Niemals geht man so ganz

Mit einer Feierstunde im Romaneum hat die FernUniversität Abschied von ihrem Campusstandort in Neuss genommen.


Rund 20 Gäste waren der Einladung gefolgt, darunter Vertreter:innen der Stadt Neuss, der Volkshochschule und der Musikschule. Die Veranstaltung spiegelte noch einmal das enge und vertrauensvolle Miteinander wider, das den Bildungsstandort im Romaneum über viele Jahre unter einem Dach mit städtischen Einrichtungen geprägt hat. Unter den Gästen waren zudem Mentor:innen und Alumni.

Wichtige Arbeit vor Ort

In seiner Ansprache fand Georg Teichert, kommissarischer Leiter der ZBE Campusstandorte, persönliche Worte für den Abschied. Als Leiter des Campusstandorts Leipzig wisse er aus eigener Erfahrung, wie wichtig die Arbeit vor Ort für Studierende sei. Entsprechend würdigte er das Engagement des Teams in Neuss und die besondere Atmosphäre des Standorts. „Ich danke dem Team. Sie haben diesen Campus zu dem gemacht, was er war — und Sie haben ihn in den letzten Monaten unter denkbar schwierigen Umständen professionell und zugewandt weitergeführt. Das verdient Respekt.“

Der Campus hat über Jahrzehnte Menschen begleitet, die Studium, Beruf und Familie miteinander vereinbaren. „Ein Ort, an dem Reisende Station gemacht haben. Sich gestärkt haben. Und dann weitergezogen sind.“ Dabei waren sie niemals Vorgangsnummern, sondern immer Menschen mit Biografien. Für viele ist Neuss deshalb weit mehr als ein Studienort gewesen. „Ein Student hat ihn einmal als ,Fels in der Brandung‘ bezeichnet“, zitierte Teichert. „Ein schöneres Zeugnis kann ein Standort nicht bekommen.“

Wechsel nach Hagen

Ein Abschied bleibt es. Noch bis zum 30. September sind die Mitarbeiterinnen am Standort tätig, ab dem 1. Oktober setzen die drei Mitarbeiterinnen ihre Arbeit in Hagen fort: im Servicecenter, in der Studienberatung und in der ZBE Campusstandorte. Nach 15 Jahren in Neuss fällt der Abschied nicht leicht. „Das ist ein großer Wechsel – schön und wehmütig zugleich“, sagt die bisherige Standortleiterin Katrin Schnarr. „Aber ich freue mich auf den Neubeginn.“


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Anja Wetter | 18.09.2026