FernUni als Brücke zwischen den Welten

Kein FernUni-Event ohne Nachwuchs in den Stuhlreihen: Eine Absolventin kam mit drei kleinen Kindern und ihrem Abschluss zur Alumnifeier nach Hagen.


Alumnifeier-hagen-titel Foto: Volker Wiciok

Die Mischung macht’s, sie bereichert jede Veranstaltung mit Studierenden und Absolvent:innen: Unterschiedliche Altersgruppen, darunter viele junge Gesichter, verschiedene berufliche und persönliche Hintergründe und individuelle Bildungswege prägen das Bild im Saal. So zeigte sich auch die Alumnifeier der Fakultäten für Mathematik und Informatik, Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft als ein Treffen diverser Lebensgeschichten.

Lebenswege kreuzen Studienverläufe

Diese Vielfalt steht exemplarisch für den Anspruch der FernUniversität, akademische Bildung unabhängig von Zeit, Ort und Lebensphase zu ermöglichen. In ihrer Rede betonte Prorektorin Prof. Claudia de Witt entsprechend: „Wenn ich heute Abend in diesen Raum blicke, sehe ich nicht nur Studienabschlüsse. Ich sehe Lebenswege.“ Viele davon seien „nicht immer geradlinig“ verlaufen, hätten Umwege, Pausen oder Neuanfänge umfasst – und dennoch zum erfolgreichen Abschluss geführt.

Ordensschwester mit akademischen Zielen

Wie unterschiedlich diese Wege sein können, zeigt das Beispiel von Sophia Weixler: Ihr Weg sei „nicht akademisch geradlinig“, vielmehr ist er eng mit ihrer Lebensrealität als Ordensschwester verbunden – geprägt von vielfältigen Erfahrungen, Herausforderungen und der „festen Überzeugung, dass Bildung dort ansetzen muss, wo das Leben stattfindet“. Die Absolventin schilderte ihren vielseitigen Alltag als Ordensschwester – zwischen Pflege ihrer Mitschwestern, der Begleitung junger Menschen bei einem Auslandsjahr in Tansania und ihren Einsätzen als Simultanübersetzerin für Suaheli. Entscheidend ist dabei die Flexibilität des Fernstudiums gewesen. Die Möglichkeit, Lernzeiten individuell zu gestalten – „sei es nachts, am Wochenende oder zwischen festen Verpflichtungen“ – erlaubt es ihr, Studium und vielfältige Aufgaben miteinander zu verbinden.

Die FernUniversität ist für sie deshalb „mehr als nur ein Ort des Lernens“, sie ist „eine Brücke, die es mir erlaubte, meine Berufung als Ordensschwester zu leben und gleichzeitig einen akademischen Weg zu gehen“. Sophia Weixler hat ihren Bachelor in Rechtswissenschaften abgeschlossen, den Master fast fertig und ist gleichzeitig im EJP eingeschrieben.

Zugleich betonte sie den Gemeinschaftsgedanken unter den Absolvent:innen: „Die Distanz lässt den Wert persönlicher Begegnungen steigen. Wir lernen zwar alle individuell, kommen aber als Teil einer großen akademischen Gemeinschaft zum Ziel.“ Mit Blick auf den Abschluss unterstrich sie die Verantwortung, die mit dem Studium einhergeht. Es gehe „nicht nur um akademische Titel, sondern um die Fähigkeit, das erworbene Wissen einzusetzen, um anderen zu helfen und einen wirksamen Beitrag für unsere Gesellschaft zu leisten und Antworten auf dringende gesellschaftliche Fragen zu finden.“

Weitermachen im Möglichkeitsraum

In ihrer Rede hatte Prorektorin Prof. Claudia de Witt inhaltlich viele der Themen angesprochen, die auch die Absolventin später aufgriff. Claudia de Witt stellte den Abend ganz in den Kontext individueller Bildungsbiografien und betonte die Bedeutung von Bildung als Teil des gelebten Lebens. Sie würdigte die unterschiedlichen Hintergründe der Absolvent:innen und hob hervor, dass gerade diese Vielfalt den Charakter der FernUniversität prägt. Zugleich unterstrich sie, dass ein Fernstudium insbesondere Disziplin und Eigenverantwortung erfordere: Viele haben „zwischen beruflichen Terminen, familiären Aufgaben und den Anforderungen des Alltags studiert“, haben „gelernt, wenn andere Feierabend hatten“ und „weitergemacht, wenn es anstrengend wurde“. Die FernUniversität ist dabei „kein Elfenbeinturm“, sie ist ein „Möglichkeitsraum“ – ein Raum, den die Absolvent:innen aktiv genutzt haben. Ihr Abschluss steht deshalb nicht nur für fachliche Kompetenz: „Er steht auch für eine Haltung: dranzubleiben. Weiterzugehen. Sich Ziele zu setzen – und sie zu erreichen.“

Auch im Schlusswort verband de Witt den Gedanken individueller, nicht geradliniger Bildungswege mit dem Blick in die Zukunft: „Der Abschluss ist kein Endpunkt. Er ist ein Aufbruch.“ Die Absolvent:innen nähmen die Erfahrung mit, „dass man seinen eigenen Weg gehen kann.“ Gerade darin liegt die eigentliche Stärke eines FernUni-Abschlusses: „Die Gewissheit, dass man sich Wissen selbst erschließen kann, dass man Herausforderungen bewältigen kann – und dass man auch lange Wege erfolgreich zu Ende bringt.“

Enormer Respekt vor Studienerfolgen

All diesen Erfolg zollte Bürgermeisterin Karin Köppen als Vertreterin der Stadt Hagen ihren „enormen Respekt“ und wandte sich an die Absolvent:innen: „Sie sind ein Beweis dafür, wie wichtig es ist, dass es die FernUni gibt.“ Zudem betonte sie die enge Verbundenheit und gute Zusammenarbeit der Stadt und der Universität.

Musikalisch sorgte die Hagener Sängerin Joy Bach mit ihrer Interpretation verschiedener Songs für den stimmungsvollen Rahmen des Abends.

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