Inszenierung politischer Stimmen: „LautSprecher Hitler“

Im „wissenschaftsgespräch“ am 22. März geht Dr. Cornelia Epping-Jäger den speziellen Stimmpolitiken der Nationalsozialisten auf den Grund. Der Eintritt ist frei.


Was hat es mit dem „LautSprecher Hitler“ auf sich? Dr. Cornelia Epping-Jäger vom Lehrgebiet Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Geschichte der Medienkulturen an der FernUniversität in Hagen untersucht im „wissenschaftsgespräch“ der Fakultät Kultur- und Sozialwissenschaften am Mittwoch, 22. März, propagandistische Inszenierungsstrategien der Nationalsozialisten. Ort der Veranstaltung ist das Seminargebäude der FernUniversität, Raum 1 - 3, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen. Beginn ist um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Der Vortrag analysiert die Stimmpolitiken des Nationalsozialismus, wobei die Frage im Vordergrund steht, inwieweit der NS wesentlich phonozentrisch agierte und seine politische Wirkung über akustische Evidenzstrategien organisierte. Die Verknüpfung von technischen Apparaturen, Stimmen der Redner, Instanzen der ideologisch-rhetorischen Aufrüstung sowie von Formen der Massenadressierung wird als ein von der NSDAP konzipierter medialer Großversuch beschrieben, in dessen Verlauf sich das der performativen Inszenierung von politischen Stimmen dienende Mediendispositiv LautSprecher herausbildete.

Die politisch-propagandistische Wirkung des NS wird also über visuelle Medien und das Medium Rundfunk hinaus vor allem dem Dispositiv LautSprecher zugeschrieben.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität statt.

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Benedikt Reuse | 07.03.2017