfnachweis einmal kontrolliert und das Vorhandensein dokumentiert hat, können die betreffenden Beschäftigten ab diesem Zeitpunkt von den täglichen Zugangskontrollen ausgenommen werden, so lange der Nachweis gültig ist. Bei Personen, die lediglich einen Negativtestnachweis vorweisen können, muss dagegen an jedem Arbeitstag kontrolliert werden (Ausnahme: PCR-Tests sind 48h gültig).

  • Die Kontrollen müssen nicht am Eingang der Gebäude stattfinden. Es reicht aus, wenn die Beschäftigten bei Arbeitsaufnahme kontrolliert werden. Dazu müssen sie sich unaufgefordert bei ihrer/ihrem Vorgesetzten einfinden, bzw. bei der Person, die an dem betreffenden Arbeitstag für die Kontrolle zuständig ist. Bei Veranstaltungen müssen die für die Kontrollen verantwortlichen Personen die Teilnehmenden am Eingang zum Veranstaltungsraum kontrollieren.

  • Bei der 3G Kontrolle muss überprüft werden, ob die jeweilige Person einen gültigen Impf-, Test- oder Genesenennachweis hat. Zusätzlich muss die Identität der Person mit einem amtlichen Lichtbildausweis überprüft werden. Bei persönlich bekannten Personen (z.B. Mitarbeitenden) kann auf die Überprüfung des Ausweises verzichtet werden.

  • Bei der Kontrolle muss dokumentiert werden, ob der 3G-Status nachgewiesen wurde. Aus Gründen der Datensparsamkeit dürfen in Bezug auf die kontrollierte Person nur folgende Informationen festgehalten werden:

    Nutzen Sie zur Dokumentation möglichst die Muster-Exceltabelle auf der Corona-Infoseite für Beschäftigte. Die Dokumentation muss fortlaufend geführt werden. Testnachweise müssen arbeitstäglich erfasst werden, bei Impf- und Genesenennachweisen genügt die einmalige Erfassung.

  • Ja, Beschäftigte müssen selbst für die erforderlichen Nachweise sorgen. Das bedeutet für Ungeimpfte, dass sie sich selbst darum kümmern müssen, rechtzeitig außerhalb ihrer Arbeitszeit einen Test bei einer amtlich anerkannten Teststelle durchführen zu lassen. Sollten dabei Kosten entstehen (z.B. bei PCR-Tests), müssen die Beschäftigten selbst dafür aufkommen. Die FernUniversität ist nicht dazu verpflichtet, beaufsichtigte Selbsttests anzubieten.

  • Die zur Verfügung gestellten Selbsttests dienen ausschließlich dem Eigengebrauch und sind nicht für die 3G-Kontrolle geeignet. Als „beaufsichtigte Selbsttests“ im Sinne des Infektionsschutzgesetzes gelten nur solche Tests, die von eigens dafür geschulten Personen beaufsichtigt werden. Eine Aufsicht durch andere Personen, z.B. Vorgesetzte, ist nicht ausreichend. Die FernUniversität bietet aus organisatorischen Gründen keine beaufsichtigten Selbsttests an. Beschäftigte müssen sich daher bei den amtlich anerkannten Teststellen testen lassen.

  • Sollte der 3G-Nachweis nicht vorgelegt werden, hat die/der Beschäftigte das Gebäude umgehend zu verlassen und erst wieder zu betreten, wenn er/sie einen gültigen 3G-Nachweis vorlegen kann.

    Wer aufgrund eines fehlenden 3G-Nachweises die vorgesehene Arbeitsleistung nicht erbringt, muss mit einer Abmahnung und im Wiederholungsfall einer Kündigung rechnen. Außerdem besteht für die Zeit des Arbeitsausfalls kein Anspruch auf Lohn oder Gehalt. Das Arbeiten in Präsenz ohne gültigen 3G-Nachweis stellt außerdem eine Ordnungswidrigkeit nach dem Infektionsschutzgesetz dar, für die ein Bußgeld verhängt werden kann.

  • Seit dem 15. Januar 2022 müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein, um als „genesen“ zu gelten:

    1. Der Nachweis der Corona-Infektion muss mittels PCR-Test erfolgt sein

    UND

    2. das Datum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen

    UND

    3. das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.

    Die Dauer des Genesenenstatus wurde von 6 Monate auf 90 Tage reduziert, da neue wissenschaftliche Erkenntnisse darauf hindeuten, dass Ungeimpfte nach einer durchgemachten Infektion einen im Vergleich zur Deltavariante herabgesetzten und zeitlich noch stärker begrenzten Schutz vor einer erneuten Infektion mit der Omikronvariante haben.

    Achtung: es ist zu erwarten, dass sich die Anforderungen an den Genesenenstatus sich in Zukunft häufiger ändern werden. Bitte informieren sie sich hierzu selbstständig unter folgender Internet-Adresse: www.rki.de/covid-19-genesenennachweis

Maskenpflicht/Bürobelegung

  • Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske gilt in allen Gebäuden außerhalb des eigenen Büros. Auch bei Lehrveranstaltungen, Prüfungen, öffentlichen Veranstaltungen und Dienstbesprechungen muss von allen Anwesenden dauerhaft eine Maske getragen werden. Nur bei Prüfungen dürfen Immunisierte (Geimpfte und Genesene) ausnahmsweise auf das Tragen einer Maske verzichten, sofern der Mindestabstand von 1,5m zu den anderen an der Prüfung teilnehmenden Personen eingehalten werden kann.

  • Nein, Büros dürfen grundsätzlich jeweils nur von einer Person belegt werden. Auch bei Einhaltung der 3G-Regel besteht ein Infektionsrisiko, das umso höher ist, je länger sich mehrere Personen gemeinsam in einem Raum aufhalten.