Colloquia Iuridica

Illustration Foto: FernUniversität

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Colloquia Iuridica bietet die Rechtswissenschaftliche Fakultät der interessierten Öffentlichkeit innerhalb und außerhalb der FernUniversität regelmäßig hochkarätige wissenschaftliche Vorträge und Forschungskolloquia mit gesellschaftlicher und praktischer Relevanz an, um die Fakultät als Ort exzellenter rechtswissenschaftlicher Forschung vorzustellen. Die Colloquia Iuridica bieten hierbei internen sowie externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine Plattform, um ihre rechtswissenschaftlichen Forschungsergebnisse zu präsentieren. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Förderung des eigenen wissenschaftlichen Nachwuchses gelegt, der die Möglichkeit erhält, durch eigene Vorträge mit Kolleginnen und Kollegen sowie weiteren interessierten Personen ins wissenschaftliche Gespräch zu kommen.

Leitung

Prof. Dr. Karl August Prinz von Sachsen Gessaphe

wissenschaftliche Leitung

E-Mail: LG.Sachsen-Gessaphe

Telefon: +49 2331 987-2903

Kontakt

Ass. jur. Nils Szuka

organisatorische Verantwortung

E-Mail: nils.szuka

Telefon: +49 2331 987-4531

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Veranstaltungsrückblick

Antrittsvorlesung Prof. Dr. Stephan Stübinger

Wann: Montag, 11. April 2016 um 16 Uhr
Wo: FernUniversität, KSW-Seminargebäude, Raum 1+2
Referent: Prof. Dr. Stephan Stübinger, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie

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Der Bundesgerichtshof hat in einer Entscheidung aus dem Jahr 2015 die zuvor bereits herrschende Meinung bestätigt, nach der sich wegen „Störung der Totenruhe“ (§ 168 StGB) strafbar macht, wer Zahngold aus den Verbrennungsrückständen eines Toten entnimmt.

Die Entscheidung soll kritisch besprochen werden. Dabei gilt es nicht nur, das Verhältnis zu anderen Rechtsgebieten (Zivilrecht, Bestattungsrecht) zu klären, sondern auch die verschiedenen juristischen Auslegungsmethoden zu beachten.

Die Thematik ist daher nicht nur für Strafrechtler interessant. Die Antrittsvorlesung findet im Rahmen der Colloquia Iuridica der Rechtswissenschaftlichen Fakultät unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs statt.

Stephan Stübinger studierte Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main. Von 1994 bis 1998 war er Mitarbeiter am DFG-Projekt „Zur Entstehung des öffentlichen Strafrechts“. Im Anschluss war er bis 2002 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtstheorie und -philosophie an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main tätig. Die Promotion zum Dr. iur. erfolgte im Jahr 1999. Von 2002 bis 2007 war Stephan Stübinger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz, die Habilitation erfolgte an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt/Main. Er erhielt die venia legendi für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Strafrechtsgeschichte. Nach Lehraufträgen und Lehrstuhlvertretungen, u. a. in Osnabrück und Mainz, war er von 2009 bis 2014 Inhaber einer (W2-)Professur für Strafrecht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Nach einer Lehrstuhlvertretung an der Universität zu Köln im Jahr 2014 erhielt er zum Wintersemester 2014/2015 den Ruf auf den Lehrstuhl für Strafrecht und Strafrechtsgeschichte an der FernUniversität in Hagen.


Wesentliche Änderungen im japanischen Gesellschaftsrecht

Wann: 16.07.2015
Wo: KSW-Seminargebäude an der FernUniversität in Hagen
Referent: Tomoya Shinjo, Rechtsanwalt in der Kanzlei Anderson Mori & Tomotsune, Tokio
Videostreaming: Eine Aufzeichnung des Vortrages steht als Videostream zur Verfügung.

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Herr Tomoya Shinjo, Bengoshi (Rechtsanwalt des japanischen Rechts) in der Kanzlei Anderson Mori & Tomotsune in Tokio, hielt im Rahmen der Colloquia Iuridica einen Vortrag über Änderungen im japanischen Gesellschaftsrecht. Neben einer allgemeinen Einführung in das japanische Gesellschaftsrecht wurden insbesondere aktuelle Entwicklungen im Bereich Coprorate Governance und M&A-relevante Regelungen thematisiert. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Institut für Japanisches Recht.


Der Vortrag fand in englischer Sprache statt.


Scheitert der Beitritt der EU zur Europäischen Menschenrechtskonvention? Zum Verhältnis von EuGH und EGMR

Wann: 06.07.2015
Wo: Die Veranstaltung fand im Raum 4 und 5 im KSW-Seminargebäude an der FernUniversität in Hagen statt.
Referent: Prof. Dr. Eckart Klein, Potsdam
Videostreaming: Eine Aufzeichnung des Vortrages steht als Videostream zur Verfügung.

