Wissenschaftsministerin Brandes zu Gast an der FernUniversität in Hagen

Bei ihrem Antrittsbesuch am 25. November tauschte sich Ina Brandes mit dem Rektorat über Potenziale der führenden Universität für das lebenslange Lernen aus.


Foto: Volker Wiciok
Ministerin Ina Brandes (4.v.l.) mit Rektorin Ada Pellert (5.v.l.), Kanzlerin Birgit Rimpo-Repp (3.v.l.) und den Prorektoren Uwe Elsholz, Stefan Stürmer und Stefan Smolnik (v.l.)

Die FernUniversität in Hagen ist mit rund 73.000 Studierenden die größte Universität Deutschlands und zugleich die einzige staatliche Fernuniversität des Landes. Damit hat Nordrhein-Westfalen ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Hochschullandschaft mit Ausstrahlung über das Bundesland hinaus.

„Angesichts der großen Veränderungen unserer Arbeitswelt und des Mangels an qualifiziertem Personal wird lebenslanges Lernen immer mehr von einem Schlagwort zu einer der wichtigsten Erfolgsbedingungen für unsere Wirtschaft“, sagte Ministerin Ina Brandes. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die FernUniversität in Hagen. Menschen, die einen akademischen Grad anstreben, sich beruflich weiterqualifizieren oder sich persönlich neu orientieren wollen, finden hier optimale Bedingungen. Wir sind stolz darauf, die führende Fernuniversität Deutschlands in Nordrhein-Westfalen zu haben.“

„Wir freuen uns, dass die nordrhein-westfälische Landesregierung in ihren hochschulpolitischen Überlegungen die Anforderungen und Besonderheiten der FernUniversität berücksichtigt“, sagte Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert. „Wir verstehen uns als Innovationstreiberin für Hochschullehre in NRW und zugleich als bundesweit sichtbare Botschafterin für die nordrhein-westfälische Wissenschaftslandschaft.“

Das Studienangebot der FernUniversität nutzen Studierende aus allen Bundesländern, rund 7 % leben zudem im Ausland. Die Ministerin und das Rektorat erörterten darum auch, wie man die anderen Bundesländer oder den Bund für eine stärkere Unterstützung der FernUniversität gewinnen kann.

Forschung für die digitale Transformation

Einen zweiten Schwerpunkt der Gespräche bildeten aktuelle Forschungsaktivitäten der FernUniversität. Seit diesem Jahr baut sie das Forschungsinstitut Arbeit-Bildung-Digitalisierung auf. In anwendungsnahen Projekten soll dort untersucht werden, wie Unternehmen und Beschäftigte durch lebenslanges Lernen und Kompetenzentwicklung auf die digitale Transformation der Arbeitswelt vorbereitet werden können. Das Forschungsinstitut wird vom Wissenschaftsministerium NRW mit 4,4 Millionen Euro gefördert. Bei einer Führung über den Hagener Campus besichtigte Frau Brandes gemeinsam mit dem Rektorat die zentralen Projekträume des Instituts, die gerade eingerichtet werden.

Die Ministerin informierte sich ebenfalls über die Entwicklung des Forschungszentrums CATALPA, dem Center of Advanced Technology for Assisted Learning and Predictive Analytics. Ein interdisziplinäres Team von 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erforscht und entwickelt hier Bildungstechnologien der Zukunft, die beispielsweise mit Hilfe künstlicher Intelligenz personalisiertes Lernen in ganz neuen Dimensionen ermöglichen.

Die FernUniversität bringt ihre Kompetenzen in der Lehre auch in die Digitale Hochschule NRW (DH.NRW) ein. Diese Kooperationsgemeinschaft von 42 nordrhein-westfälischen Hochschulen und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft hat ihre Geschäftsstelle am Hagener Campus. Ada Pellert gab als Vorstandsvorsitzende der Ministerin einen Einblick in aktuelle Aktivitäten von DH.NRW. Die Entwicklung der ganzheitlich auf das Thema Digitalisierung der Hochschulen angelegten Kooperationsgemeinschaft stößt auch in den anderen Bundesländern auf großes Interesse.

Stephan Düppe | 28.11.2022