FernUniversität in Hagen und Universitat Oberta de Catalunya vertiefen strategische Zusammenarbeit
Die FernUniversität in Hagen und die Universitat Oberta de Catalunya (UOC) wollen ihre Zusammenarbeit in zentralen Zukunftsfeldern der Hochschulentwicklung weiter ausbauen.
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Im Rahmen eines zweitägigen Arbeitsbesuchs an der UOC in Barcelona trafen sich FernUni-Rektor Prof. Dr. Stefan Stürmer und Kanzler Michael Strotkemper mit der Rektorin der UOC, Prof. Dr. Àngels Fitó, Geschäftsführer Jordi Marin Puigpelat sowie zahlreichen Vertreter:innen aus Wissenschaft, Hochschulmanagement und Internationalisierung der katalanischen Fernuniversität.
Im Mittelpunkt stand der Austausch über digitale Lehre, Forschung, Organisationsentwicklung, Nachhaltigkeit und die Zukunft des lebenslangen Lernens. Grundlage des Besuchs bildete die gemeinsame Partnerschaft beider Universitäten in der europäischen Hochschulallianz OpenEU.
Führende Universitäten für digitales Lernen
Die UOC zählt zu den bedeutendsten Fernuniversitäten Europas und gilt als eine der international führenden Hochschulen für digitales Lernen. Auch die FernUniversität in Hagen nimmt als einzige staatliche Fernuniversität Deutschlands eine herausragende Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Lehr- und Lernangebote ein. Vor diesem Hintergrund sehen beide Hochschulen großes Potenzial, ihre jeweiligen Erfahrungen und Kompetenzen miteinander zu verknüpfen.
„Die Herausforderungen der digitalen Transformation im Hochschulbereich ähneln sich in vielen europäischen Ländern. Deshalb ist es für uns besonders wertvoll, mit einer so renommierten Partneruniversität wie der UOC eng zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen“, betont Rektor Prof. Dr. Stefan Stürmer. „Beide Institutionen verfügen über langjährige Erfahrung in der akademischen Fernlehre und setzen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung digitaler Studienangebote.“
Vielfältige Perspektiven für Kooperation in Forschung, Lehre und Wissenstransfer
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Während des Besuchs stellten die beiden Hochschulen ihre strategischen Prioritäten vor und diskutierten Ansätze für die Weiterentwicklung digitaler Lehrmodelle, den Einsatz künstlicher Intelligenz in Studium und Lehre, innovationsgetriebene Organisationsentwicklung sowie Möglichkeiten einer vertieften Forschungskooperation. Darüber hinaus standen Fragen der Promotionsförderung, des Technologiemanagements und der Studierendenunterstützung im digitalen Studium auf der Agenda.
Beim Besuch der Innovations- und Forschungseinrichtungen der UOC wurden konkrete Beispiele für die digitale Zukunft der Hochschulbildung sichtbar. Rektor und Kanzler informierten sich über Projekte zu virtuellen und immersiven Lernwelten, digitalen Gesundheitstechnologien sowie psychologischer Forschung. Dabei zeigte sich, dass die UOC und die FernUniversität in diesen strategisch wichtigen Feldern ähnliche Schwerpunkte setzen. Die Gespräche eröffneten vielfältige Perspektiven für eine engere Zusammenarbeit in Forschung und Wissenstransfer.
Ein besonderer Schwerpunkt des Besuchsprogramms lag auch auf innovativen Angeboten des lebenslangen Lernens. Dabei tauschten sich die Delegationen auch über sogenannte Microcredentials aus – kurze, flexibel kombinierbare Lernformate, die spezifische Kompetenzen vermitteln und mit einem Zertifikat abschließen. Diese Abschlüsse unterhalb der klassischen Bachelor- und Masterebene gewinnen europaweit zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen eine passgenaue akademische Weiterbildung für unterschiedliche Zielgruppen und eröffnen Hochschulen neue Möglichkeiten, auf die sich wandelnden Anforderungen von Gesellschaft und Arbeitsmarkt zu reagieren. An der FernUniversität laufen zurzeit Vorbereitung zur Einführung von Microcredential-Programmen.
Europäische Partnerschaft
Eine wichtige Rolle spielte zudem die europäische Hochschulallianz OpenEU, in der beide Universitäten partnerschaftlich zusammenarbeiten. In Gesprächen mit der OpenEU-Koordinatorin und UOC-Kommissarin für Internationales, Pastora Martínez Samper, sowie dem Generalsekretär der Allianz, Àlex Hinojo, wurden aktuelle Herausforderungen, Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten des Bündnisses erörtert. Dabei stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie OpenEU als Plattform für Innovationen in der europäischen Hochschulbildung genutzt und über die aktuelle Förderperiode hinaus fortgesetzt werden kann.
Kanzler Michael Strotkemper unterstreicht den Mehrwert der Kooperation: „Der Besuch hat gezeigt, dass die FernUniversität und die UOC viele gemeinsame Ziele verfolgen. Der direkte Austausch über erfolgreiche Modelle in Lehre, Verwaltung und Digitalisierung hilft uns dabei, unsere eigenen Prozesse weiterzuentwickeln und neue Perspektiven für die Zukunft der Fernuniversität zu gewinnen.“
Mit dem Arbeitsbesuch setzen beide Hochschulen ein Zeichen für eine engere europäische Zusammenarbeit in der digitalen Hochschulbildung. Die gewonnenen Impulse sollen nun genutzt werden, um bestehende Kooperationen zu vertiefen und neue gemeinsame Projekte anzustoßen.
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