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Vortragsreihe im Rahmen der Europäischen Verfassungswissenschaften und der Colloquia Iuridica

Der seit langem angestrebte und weitgehend für gesichert gehaltene Beitritt der Europäischen Union zur Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ist durch das Gutachten des Luxemburger Gerichtshofs (EuGH) einstweilen, möglicherweise aber auch für eine nicht überschaubare Zeit gestoppt worden. Dies wirft neben der notwendigen Analyse der Begründung der Aussagen des Gutachtens grundsätzliche Fragen auf. Ist ein Beitritt der EU zur EMRK überhaupt sinnvoll? Kann das Verhältnis zwischen dem EuGH und dem Europäischen Gerichtshof in Straßburg (EGMR) nur in den Kategorien des Rechts gesehen werden, oder offenbart das Gutachten, dass es – zumindest auch – schlicht um Machtfragen geht, wie sie bekanntlich im Verhältnis nationaler (Verfassungs-)Gerichte zu den beiden genannten internationalen Gerichten ebenfalls zum Ausdruck kommen? Und schließlich: Das Gutachten könnte die Stellung der EU-Mitgliedstaaten als "Herren der Verträge" in Frage stellen und damit als weiterer bedeutsamer Schritt hin zur Errichtung einer konstitutionellen Ordnung und zur Ablösung von den völkerrechtlichen Grundlagen der Union anzusehen sein.


Aktuelle Entwicklungen aus der Praxis des Patentverletzungsstreites in Japan

Wann: 17.06.2015
Wo: KSW-Seminargebäude an der FernUniversität in Hagen
Referent: Ryoichi Mimura
Videostreaming: Eine Aufzeichnung des Vortrages steht als Videostream zur Verfügung.

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Vortragsreihe im Rahmen der Colloquia Iuridica

Ryoichi Mimura, Richter am Oberlandesgericht Tokio a. D., Rechtsanwalt und Partner in der Rechtsanwaltskanzlei Nagashima Ohno & Tsunematsu in Tokyo, hielt einen Vortrag über das Thema „Aktuelle Entwicklungen aus der Praxis des Patentverletzungsstreites in Japan“ auf Deutsch.

Ryoichi Mimura hat mehrere Jahre die Kammer bzw. den Senat für den gewerblichen Rechtsschutz am Landgericht Tokyo bzw. Obergericht für Geistiges Eigentum (IP High Court) Tokyo geleitet. In dem Vortrag berichtete der Referent über die aktuellen Entwicklungen aus der Praxis des Patentverletzungsverfahrens und des Nichtigkeitsverfahrens sowie über die Struktur des Patentverletzungsverfahrens in Japan.


Die Idee der Freiheit und ihre aktuellen Gefährdungen

Wann: 04.05.2015
Wo: KSW-Seminargebäude an der FernUniversität in Hagen statt.
Referent: Prof. Dr. Dres. H.c. Paul Kirchhof, Heidelberg
Videostreaming: Eine Aufzeichnung des Vortrages steht als Videostream zur Verfügung.

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Vortragsreihe im Rahmen der Europäischen Verfassungswissenschaften und der Colloquia Iuridica

Prof. Dr. Paul Kirchhof bestimmt seit Jahrzehnten mit seinen Vorschlägen für eine tiefgreifende Reform und Vereinfachung des Steuerrechts sowie für einen radikalen Abbau der öffentlichen Schulden die öffentliche Diskussion entscheidend mit. Als Richter am Bundesverfassungsgericht wirkte er an zahlreichen für die Entwicklung der Rechtskultur der Bundesrepublik Deutschland wesentlichen Entscheidungen mit, wie beispielsweise den Karlsruher Beschlüssen zum Euro, zur Vereinbarkeit des Grundgesetzes mit dem EU-Vertrag von Maastricht sowie zum Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern. Auch nach seiner Ernennung zum Seniorprofessor distinctus der Universität Heidelberg im Jahre 2013 wirkt Paul Kirchhof als Wissenschaftler und Publizist, schreibt Bücher, Aufsätze und hält Vorträge.


Eine realistische Rhetorik als Schlüssel zum Studium des Rechts

Wann: 03.02.2015
Wo: Ellipse im Seminargebäude des TGZ' der FernUniversität in Hagen
Referent: Prof. Dr. João Mauricio Adeodato
Videostreaming: Eine Aufzeichnung des Vortrages steht als Videostream zur Verfügung.

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Tradierte Vorstellungen von Rhetorik sind oftmals einseitig. Eine realistische Rhetorik will dagegen alle Facetten offenlegen und zeigen, was menschliche Kommunikation bis in die höchstrichterliche Rechtsprechung prägt.


