Führung und die digitale Transformation

Im Januar startet eine neue Weiterbildung für Führungskräfte. Es geht darum, wie die digitale Transformation im öffentlichen Sektor gelingen kann.


Foto: Thomas Barwick/Stone/Getty Images
Das neue Weiterbildungsangebot richtet sich an Führungskräfte und Prozessverantworliche aus dem öffentlichen Sektor.

Arbeit, Bildung, Digitalisierung: Das ist ein Forschungsschwerpunkt der FernUniversität in Hagen, ein interdisziplinäres Institut dazu ist im Aufbau. Passend zu diesem Feld hat das Institut für wissenschaftliche Weiterbildung – eine 100% Tochter der FernUniversität – ein Weiterbildungsprogramm für Führungskräfte entwickelt: „Leadership und Organisationsentwicklung unter den Rahmenbedingungen der digitalen Transformation“.

Die durch die Digitalisierung ausgelösten Transformationen haben Konsequenzen für die Arbeit auch im öffentlichen Sektor. Der Druck von außen, dass sich auch hier die Prozesse an die gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen und ein moderner und innovativer öffentlicher Sektor aufgebaut wird, ist hoch. Es gilt, Best-Practice-Beispiele und angestoßene Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln. Aufgrund der bestehenden Restriktionen im öffentlichen Dienst ist dies für Führungskräfte eine ganz besondere Herausforderung; oftmals erfordert es Mut, Kreativität und Überzeugungskraft, aus gewohnten Pfaden auszutreten und neue Wege zu beschreiten.

Handlungskompetenzen, Freude und Neugier

Gerade bei gestandenen Führungskräften, die das Thema Change seit Jahren auf der Agenda haben, ist es wichtig, immer wieder neue Impulse zu setzen und Handlungskompetenzen zu erweitern. Daneben sollten sie ihren Mitarbeitenden Neugier und Freude vermittelt, neue Wege zu gehen und dies als Chance und weniger als Last zu sehen.

Neben den zu vermittelnden Handlungskompetenzen verfolgt der Lehrgang das Ziel, den öffentlichen Bereich sektorenübergreifend einzubeziehen, damit alle möglichst gut voneinander lernen und partizipieren können. Dazu wurden namhafte Expert:innen aus den öffentlichen Sektoren gewonnen, die als Inputgeber:in und in Kamingesprächen Ihre Erfahrungen mit den Teilnehmenden austauschen werden.

Die wissenschaftliche Leitung des neuen Studienangebots ist stark besetzt. Vorsitzender ist Prof. Dr. Ralph Grossmann, Experte für Organisationsentwicklung. Von der FernUniversität sind Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert und Prorektor Prof. Dr. Uwe Elsholz im Board vertreten. Viertes Mitglied ist der Organisationsberater Franz Schwarenthorer. Die Leitung steht Teilnehmenden für Konfliktfälle zur Verfügung und sichert den inhaltlichen und fachlichen Rahmen.

Kompetenzen für Führungskräfte schärfen

Foto: Volker Wiciok
FernUni-Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert konzipierte das Angebot mit und ist Teil der wissenschaftlichen Leitung.

Als Professorin für Organisationsentwicklung und ehemaliges Mitglied des Digitalrates der Bundesregierung betont Ada Pellert die Wichtigkeit des Weiterbildungs-Angebotes: „Wichtige Veränderungsprozesse für und durch die Digitalisierung laufen nur dann gut, wenn dementsprechende Kompetenzen ausgebildet werden.“ In Prozessen zu denken, wird nicht nur für Führungskräfte wichtiger, auch Projektverantwortliche können davon profitieren. So kann es gelingen, diese zukunftsorientiert in der Organisation, Verwaltung und digitalen Transformation zu stärken und dafür auch die Mitarbeitenden zu gewinnen.

Das Programm startet am 13. Januar 2023. Es besteht aus fünf aufeinander aufbauenden Modulen, die zum Teil in Präsenz und zum Teil online stattfinden. Zudem gibt es flankierende Supervisionen, die unter anderem zur Reflexion und Weiterentwicklung der eigenen beruflichen Rolle in der Umsetzung des Erlernten dienen.

Informationsveranstaltungen zu dem Programm sowie die Passungsgespräche finden am 7. oder 8. September in Hagen statt.

 

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Carsten Sander | 27.07.2022