FernUniversität treibt Digitalisierung im Gesundheitswesen voran

Der neue Forschungsschwerpunkt Digital Health bündelt interdisziplinär die wissenschaftlichen Kompetenzen der FernUniversität zur digitalen Transformation.


Digitale Gesundheit, Forschungsschwerpunkt, Gruppenbild Foto: Volker Wiciok
Sommertreffen des neuen Forschungsschwerpunkts Digital Health: Forschende aus unterschiedlichen Fachgebieten vernetzen sich.

Das Gesundheitswesen steht vor tiefgreifenden Herausforderungen: steigender Kostendruck, Fachkräftemangel und wachsende Anforderungen an Prävention und medizinische Versorgung. Der neue Forschungsschwerpunkt Digital Health setzt genau hier an und bündelt interdisziplinär die wissenschaftlichen Kompetenzen der FernUniversität zur digitalen Transformation des Gesundheitssektors.

„Aus einer engagierten Forschungscommunity heraus haben wir uns zu einem eigenständigen und leistungsfähigen Forschungsschwerpunkt entwickelt“, erklärt Sprecherin Prof. Dr. Jenny S. Wesche. Mit offiziellem Start als interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt im Juni 2026 ergänzt Digital Health die bereits etablierten Forschungsschwerpunkte digitale_kultur und Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit (EUN) sowie das Forschungszentrum Center of Advanced Technology for Assisted Learning and Predictive Analytics (CATALPA) an der FernUniversität.

Wie der Forschungsschwerpunkt Digital Health entstanden ist

Die Wurzeln des neuen Forschungsschwerpunkts reichen in die Digital Health Community Hagen zurück, die vor zwei Jahren aus dem früheren Forschungsschwerpunkt Arbeit – Bildung – Digitalisierung (ABD) hervorgegangen ist. ABD hatte sich auf digitale Transformationsprozesse in der Arbeits- und Bildungswelt konzentriert, von denen Gesundheit neben Wirtschaft, Verwaltung und Bildung ein Themenfeld war. Zwischen 2022 und 2024 wurden insgesamt 14 Forschungsprojekte durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert, ebenso der Aufbau des Instituts selbst. In einer zweiten Phase (2024–2025) folgte die thematische Konsolidierung und die gezielte Profilbildung des Forschungsschwerpunkts, die schließlich zu einem klaren Fokus führte: Digital Health als zentraler Bezugspunkt für zukunftsweisende, interdisziplinäre Forschung. „Wir bearbeiten zentrale Fragen der digitalen Transformation im Gesundheitswesen und leisten damit einen Beitrag, um die Prävention und die medizinische Versorgung zu verbessern“, betont Koordinatorin Dr. Anita Mörth. In fakultätsübergreifenden Projekten und oft mit Partner:innen aus der Praxis wird zu innovativen digitalen Lösungen geforscht und deren Einsatz in der Praxis begleitet.

Forschungsschwerpunkt Digital Health Foto: Sdecoret - stock.adobe.com
Aus einer engagierten Community heraus hat sich der eigenständige Forschungsschwerpunkt Digital Health entwickelt.

So geht es weiter

Von jetzt an richtet sich der Blick klar nach vorn: Der neue Forschungsschwerpunkt Digital Health soll wachsen, sein Profil weiter schärfen, sichtbarer werden und den Wissenstransfer stärken. Regelmäßige Community-Treffen fördern den interdisziplinären Austausch, während neue Strukturen und Angebote im Laufe der Zeit ausgebaut werden.

Ein zentrales Format ist die Ringvorlesung „Digital Health“, die aktuelle Themen der digitalen Gesundheit aufgreift und sich an Studierende, Fachpraxis und die interessierte Öffentlichkeit richtet. Darüber hinaus wird jährlich das interdisziplinäre Forschungssymposium „Metaverse meets Health“ ausgerichtet. Das nächste findet am 29. September 2026 statt und es können bereits Abstracts zu Forschungsprojekten im Themenfeld Digital Health eingereicht werden.

Auch in der Lehre setzt der Forschungsschwerpunkt neue Impulse: Für das Frühjahr 2027 ist die Veröffentlichung eines interdisziplinären Lehrwerks zum Thema Digital Health vorgesehen. Die Mitglieder des Forschungsschwerpunkts arbeiten hier unter der Herausgeberschaft von Prof. Dr. Till Winkler (Informationsmanagement) und Prof. Dr. Christel Salewski (Gesundheitspsychologie) eng mit der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke und weiteren Forschenden aus dem ganzen Bundesgebiet zusammen.

Mit dem neuen Forschungsschwerpunkt unterstreicht die FernUniversität ihren Anspruch, gute Infrastrukturen für innovative Forschung zu schaffen und die digitale Transformation mit ihren gesellschaftlichen Herausforderungen aktiv mitzugestalten.

Newsletter-fernuniFoto: Jakob Studnar

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Carolin Annemüller | 16.06.2026