Die Reform der Tötungsdelikte

Wann: 06.11.2014
Wo: AVZ-Gebäude der FernUniversität in Hagen im Raum B 121
Referenten: RA Dr. h.c. Rüdiger Deckers und Prof. Dr. Wolfgang Mitsch

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Die heutige Fassung der Tötungstatbestände Mord (§ 211 StGB) und Totschlag (§ 212 StGB) stammt aus dem Jahr 1941 vom nationalsozialistischen Gesetzgeber. Dies ist einer der Gründe, warum sie wiederholt Gegenstand der Kritik und von Reformvorschlägen geworden ist. In der letzten Zeit ist die Kritik lauter geworden und hat abermals zu einem Reformentwurf geführt, der vom Strafrechtsausschuss des Deutschen AnwaltVereins vorgelegt wurde. Die Veranstaltung führt einen Vertreter des Reformkonzepts und einen mit der Materie bestens vertrauten Strafrechtsgelehrten zusammen, die über den Reformentwurf diskutieren wollen.


Das eigenhändige Testament in Europa und Lateinamerika: eine riskante oder sichere Testamentsform?

Wann: 23.10.2014
Wo: AVZ-Gebäude, FernUniversität in Hagen im Raum B 121
Referent: Prof. Dr. Karl August Prinz von Sachsen Gessaphe

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Prof. Dr. Karl August Prinz von Sachsen Gessaphe wird in seinem Vortrag am 23. Oktober 2014 um 16:00 Uhr im Rahmen der Vortragsreihe Colloquia Iuridica der Frage nachgehen, ob das eigenhändige Testament in Europa und Lateinamerika eine riskante oder sichere Form der letztwilligen Verfügung darstellt.


Der Fall Gurlitt – Die Verjährung der Vindikation

Wann: 10.07.2014
Videostreaming: Eine Aufzeichnung des Vortrages steht als Videostream zur Verfügung.

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Der Fall des am 6. Mai 2014 verstorbenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt hatte bundesweit für ein breites mediales Echo gesorgt. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hatte im Februar 2012 eine große aus dem Nachlass des Vaters von Cornelius Gurlitt stammende Anzahl von Kunstwerken beschlagnahmt. Bis heute ist die Herkunft vieler Kunstwerke ungeklärt, ein Teil der Werke galt seit 1945 als verschollen, bei anderen Werken wird vermutet, dass es sich um NS-Raubkunst handelt.


Flughafen- und Flugroutenplanung aus juristischer Sicht

Wann: 03.04.2014
Referent: RA Dr. Ulrich Repkewitz

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Mit der „Flughafen- und Flugroutenplanung“ und ihren aktuelle Entwicklungen befasste sich RA Dr. Ulrich Repkewitz in der Vortragsreihe Colloquia Iuridica an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der FernUniversität in Hagen. Hierzu waren auch interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich willkommen.


Current Challenges for the U.S. Constitution

Wann: 04.03.2014
Referent: Prof. Dr. Michael Lawrence
Videostreaming: Eine Aufzeichnung des Vortrages steht als Videostream zur Verfügung.

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"Current Challenges for the U.S. Constitution" war der Titel des Vortrags von Prof. Dr. Michael Lawrence. Dieser ist Professor am College of Law der Michigan State University, an welchem er Verfassungsrecht und internationales Recht lehrt. Er hält regelmäßig Vorträge und Vorlesungen zu diesen Themenbereichen auf der ganzen Welt.


Probleme der strafrechtlichen Verfolgung von NS-Tätern in der Vergangenheit und heute

Wann: 12.02.2014

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Der Vortrag beschäftigte sich mit der Rolle der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen, den Anfängen und dem Wandel der Tätigkeit im Laufe der Jahrzehnte und derzeitigen Ermittlungsmöglichkeiten.


Police investigations into ICT systems in times of cloud computing; a Gordian knot

Wann: 12.12.2013
Referent: Prof. Dr. Evert Stamhuis

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Prof. Dr. Evert Stamhuis zeigte in seinem Vortrag am Donnerstag, dem 12. Dezember, neue Herausforderungen bei der Ermittlung von Straftaten auf. Eine besondere Rolle spielten dabei aktuelle Computertechnologien, wie etwa Cloud-Computing und Verschlüsselungen. Auch aktuelle gesetzgeberische Entwicklungen in den Niederlanden in diesem Bereich waren Gegenstand des Vortrages.


Die Begrenzung von Gehältern

Wann: 16.05.2013
Videostreaming: Eine Aufzeichnung des Vortrags steht als Videostream zur Verfügung.

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Im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs und der Reihe Colloquia Iuridica hat Herr Dr. Paul Melot de Beauregard, Lehrbeauftragter der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, einen Vortrag zum Thema "Die Begrenzung von Gehältern"gehalten.