International und jung: EuroCG 2026 stärkt Netzwerk in Algorithmischer Geometrie
Die FernUniversität in Hagen war Gastgeberin des 42. European Workshop on Computational Geometry (EuroCG 2026).
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Die Fachkonferenz brachte Forschende aus ganz Europa und darüber hinaus zusammen, um aktuelle Entwicklungen der algorithmischen Geometrie zu diskutieren. Mit 154 Teilnehmenden verzeichnete die Konferenz in Hagen die bislang höchste Beteiligung in der Geschichte des Workshops. „Das zeugt vom Vertrauen in die FernUniversität. Für uns war die Ausrichtung ein Dienst an der Community“, freut sich Prof. André Schulz über die positive Resonanz. Der Leiter des Lehrgebiets Theoretische Informatik hat gemeinsam mit seinem Team die Tagung organisiert.
Nachwuchswissenschaftler:innen stärken
Die EuroCG brachte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich und den Niederlanden zusammen, darüber hinaus reisten Forschende aus Korea, Japan und den USA an. Auffällig war dabei der hohe Anteil an Nachwuchswissenschaftler:innen. Viele junge Forschende – darunter auch zahlreiche Frauen – nutzten die Tagung, um ihre Arbeiten vorzustellen und sich zu vernetzen. Die EuroCG versteht sich als offenes Forum, das insbesondere Grundlagenforschung fördert und den wissenschaftlichen Austausch in frühen Karrierephasen ermöglicht.
Das wissenschaftliche Programm umfasste 94 begutachtete Beiträge, die alle ein Peer-Review-Verfahren als Teil des Publikationsprozesses durchlaufen haben. Sämtliche Abstracts sind bereits veröffentlicht. Ergänzt wurde das Programm durch internationale Keynotes aus den USA, aus Bochum und aus Brüssel.
Algorithmischen Verarbeitung geometrischer Probleme
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Die Algorithmische Geometrie ist ein Teilgebiet der Informatik, das sich mit der algorithmischen Verarbeitung geometrischer Probleme beschäftigt. „Im Kern geht es um die Frage: Wie können wir Probleme algorithmisch lösen – auf der Konferenz vor allem geometrische Probleme“, erklärt André Schulz. Die Themen reichen von grundlegenden theoretischen Fragestellungen bis zu Anwendungen mit technischem Bezug. „Da geht es etwa um Fragen, wie sich Roboter rekonfigurieren können, um bestimmte geometrische Positionen zu erreichen oder wo Sendemasten platziert werden sollten, um mit sich bewegenden Drohnen zu kommunizieren“, erläutert André Schulz beispielhaft.
Aktive Rolle in zukunftsrelevanter Forschung
Die EuroCG findet seit mehr als vier Jahrzehnten jährlich statt. Bereits 1993 war die Tagung an der FernUniversität zu Gast – damals organisiert von Prof. Christian Icking, der bis heute Mitglied der Fakultät für Mathematik und Informatik ist. „Mit der Ausrichtung von EuroCG unterstreicht die FernUniversität ihre internationale Sichtbarkeit in der Informatik und ihre aktive Rolle in einem zukunftsrelevanten Forschungsfeld“, so André Schulz.
Unterstützt wurde die Konferenz von der Deutsche Forschungsgemeinschaft, der Freundesgesellschaft der FernUniversität sowie der Fakultät für Mathematik und Informatik der FernUniversität.
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